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Die Hängematte


(Geschichten der Nacht)

Eva freute sich schon auf die Hängematte. Immer wenn sie in der Schweiz am See war stellen Peter und Eva die Hängematte auf und Eva genoss die ersten faulen Tage der Frühlingsmüdigkeit darin.
Sie schaukelte sachte hin und her. Die Wolken zogen wie grosse Schlachtschiffe am blauen Himmel dahin und unten lag Eva in der beigen Hängematte und schaukelte mit. Eine Wolke hatte eine besonders interessante Form. Eva schaute gebannt hin und wunderte sich, war es ein Segelschiff oder eher ein Flugzeug? Die Fransen der Hängematte hingen zu beiden Seiten herunter… sie bewegten sich leicht im Wind. Eva fielen die Augen zu und sie schlief ein. Als sie wieder wach wurde weil es auf einmal sehr kühl und klamm war, fühlte sie ein Ziehen an den Zotteln der Fransen, wie von kleinen Fäustchen. Verwundert schaute sie um sich. Die Hängematte lag in tiefem Nebel, die Luft wurde immer feuchter und an den Zotteln der Fransen hingen kleine glühende Bälle, wie kleine Laternchen. Sie bekam Angst, dass die Hängematte in Flammen aufgehen würde und versuchte die Bällchen zu verscheuchen. Als sie genauer hinsah, sah sie leuchtende kleine Augen in den Bällen die sie fröhlich angrinsten. Inzwischen hing die Hängematte auch nicht mehr am Ständer, sondern wurde von den kleinen Leuchtbällchen getragen. Sie schwebte im Nebel und in einem diffusen Lichtschein, den die Bällchen verströmten. Unsicher schaute sie über den Rand der Hängematte hinunter und wirklich, da war nicht mehr die flache grüne Wiese, da war nur weiterer Nebel. Sie musste erkennen, dass sie nicht wirklich im Nebel schwebte, sondern hoch oben im Himmel direkt in einer fetten Wolke.
Plötzlich hörte sie Stimmen. Keifende, ärgerliche Stimmen. Die Wetterhexe tauchte vor ihr auf, auf einem Reisigbesen reitend und mit einem dicken wolkigen Mann streitend. Die Figur des Mannes waberte im leichten Wind. Er versuchte begütigend auf die Hexe einzuwirken. Die jedoch wollte ihre Leuchtbällchen wiederhaben und begann an der Hängematte zu ziehen. Immer mehr der Bällchen liessen los und die Hängematte wurde zum Hängesitz. Eva klammerte sich verzweifelt an das Tuch und fühlte, wie die Matte immer tiefer sank, aus der Wolke auftauchte und jetzt hoch oben am Himmel im Leeren hing. Als nur noch 4 Bällchen den letzten Teil der Hängematte hielten, spürte sie weiche Arme sie umfassen und sie fest an sich zu ziehen. Je stärker die Arme zogen und hielten, desto feuchter wurde es. Und sie spürte, wie sie zu tropfen begann. Die Füsse tropften… und weg waren sie, die Beine tropften, der Unterkörper… der ganze Körper tropfte weg. Einzig ein kleines rotes Steinchen in Herzform hing noch in den Wolkenarmen am Himmel.
Unten auf der Wiese stand Peter fassungslos vor dem leeren Hängemattengestell und räumte schnell die Schirme weg, denn diese eine schiffgleiche Wolke am Himmel regnete genau auf seine Sonnenschirme. Und gerade als die Sonne wiederkam, machte es Plong und direkt neben Peter fiel ein kleiner roter herzförmiger Stein in die Wiese. Er war noch ganz warm als Peter ihn aufhob und in seine Hosentasche steckte. Seither trägt er den Stein mit sich herum.

