Archiv der Kategorie: Reisen

Fazit Hausfloss und im Himmelreich

So, die Reise mit der Amalia ist Geschichte. Das Fazit war: Es lohnt sich auf jeden Fall ein etwas kleineres, aber luxuriöseres Hausfloss zu nehmen. Lieber ein Floss als ein Boot, man fährt zwar schlechter, aber der Genuss ist grösser. Leider ist es schwierig zu ankern oder einen Anlegeplatz zu finden. Das trübt die Freude. Man kann nicht einfach einkaufen gehen oder in eine Kneipe. Die Region hier ist meist eben und bewaldet. Also nicht viel Abwechslung. Es ist also nicht die grosse Freiheit. Ich habe mir also meinen Traum mal ein Hausboot zu kaufen, wie in der TV-Serie: „Tammy, das Mädchen vom Hausboot“ – abgeschminkt. Es würde mich nicht wirklich glücklich machen. Ein Wohnwagen ist flexibler. Aber ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte mal für kurze Zeit meinen Traum zu leben und es auszuprobieren.

Heute sind wir zu den 2 geplanten Nächten auf dem Campingplatz Himmelreich, auch bekannt aus einer TV-Serie, nämlich „der Campingclan, alles für den Platz“ weitergefahren. Es ist ein wirklich schöner Natur-Platz mit viel wilder Uferzone und Sicht auf das Wasser.

Amalia – und jetzt geht’s auf zum Wannsee

Es ging nun wieder zurück. Wegen starkem Wind haben wir in Ketzin am Hafen Station gemacht. Die Landungen sind immer ein Drama. Bei uns und auch bei den anderen Booten. Uns wurde von netten Nachbarn geholfen, und wir haben danach den nächsten Booten geholfen. Es war wirklich schwierig, viel Seitenwind von rechts.

Unser linker Nachbar, der mit dem weissen Hausfloss, hat sofort Kontakt aufgenommen. Die waren zu fünft auf einem Hausfloss halb so gross wie unseres. Die Essplätze werden ein Doppelbett, auf der Seite gab es 3 Etagenbetten, dann gab es ein Spülbecken und draussen ein kleiner Gasocher auf dem Boden. Dazu ein Potti mit Plastiksäcken. Very basic, aber die Leute waren extrem nett… wir lieben euch!

Heute fuhren wir dann doch noch bis zum Wannsee. Da ist wirklich ein Riesenbad mit Strand. Nun ja, halb Berlin ist hier *wow. Sehr viele Segelboote, es war wirklich ein Unterfangen sich da durchzuschlängeln. Fritz beobachtete wie ein havariertes Segelboot abgeschleppt wurde. Die beiden Eigner standen bis zum Bauch im Wasser in ihrem Boot.

Heute haben wir mal wieder TV-Empfang und so sitze ich alleine draussen im kühlen Wind und schreibe euch diesen Bericht.

So sieht unsere Navi App aus

Sonnenuntergang auf der Amalia und Brandenburg

Gestern fuhren wir Richtung Potsdam, dann durch und weiter Richtung Brandenburg. Es wurde eng, dafür wurden die Boote immer grösser. Wir staunten…

Für Anfänger sind die engen Wasserwege durch die Stadt eine Herausforderung, aber es lässt sich meistern. Das anlanden am Hafen ist vielleicht das Schwierigste. Noch schwieriger ist es anscheinend überhaupt einen Landeplatz zu finden. Es gibt zum Glück eine App, die zeigt wenigstens die Telefonnummern der Hafenmeister an, aber Landeplätze sind sehr rar und müssen extra bezahlt werden. Dafür dürfen wir ankern fast überall wo wie wollen. Nur hält unser Anker sehr schlecht, deshalb haben wir 3 Anläufe gebraucht, bis der endlich hielt.

Am Abend konnten wir also in einer ruhigen, nicht sehr windigen Bucht ankern und setzten uns aufs Dach um den Abendhimmel zu bewundern. Ein grosser Vogelschwarm flog im angrenzenden Wäldchen und entzückte uns mit Formationsflug. Wir staunten, zufrieden und glücklich.

Weiter gings am nächsten Tag über einen Kanal, der die Havel um einige Mäander erleichterte. Das Wasser ist immer noch recht dunkel, der Untergrund sei halt Sand und deshalb wirbeln die Boote den ganzen Dreck immer wieder auf. Bis zur Stadt Brandenburg fuhren wir jetzt. Im Hafen konnten wir Benzin (ja, unsere Amalia möchte Benzin) und Wasser tanken und das Abwasser abpumpen lassen. Mit den Fahrrädern fuhren wir in die Stadt und bewunderten pflichtgemäss die schönen Türme. Nur das Brandenburger Tor liess sich leider nicht finden 😉

Danach gab es nochmals ein leckeres Abendessen in der Hafenkneipe. Wir sehen, dass in Deutschland das Leben immer teurer wird und entsprechend sind die Abendessen recht hoch im Preis. Jetzt sitze ich wieder am Tisch draussen und schreibe euch diesen Bericht.