Fliegen

(Geschichten der Nacht)

Eva sass am Fenster. Lange schaute sie in die dunkle Nacht hinaus. Es war immer noch drückend heiss in der fremden Stadt. Das Hotelzimmer war klein und schmutzig. Vor dem Fenster war eine Art breites Band aus Stein. Wäre es 1 Meter über dem Boden gewesen, hätte Eva sich ohne Zögern dort hingesetzt und es als eine Art Balkon benutzt. Aber das Zimmer war im 6. Stock und somit hoch über der Strasse. Während sie so sinnend hinausschaute, nahm sie plötzlich zu ihrer Rechten eine Bewegung wahr. Jemand kam gegangen auf dem kleinen Sims. Ohne Zögern und Wanken. Der Mann war gross und breit gebaut. Seine Kleidung war eng, aber über den Schultern trug er einen, weiten, langen, altmodischen Mantel. Sein Haar war dunkel und kurzstoppelig.

Er grüsste Eva nicht, sondern setzte sich einfach neben ihrem Fenster unten auf das Sims und schaute auch in die weite Nacht hinaus. Auf der Strasse fuhren die Autos immer noch in dichten Kolonnen und die Lichter der Strassenlaternen leuchteten in allen Strassen.

„Mein Name ist Peter“ sagte der Mann und schwieg wieder.

„Ich heisse Eva“ sagte sie.

„Willst du mit mir fliegen?“ fragte er.

„Gerne“

Sie war nicht überrascht. Er stand auf und sie gab ihm ihre Hand. Sie stieg auf das Sims vor ihn hin und Peter ergriff ihre beiden Hände so, dass sie mit dem Rücken zu ihm stand. Plötzlich schwebte sie in der Luft und er legte jetzt einen Arm um ihre Taille. Leicht nach vorne geneigt schwebten die beiden über die geschäftige Stadt – von niemandem bemerkt. Eva begann plötzlich zu erzählen. Ihre ganzen Gedanken sprach sie aus. Als sie schwieg, erzählte ihr Peter seine ganze Lebensgeschichte. Er sei der einzige, der noch fliegen könne. Seine Familie und alle anderen seinen tot. Als der Morgen graute, landeten sie, weitab von der grossen Stadt, auf einem kleinen Schloss, das schon mehr eine Ruine war. Peter zeigte Eva gerade sein tiefstes Verlies, als ein seltsamer Geruch sie daran hinderte sofort wieder nach oben zu steigen. Nach 3 Tagen aber, trieb sie der Durst und Hunger wieder nach oben. Die gesamte Menschheit war in einem Giftgaskrieg umgekommen.

Eva gebar Peter 15 Kinder. Seither können alle Menschen fliegen und haben wenig Gebrauch für Technik. So bevölkerte sich die Erde langsam wieder. Jedoch sind die neuen Menschen friedliebende, genügsame Menschen, gurren in freudigen Momenten, glänzen wie Kolibris in ihren schönen Kleidern und erzählen gerne von Eva und Peter, ihren Vorfahren. Von Eva, der letzten Frau, die nicht fliegen konnte.

Der neue Wohnwagen – das neue Wohngefühl!

Mein VW-Bus heisst Rosinante. Wie der neue Wohnwagen heissen wird ist noch nicht festgelegt. Aber er ist jetzt da! Wir sind sehr zufrieden damit! Es ist ein Dethleffs Nomad 490 BLF. Seit diesem Frühling (2022) wohnen wir nun definitiv im Wohnwagen.

Der alte Wohnwagen war ganz klassisch eingerichtet. Aber für Reisen und längeres Wohnen ist der Nomad jedoch viel besser konzipiert. Da sind einmal die nötigen Anschlüsse an Wasserleitungen, Aussengas, dann bessere Fahreigenschaften wie besserer Mover. Dann eine grosse Küche und Bad. Aber das Beste ist das grosse Fenster über der Küche! In Spanien (wo wir unsere Winter verbringen wollen) sind die Parzellen eng. Da sieht man im Fenster nur gerade die Hecke oder den nächsten Wagen. Aber mit dem grossen Fenster sitzt man wie in einer Dachterasse! Eigentlich ist der Nomad genau gleich gross wie sein Vorgänger. Aber durch die quadratische Vorderhälfte hat man ein völlig anderes Raumgefühl.

Leider hat es den ganzen Tag lang geregnet. Ich fuhr nach Zürich um die Tagesnummer zu holen und Fritz putzte den alten Wohnwagen und machte ihn bereit für die Fahrt zum Händler. Dort wird er geprüft und dann dem neuen Käufer ausgeliefert. Wir wünschen den beiden Käufern eine schöne Zeit mit unserem Schätzchen!
Danach wurde uns der Nomad genau erklärt und wir kuppelten ihn an. Das Fahren war angenehm, aber das Einparken in Tennwil bei durchnässter Wiese war nass, nass, nass! Inzwischen sind wir am Einrichten, Haken ankleben, verkabeln, geniessen, staunen, freuen! Ich sitze gerade am Tisch und schreibe auf dem Laptop und habe 7 Fenster im Blickfeld. *staun (begann zu schreiben 3 – dann 4,5,6 und entdeckte zuletzt noch die 7). Das Ambiente ist sehr hell, freundlich, pflegeleicht. Fehler? Ja. Die Lichtschalter für WC- und Lavabo-Raum sind verkehrt angeordnet, es gibt etwas wenig Stauraum für Direktzugriff, Fernseher vorne oder hinten? Türchen schliessen nur mit Knopfdruck, nicht bloss beim anlehnen. Das Seitenfenster im Bad ist meiner Meinung nach überflüssig, Fritz jedoch begrüsst es.

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Blumen in der Grimselregion am 7.7.

Hiermit schiebe ich noch einige Blumenbildchen vom ca. 7.7.2019 nach. Sorry, aber die Namen musste ich selber nachschauen. Sollte jemand sich damit auskennen, dann bitte: Ich nehme gerne Namen an und hätte noch 1000 Blumenbilder mehr vom Ausflug letztes Jahr, dann 2-3 Wochen später. Und da haben die Blumen leicht anders ausgesehen.
Fotografiert wurden diese Blumen hier am Oberaarsee und in Rosenlaui.

Regenwetter und drechseln

In den Sommerferien wollten wir zuhause bleiben und dem allgemeinen Rummel und der Hitze entgehen. Nun ist aber Regenwetter und wir stehen in der Werkstatt und drechseln.
Bitte: Hat jemand hübsches Holz für uns, wir nehmens gerne.

Zusammenfassung und Info zu Reisen im Balkan – Sommer 2017

Hier beschreibe ich was wir erlebt haben und erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern erlaube mir auch einmal (politisch) unkorrekt zu sein.

Dokumente:
Alle Länder als Schweizer: Identitätskarte
Serbien, Bosnien, Albanien, Montenegro und Mazedonien: Grüne Versicherungskarte und Autopapiere zusätzlich.

Geld:
Slovenien ist in der EU und hat Euro und ist etwa gleich teuer wie Deutschland.
Kroatien ist in der EU und hat Kuna (anscheinend soll man erst an der Grenze wechseln und keine Kuna aus dem Land nehmen). Es ist vermutlich alles leicht billiger als in Deutschland.
Montenegro ist nicht in der EU, hat aber trotzdem Euros.
Albanien ist nicht in der EU, hat eigenes Geld, allerdings kann man in Euros bezahlen, besonders in Touristenorten wie Museen und dazu gehörigen Restaurants (kleine Noten und Münzen dabeihaben, es gibt selten Wechselgeld). Das Land ist recht klein und so ist es unnötig Geld zu wechseln. Wir haben nirgends Bankomaten oder Wechselstuben gesehen. Alles dünkte uns recht billig.
Serbien hat eigenes Geld, 100 Euros waren viel zu viel Geld – alles ist recht günstig und wir hatten Mühe soviel Geld auszugeben, besonders, da man im Land wenige Campingplätze findet und überall „problemlos“ sein Womo hinstellen kann. Ein Mittagessen kostet ca. 3 Euros.
Bosnien: genau das Gleiche.