Allgemein über die Amalia: Wir sind sehr zufrieden damit. Die Räume sind gut geschnitten, alles da (ausser vielleicht einigen Kleiderhaken und dem Kapitänsstuhl). Etwa in der Hälfte der Reise muss alles neu betankt werden. Sonst braucht das Floss wenig Unterhalt. Die wenigen Anlegerstellen stören am Meisten. Landgänge und Einkaufen wird deshalb etwas schwierig. Schwimmen soll kein Problem sein, aber auf dem Wasser weht immer ein kleiner Wind und deshalb hatten wir bis jetzt noch nicht das Bedürfnis das Schwimmen auszuprobieren. Besonders in den Seen sei das aber durchaus möglich.

Amalia2

Hausfloss-Traum mit der Amalia

Wer träumt schon nicht davon auf einem Hausboot oder Hausfloss zu leben. Und wenn das dann noch frei fahren kann, also nicht nur im Hafen vertäut ist, dann tönt das nach mächtig Spass und toller Erfahrung. Ja, und das wollte ich mir jetzt gönnen. Fritz liess sich leicht überzeugen und das ganz ohne Schläge *smile

Ich befasste mich also mit dem Thema und fand ein sehr modernes, gut passendes Bootchen. Das Hausfloss Amalia, unser neuer Liebling für eine Woche. Die 3. Woche August im Jahre 2024.

Wir fuhren mit dem VW-Bus nach Werder an der Havel, in der Nähe von Potsdam, in der ehemaligen DDR. Das Wetter war zu Beginn durchzogen, aber jetzt scheint es sich prächtig zu entwickeln.

In Werder bezogen wir das Hausfloss bei der Firma Unruh und ja, das Floss hielt, was es versprochen hat. Wir sind sehr zufrieden. Aber so modern wie das Ding ist, so viele Schalter hat es auch. Aber nach einer kurzen Erklärung konnten wir am nächsten Morgen ohne Probleme ablegen und auch unsere erste Tour fahren. Wir fuhren bis zum Campingplatz Himmelreich, den man aus der TV Serie kennt, „Campingclan, alles für den Platz“. Da haben wir auch im Anschluss 2 Uebernachtungen mit der Rosiante gebucht. Auch einen weiteren Platz werden wir aufsuchen, den am Bergwitzsee, auch bekannt aus dem TV.

1. Etappe
2. Tag
3. Tag
Amalia 1

Winter 23-24 in Spanien

Der Winter neigt sich dem Ende zu. Zeit euch hier einige unserer Aktivitäten zu zeigen. Wir hatten ja einen aktiven Sommer und nun waren wir ziemlich gesättigt von Sehenswürdigkeiten. Deshalb haben wir uns diesen Winter wieder auf die Erhaltung unserer Gesundheit und der Erhaltung der Freundschaft mit Nachbarn konzentriert. Das Wetter war eher bescheiden. Aber wir sind trotzdem mit dem Winter sehr zufrieden.

Aerger gab es wenig. Einen Wasserschaden in meinem Haus zuhause, Aerger mit den Sportlehrern, die oft wechselten, einmal Rückenverspannung mit Schmerzen. Aber da ich hier Massagen und Physio bekomme, ist auch das kein Problem.

Wir haben zwar versucht abzunehmen, aber trotzdem mal in leckerem Essen geschwelgt. So sind wir aktuell topfit und freuen uns wieder auf einen neuen Sommer in der Schweiz. Wir haben diesmal keine grossen Pläne. Etwas in Deutschland… Genaueres werden wir hier dann wieder zeigen 😉

Youtube – Videoclips von Fritz

Fazit Marokko – und der klägliche Rest und Ankunft im Paradies

Ja, Marokko. Wir haben ja nur den Norden vom Land gesehen. Ich fasse noch einmal zusammen:

Strassen: Navi nicht! auf kürzeste Strecke einstellen, sonst fährt man durch die Hinterhöfe. Grundsätzlich sind die Strassen in bestem Zustand. Allerdings gibt es einige sehr steile Strassen. Wenn man eine Uebernachtungsstelle ansteuert oder Buchten, dann bitte vorher die Rezensionen nachlesen ob steile Wege dabei sind. In die Städte hinein geht gar nicht. Besser vor der Stadt parken/übernachten und dann zu Fuss oder per Taxi rein. Die Taxis waren sehr günstig, also kein Problem.