Parken und freies Uebernachten:
Ab ca. 15.6. beginnt jeweils die Touristensaison. Vorher kann man fast überall gratis parken, danach wird es entweder verboten oder kostet Geld. Freies Uebernachten geht recht gut, wir hatten keine Probleme. Wenn es keine Campingplätze gibt, ist es auch bei Bauern kein Problem einen Nachtplatz zu bekommen. Wir haben nur einen VW-Bus und so ist es in der Nacht oft sehr heiss im Auto.
Entweder auf einer Bergkuppe oder nahe am Meer schlafen, da geht immer ein Wind. Kurz vor dem Einschlafen noch mit aufgedrehter Klimaanlage fahren, bis das Auto kühl ist, und dann gleich nach hinten verschwinden und Türen schliessen. Wir haben aber öfters mit offenen Türen geschlafen. Wer Angst hat, der lasse die hintere rechte Tür auf, dann kann man bei einem VW-Bus nämlich die restlichen Türen abschliessen.

Tiere:
Wir haben keine wirklich wilden Tiere gesehen. In Albanien gibt es wilde Hunde, die anscheinend nerven können. Einige Hasen sagen wir am frühen Morgen.
Schildkröten sollte man über die Strasse helfen.
Bitte keine streunenden Tiere heim nehmen, wer unbedingt eine junge Katze braucht, der frage den örtlichen Tierarzt. Spenden zum Kastrieren werden gerne entgegengenommen. Wilde Tiere können Krankheiten in die Schweiz mitbringen, die man nicht wirklich brauchen kann.
Mücken: Ja, in Wassernähe.

Essen:
Die Speisekarte ist recht einfach, quer durch alle Länder – Abgesehen von Seafood: Fastfood, Pizza und besonders Schniposaco! Schnitzel, Pommes, Salat und Cola  – fertig!  Wer lokales Essen mag, der kriegt Cevabcici oder Fleischeintopf. Als Nachspeise gibts Palatschinken (Pfannkuchen mit Eis oder Saucen) – fertig!
Wers schafft Reis zu bestellen, der bekommt sehr leckeres Reis, meist angereichert mit Gemüse. Dass das Land einmal (teilweise) zu Italien, bzw. Venedig, gehört hat, merkt man daran, dass es manchmal auch Nudeln auf die Speisekarte schaffen.
Ich muss zu den Pommes sagen, dass sie allesamt übel schmeckten, ausser an einem Ort, da waren sie Weltklasse.
Speiseeis ist oft offen zu kaufen, im italienischen Stil. Meist sehr lecker und ideal bei heissem Wetter.

Kaffee:
Man bestelle einen grossen Cappuccino, das lässt sich gut aussprechen und ist mehr oder weniger trinkbar, meist doch etwas bitter. Ich liebe türkischen Kaffee, mehr in ländlichen Gegenden zu erhalten (bitte vorgängig sagen ob mit Zucker).

Getränke:
Es gibt Wasser in Flaschen, manchmal auch in Trinkwasserqualität im Glas. Wir bekamen hie und wieder ein Cola zero. Das für uns ideale Getränk war: Limunada (frischgepresster Zitronensaft) mit etwas Wasser. Dazu ein Mineral mit Gas und etwas Süssstoff.

Sprache:
Ausser in Albanien werden slavische Dialekte gesprochen, die sich von Land zu Land nur insofern unterscheiden wie bei uns die Dialekte. Ich empfehle auf jeden Fall als Minimum die Höflichkeitsformen und Zahlen zu lernen, und die Grundnahrungsmittel. Ob Dobry, Dober dan, Dober dag (guten Tag) ist nämlich egal, man versteht euch.
Vorteil: Polen, Tschechien, Slovakei und ev. noch weitere Länder sprechen ähnliche Dialekte. (Bitte haut mich nicht, ich bin kein Sprachexperte).

Verständigung:
In Kroatien sprechen jüngere Leute ausgezeichnetes Englisch, ältere oft eher Deutsch. In Slovenien spricht man eher Englisch. In den anderen Ländern wird es schwieriger, manchmal sprechen die Leute auch noch Italienisch. An Touristenpunkten kann immer jemand Englisch oder Deutsch.

Strassen:
In Slovenien verkaufen sie eine Autobahnvignette, die man als Tourist nicht wirklich braucht, das Land ist klein. In Kroatien gilt Maut auf der Autobahn.
Die Strassen führen im Balkan ganz klar durch Täler und Schluchten, entsprechend kurvig und holprig sind sie. Grössere Womos sollen lieber die grossen Ueberlandstrecken benutzen, so welche existieren. In Serbien und Bosnien sind 50 km meist in 1 Stunde zu fahren.
Entlang der Adria gibt es die Magistrale, eine schöne Aussichtsstrecke entlang der Adria, gerne gefahren von Motorädern.

Reiseliteratur/Reiseführer:
Für Womo-Fahrer gibt es ein Buch über Slovenien (sehr gut und viele schöne Strecken), ein Buch über Kroatien und Montenegro (nur der Küste entlang) und eins über Albanien (von einem Liebhaber geschrieben). Aber über Bosnien und Serbien gab es keine Womo-Führer von diesem Verlag. Ich habe leider im Vorab die Uebersicht verloren und versäumt für Bosnien und Serbien Reiseführer zu kaufen. Im Land selber oder unterwegs habe ich kaum Brauchbares gefunden. Deshalb sind mir auch einige Nettikeiten, wie z.B. die Uvac-Schlucht in Serbien entgangen.

Reisen:
Slovenien ist recht interessant, es gibt Hunderte von Höhlen. Die Häuser sind oft sehr hübsch, besonders die Stadel.
Kroatien existiert (für Touristen) eigentlich nur an der Küste. Die Häuser sind einfach und meist neu. Man sieht viele angefangene Neubauten. Die Küste ist steinig, felsig. Jedoch werde neu überall Kiesstrände künstlich angelegt, was das Baden sehr angenehm macht. Wunderhübsch sind die Städtchen auf den Landzungen/Inseln.
Montenegro: Endlich Sandstrand!! Die Häuser sind modern, gross, langweilig. Das Hinterland ist waldig, mit schönen Schluchten.
Albanien: Wunderbare Gastfreundschaft erlebt. Die Häuser sind oft recht modern, wir meinen, wir fahren durch die Schweiz. Klar gibt es immer noch Eselskarren und ausgesprochen üble Strassen, aber die Landschaft ist von der unsrigen nicht wirklich zu unterscheiden, besonders in den Bergregionen.
Serbien: Das Gleiche. Wir erkennen keinen Unterschied zur Schweiz, der es sinnvoll machen würde hierher zu reisen (wobei wir allerdings nur den Westen gesehen haben).
Bosnien: Das Gleiche. Hier haben wir kaum Sehenswürdigkeiten gesehen. Sorry. Allerdings gibt es viele Klöster und Kirchen.
Mazedonien: Hier waren wir von einigen Jahren von Griechenland aus. Einige nette Wasserfälle, ursprüngliches Land (überall Pferdewagen und wilde Deponien), schöne römische Ausgrabungen, interessanter Berg Kokino.

Fazit: Bez. Landschaft ist nur Kroatien mit dem Meer anders als die Schweiz. Der Rest des Balkans, den wir gesehen haben, war ähnlich wie eine ländliche Region in der Schweiz.

Klar – schöne Schluchten, Höhlen, Burgen, Schlösser und Kirchen sind immer sehenswert, aber fahre ich dafür über 1000 km?

Wasser:
Trinkwasser ist fast überall, wo es Hügel gibt, ausgezeichnet. Flüster: Am Wasserhahn des Friedhofs ausserhalb der Dörfer kann man seine Wasserflasche bequem auffüllen.
Badewasser: In Serbien und Bosnien lieber nicht in Seen baden, auch lieber nicht in Flüssen. Wir haben immer wieder wilde brennende Deponien gesehen, die da rein münden.
Das Meer ist sehr durchsichtig, ausser im Norden von Albanien (hier münden die dreckigen Flüsse) extrem sauber. Allerdings Badelatschen kaufen, das Meer ist sehr belebt. Seeigel und sowas wie Seegurken und aller Arten Schnecken gibts ausserhalb der belebtesten Badestrände sofort.
In Montenegro geht es im Hinterland steil bergauf. Deshalb findet man immer wieder Wasserhähne am Strassenrand. Aber oft nicht in Trinkwasserqualität.