Camping und Sauberkeit: Die Campings sind einfach und auf Durchreise eingestellt. Die Sanitärräume sind meist älter, aber schon mit richtigen WC-Schüsseln ausgestattet. Wir konnten uns nicht beklagen. Ueberwintern würde ich nicht, das ist vermutlich viel zu langweilig, ausser man wechselt alle 1-2 Wochen in eine neue Gegend.

Essen: Kein Problem. Das Essen ist nicht scharf. Leute, hier bekommt ihr noch wirklich gesundes Essen, leckeres Brot und in Marokko angebautes Gemüse und Früchte.

Leute: Man spricht Englisch, manchmal Französisch und selten Spanisch. Die Leute waren sehr angenehm, zurückhaltend, freundlich, Für Touristen ein sehr angenehmes Reiseland. Einheiraten ist trotzdem nicht zu empfehlen, da wird man leider schnell abgezockt.

Landschaft: Die Landschaft im Norden hat uns sehr gefallen. Ich hätte mehr davon vertragen. Aber in gewissen Regionen stört halt doch, dass der Abfall nicht entsorgt wurde. Grundsätzlich wird aber doch gepflegt, renoviert und auf Touristenfreundlichkeit geachtet.

Städte: Die Medinas, die wir besucht haben, waren absolut zu empfehlen. Aber einfach so durch eine Stadt fahren ist unangenehm. Die Leute fahren unterschiedlich. Mal schnell, mal langsam, Fussgänger überall. Schickt euch das Navi in eine Strasse, die euch nicht gefällt, dann bleibt lieber noch etwas auf der besseren Route – es wird sicher besser werden.

Fähre: Drohnen nicht einführen in Marokko. Ansonsten kein Problem. Billiger ist der Internetkauf vom Fährenticket als bar zu bezahlen. Spezialfall: Es kommt billiger gleich von Genua zu verschiffen als die Strecke mit dem eigenen Womo zu fahren.

Weiterfahrt und Ankunft in Bravoplaya

Da unsere Kupplung in Marokko Schwächeanfälle zeigte, beschlossen wir den Rest unserer Reise kurz zu halten. Wir wollten eigentlich Ronda besuchen, den Caminito del Rey, dann die warme Quelle bei Granada und die Höhlenwohnungen bei Guadix.

Wir fuhren also mit Herzklopfen das steile Stück aus dem Campingplatz mit angehängtem Wohnwagen und dann gleich auf die Autobahn. Dort blieben wir dann 3 Tage, bis wir in gemütlich sicherer Fahrt in Bravoplaya ankamen. Einzig eine Uebernachtung in dem Camping Resort Alannia hat uns nochmals von der Autobahn runtergebracht. Und dann! Ankunft im Bravoplaya. Wir fühlten uns gleich wieder wie Zuhause. Da ist uns wohl. Und unsere Nachbarn und Freunde kamen angelaufen und grosses Begrüssen begann. Ja – diese Reise hat uns gezeigt, wir sind hier richtig!!!

Marokko – Chefchaouen und Tétouan

Wir wollten die berühmte blaue Stadt von Chefchaouen sehen und die weisse Stadt Tétouan. In Tetouan haben wir uns einen Führer gemietet, der mich (uns) zur Gerberei und den Handwerkern führen sollte. Klar wollte er uns auch noch Teppiche andrehen, aber sonst war die Erfahrung angenehm, kein Problem. Ich denke, es hat sich sehr gelohnt. Besonders die Gerberei war noch wie früher bei den Römern. Sie sieht auch aus, als wäre sie von 2000 Jahren angelegt worden. Gestunken hat es nicht wirklich. Aber sie war auf jeden Fall noch in Betrieb.

Marokko – Vom Atlantik zum Mittelmeer

Zuerst: Wir wollten weder in die Altstadt von Rabat, noch Fes noch einer anderen Grossstadt gehen. Wir wollten immer noch sehen, wie man mit einem Wohnmobil (im Norden) von Marokko reist. Wer die Anfahrt zu einem Campingplatz genau studiert vorher, also die Rezensionen genau liest, der kann im Norden wunderbar reisen, fahren und Sachen besichtigen. Das letzte Stück dann einfach noch zu Fuss oder mit dem Taxi bewältigen. Aber von CP zu CP kann man recht angenehm vorwärts kommen.