Souvenirs:
Meiner Meinung nach ist alles vom Touristenstand = übel.
Empfehlen kann ich Honig, Olivenöl und Weine am Strassenrand, Geklöppeltes in Slovenien. Falls ihr etwas seht, was jemand anderes 2 m weiter auch anbietet, dann lasst die Finger davon. Obst ist vom Grossmarkt und selten vom eigenen Baum (das nur, wenn dieser Bauer wirklich nur Kirschen verkauft und nicht noch 10 andere Sachen).
Oma macht keine Souvenirs im tausendstelligen Bereich.

Sauberkeit:
Man bemüht sich. Ausser den wilden Deponien in Albanien, Mazedonien, Bosnien und Serbien fanden wir die Länder recht sauber. Wenn wir in stille Orte zum Uebernachten fuhren, dann fanden wir überall jedoch entsorgte Sofas und Geräte.
Wir haben immer eine Abfallzange dabei und säubern zum Dank von Gratis-Uebernachtungen immer nach Möglichkeit den Ort.

Sicherheit:
Man hat uns gesagt, der Balkan wäre sehr sicher, ausser dass noch Minen verstreut wären.
Wir haben keine Probleme mit Dieben oder Bettlern gehabt, ausser ganz am Schluss auf einer Autobahnraststätte der Autoput, da wurden wir angebettelt.
Minenwarnungen haben wir in Bosnien gesehen, als wir etwas abseits schlafen wollten. Unsere Devise war: Wo in den letzten 10 Jahren mal jemand gegangen ist, da gehen auch wir, wo nicht, da treten wir nicht hin.

Internet:
Ich habe eine Sim-Karte von Italien, Frankreich, Deutschland und nun auch noch von Kroatien (Bei der Post, die Telekom). So konnte ich meistens ins Internet. Diese Karte kann man in ein Handy stecken und das als Wlan für den Laptop nutzen. Wer das nicht möchte, der kann sich ein Pocketgerät kaufen, das sendet, aber man kann nicht damit telefonieren. Z.B. wenn man nur eine Sim-Karte in das Handy einstecken kann.
In Campingplätzen fragt man am besten, wo der ideale Standort für Internet ist (und ob sie überhaupt welches haben).
Viele Cafés und Restaurants haben Internet (WiFi), auch wenn sie es nicht draussen angeschrieben haben. Dort kann man auch mal eine Kamerabatterie oder sonstwas mit einem Stecker aufladen. Ansonsten lieber Geräte kaufen, die man mit einer Power-Bank aufladen kann oder im Auto am Zigarettenanzünder.
Allerdings ist Wlan mit UPC-Handy und auch anderen Betreibern bald europaweit kein Problem mehr.. das ändert sich jetzt von Woche zu Woche.

Testfahrt mit unerwarteten Höhepunkten

Wir wollten unsere neue Schlafbank testen und fuhren übers Wochenende ins Wallis. Es regnete und am Furkapass hatte es vergangene Nacht schon geschneit. Aber als wir durch die ersten Dörfer fuhren wurde es immer schöner und bald fuhren wir durch das schönste Herbstwetter.

Zuerst besuchten wir meinen Vater in seinem Ferienhaus. Es ist eines der ältesten Häuser im Wallis. Dann fuhren wir weiter ins Val d’Hérens. Dort bewunderten wir im Abendlicht die Erdpyramiden von Euseigne. Im Tälchen darunter wollten wir schlafen, bei der Quelle von Combioula. Es gibt 2 Quellen: Eine warme Schwefelquelle und eine in einer Grotte. In dieser Grotte haben wir dann gebadet – es war herrlich! Dann noch im Aussenpool, gleich neben dem kalten Bach. Inzwischen war es schon sehr dunkel. Aber wir hatten Spass, leider sind die Fotos etwas mager geworden, wegem dem Dampf vom warmen Wasser. Ich denke, inzwischen kenne ich so viele dieser Quellen, auch dank Internet, dass ich den Glauben an die Menschheit wiedergewonnen habe. Wo man so etwas in gutem Zustand behalten kann ist die Welt noch in Ordnung.

Danach gingen wir ins Auto, wo wir es sehr gemütlich hatten mit dem neuen „Sofa“. Ich bin zufrieden. Es ist nicht so bequem wie zuhause, aber für so ein Auto optimal. Leider wurde die Nacht dann sehr kalt, weil die Standheizung nur jeweils für 1 Minute funktionierte und wir bei 10° aufgewacht sind. Ich werde morgen noch einige kleine Aenderungen machen müssen und das mit der Standheizung abklären müssen, aber sonst kann man so sehr gut dunkle Abende im Auto verbringen. Zum Schlafen war es, wie erwartet, recht hart. Aber das kriege ich in den Griff mit einem Seitenschläferkissen und ev. zusätzlich einer Aufblasmatratze.

Am nächsten Morgen fuhren wir hoch zur Grande Dixance, der höchsten Staumauer der Schweiz. Es war imponierend! Ich habe Hunderte Fotos mitgebracht, aber leider.. kann ich euch nie alles zeigen, denn… wir sahen noch die Kühe!

Die Wanderung um den Lac de Mont d’Orge mussten wir wegen überfüllten Parkplätzen aufgeben und so fuhren wir Richtung Lötschberg, als wir unterwegs einen interessanten Platz sahen. Hier kämpfen im Herbst jeweils die Ladies des Tales: die Eringermädels wollen wissen, wer die „Reine“ (Königin) der Alp werden wird. Als das geklärt war, fuhren wir heim. Ueber den Lötschberg haben wir die Rosinante verladen, sie ist nicht so gut zu Fuss, als dass sie über die Gemmi hätte wandern können *smile, und einen anderen Uebergang gibt es nicht vom Wallis direkt nach Norden.

Ein erlebnisreiches und sehr schönes Wochenende! Aber die Grotte war der Höhepunkt.

Das neue Interieur

Hier darf ich nun das neue Interieur vorstellen. B. wird sicher wieder jammern und hätte auch gerne diese Einrichtung gehabt, als wir diesen Sommer gereist sind. Aber es ist wirklich wohnlicher. Und die Abende werden mit aufgeklapptem Sofa sicher gemütlicher werden. Foto folgt.

3 Baby-Matratzen – von IKEA, die Vyssa Skönt in den Massen 60×120 cm. Ich habe sie durchgeschnitten. Sie haben zwar einen Reissverschluss, den kann man aber umgehen. Zum Nähen habe ich den Bezug abgenommen und fast alles auf der Maschine nähen können.

Der Bettrost ist von Froli Star, individuell für Camper und Schiffe und Spezialbetten.

 

Das neue Schlafsofa mit Aufbewahrungsbox

Habe die Tage meinen VW T5 anders ausgebaut. Ich wollte im Endeffekt ein Schlafsofa zum Ausziehen und Stauboxen. Mein Mann hat ein Rückenproblem und möchte gerade sitzen, also nicht auf tiefem Sofa. Freundinnen werde ich keine mehr mitnehmen, da ich lieber alleine reise, deshalb habe ich das Etagenbett wieder zusammengefaltet und eben jetzt durch einen Selbstbau ersetzt. So kann man an den frühen Abenden trotzdem bequem im Auto sitzen und muss nicht gleich liegen (wie im Etagenbett).

Grundidee: 3 Boxen von je 60×80 cm, ca. 40 cm hoch. Die Boxen sind faltbar, durch Klavierband. Jede Box hat einen eingelegten Boden, der hält stabil. Jede Box hat einen Deckel. Ich habe somit 3 grosse Boxen und eine kleine zur Aufbewahrung von z.B. IKEA-Taschen oder Einkaufstüten mit Inhalt.

Der Deckel ist 60×80 plus 60×40 cm gross. Darauf habe ich von Froli das Bettsystem befestigt (mittels Kabelbinder).