Die befürchtete Fahrt über die Berge des mittleren Atlas und des Rif-Gebirges waren problemlos zu bewältigen. Die Landschaft war interessant, wunderschön und das Leben am Strassenrand war noch sehr ursprünglich. Wer eine Schmalspurbesichtigung von Marokko möchte, der kann auf unserer Route (inkl. etwas mehr Stadtbesichtigungen) eine wunderbare und angstfreie Reise erleben. Die Leute waren sehr zuvorkommend, nett, englisch sprechend und nicht aufdringlich. Der Diesel war billig und die grossen Einkaufscenter entsprechen modernstem Standard mit marokkanischem Flair. Das Navi sollte auf einfache Strecke und nicht auf schnellste/kürzeste Strecke eingestellt werden.

Fahrt durchs Rif Gebirge

Am Atlantik

In Asilah besuchten wir die Medina, was „die Altstadt innerhalb der Stadtmauern“ bedeutet. Asilah hat das Prädikat Künstlerstadt und man sieht wirklich viele schöne Bilder auf den Mauern gemalt. Aber mich haben mehr die alten Elemente interessiert.

Der nächste Tag gelang wieder ganz nach Wunsch. Wir besuchten Lixus, eine alte Römerstadt und fuhren weiter Richtung Rabat. Da wir die Grossstädte nicht gerne befahren haben wir kurz davor halt gemacht und sind dafür auf dem Camping Mehdia im Pool einige Längen geschwommen. Dieser Platz stand auf meiner Liste, der CPs, die für einen Winter in Frage gekommen wären. Aber inzwischen ist uns klar, dass Marokko besichtigen ok ist, aber nicht länger bleiben mit einem Wohnwagen. Sicher ist Marokko interessant, aber länger als 1-2 Tage würde es uns nicht an einem Ort halten.

Ab nach Marokko

Nach dem netten CP bei Luz fuhren wir über einen einfachen Stellplatz nach einem CP in der Nähe von Gibraltar. Der Anblick vom Felsen ist immer ein spezielles Erlebnis! Der CP La Casita bietet zwar den einmaligen Service, dass man den Wohnwagen dort deponieren kann, aber ansonsten ist er sehr einfach und für spanische Dauercamper da. Der Eingang ist recht steil.

Wir haben also unser Rosinchen ausgepackt, was heisst, dass alles in den Wohnwagen gepackt wurde, was wir nicht zum VW-campen brauchten. Übers Internet hatten wir die einfache Überfahrt schon gebucht und am CP ausdrucken lassen. 2 Stunden vor Abfahrt waren wir brav am Hafen.

Die Fähre hatte jedoch Verspätung, so dass es schon eindunkelte, als wir mit dem Zoll fertig waren – was übrigens recht einfach ging. Der Hafen ist neu und es gab (?) keine Geldautomaten oder Internet-Händler. Wir hatten beide Internet-Volumen für Marokko gekauft, aber beides funktionierte nicht. So fuhren wir also durch die Nacht. Auf einer modernen Autobahn im quasi Blindflug. An einer modernen Autobahnraststätte konnte ich dann Geld ziehen und Fritz schaffte es dem Tomtom eine Route zu entlocken. So war uns schon wohler und wir fuhren beruhigter weiter. Bis einige Leute auf der Autobahn winkten und wir auf der Strasse einen Toten liegen sahen. Schwarze Haut, schwarze Kleider. Schlimm – uns wurde bewusst, dass da jederzeit Leute über die Autobahn huschten.

In Tanger angekommen trafen wir auf sonntägliche Feierabendstimmung – jeder latschte über die Strasse und vors Auto. Die Kreisel wurden dreispurig gefahren, aber der Schnellere war der Geschwindere. Fritz entpuppte sich als furchtloser Draufgänger und ich lernte das Beten! Nach einer gefühlten Ewigkeit fuhren wir in die extrem steile Strasse zum Campingplatz von Tanger ein. Also da zieht niemand ungestraft einen Wohnwagen hinauf!
Der CP war dann modern, sauber und wir assen auf den Schreck gemütlich am Pool ein Tajine.

Am nächsten Tag dann wollten wir einen Internet-SIM kaufen, aber das Navi lotste uns durch einen Markt, worauf wir nur noch panisch aus der Stadt flüchten wollten. Zuerst fuhren wir zum Cap Spartel, dem sogenannt nordwestlichsten Punkt von Afrika. Dann zur Herkuleshöhle. Dann sah ich ein Schild: Airport. Und dort endlich kamen wir zu einer Internet-SIM und die Welt ging wieder in Ordnung!!! *tiefseufz

Weiter ging es nach Lixus, einer alten Römerstadt und dann nach Asilah, mit einer wirklich schön renovierten Altstadt, genannt Medina. Auch der CP dort war besser als sein Ruf.