Die Boxen sind untereinander verschraubt, die Schrauben lassen sich leicht entfernen. Das Ganze ist per Spannriemen am Auto befestigt. So kann ich jederzeit alles wieder in faltbare Einzelteile zerlegen.

Die Matzratze ist aus 3 Babymatratzen von IKEA gefertigt, die ich an einer Stelle aufgeschnitten habe (und da mit einem Stück Stoff eine neue Seite eingenäht habe). So kann ich auf jeden Deckel eine Matratze legen (60x120cm). Bilder folgen.

„Freies“ Uebernachten

Freies Uebernachten mit dem Womo ist ein Spezialthema. Hier meine Erfahrungen in einem grossen Teil von Europa:

  1. Campingplatz: Hier darf man wie gewohnt alles, ist aber eher für längere Verweildauer gedacht. In Spitzenzeiten oft überfüllt.
  2. Womo-Stellplatz: Gibt es immer öfters, hier einige Fotos dazu aus der Nähe vom Titisee im Schwarzwald. In Italien heissen sie Area servizio camper, in Frankreich sah ich meist nur das Womo-Schild. Es gibt hier oft eine Uebernachtungsgebühr, die hält sich aber zwischen 5 und 10 Euros. Es gibt meist eine Versorgungsstelle, aber selten WC oder Duschen. Manchmal gibt es Elektrisch.
  3. Oeffentliche Parkplätze: Hier darf man (gegen Gebühr) übernachten, aber nicht campen (Klappstühle). Ein Womo-Schild weist oft in eine Ecke eines grösseren Parkplatzes, ohne Trennlinien. Je mehr Touristen erwünscht sind, desto komfortabler sind diese Plätze.
  4. Wander- und Hündelerparkplätze (Hunde spazieren führen), in der Schweiz auch bei Schiessständen: Hier wird es toleriert, wenn man eine Nacht bleibt. Meines Erachtens sollte hier kein Klappstuhl gestellt werden und normal eingeparkt werden, also nicht quer alles verstellen. Hubdach wird meines Wissens hier etwas seltsam angesehen, aber toleriert.
  5. In der Nähe von öffentlichen Gebäuden, wie Wasserpumpe an Bach oder Elektrokasten in der Natur: Ich suche diese Plätze gezielt und habe hier auch nie Aerger bekommen, so ich für den Inspektor genügend freien Platz lasse.
  6. Auf Parkplätzen vor Sehenswürdigkeiten wird es manchmal gezielt verboten, wenn Uebernachtung nicht gerne gesehen wird, oft in vielen Worten: Das Uebernachten im Fahrzeug oder Camper ist nicht gestattet. Hier ist meist ein Campingplatz in der Nähe (der vermutlich die Schilder aufstellt). Ist kein Verbotsschild vorhanden darf man übernachten (wird es toleriert), aber bitte den eigenen und fremden Dreck am Morgen danach entfernen, man möchte ja den Nachkommenden das Leben nicht erschweren. Falls man fragt warum man nicht mehr übernachten darf, wird immer angegeben, wegen Dreck und Gestank. Also bitte auch nicht hinter die Bäume pinkeln.
  7. Auf Zufahrten soll man nie!!! parken. Es kommt immer jemand vorbei und möchte durch, auch wenn man nur 5 Minuten Schönheitsschlaf einlegt oder das Navi programmiert.
  8. Es gibt keine Strasse oder Sackgasse wo nicht mindestens ein Auto in der Nacht durchfährt!
  9. In der Industrie hat es meist die ganze Nacht viele Lichter/Scheinwerfer. Und die Polizei kontrolliert mehrmals. Zu Beginn habe ich das noch gemacht, aber jetzt finde ich bessere Plätze.

Ich habe hie und wieder kurz vor dem Einschlafen mein Auto verstellt. Also auf einem normalen Dorfparkplatz geparkt, gelesen (mit Licht), dann mich bettfertig gemacht und weitergefahren. Am neuen Platz dann nur noch ins Bett huschen und niemand weiss, dass da jemand schläft.