Die Hängematte


Eva freute sich schon auf die Hängematte. Immer wenn sie in der Schweiz am See war stellen Peter und Eva die Hängematte auf und Eva genoss die ersten faulen Tage der Frühlingsmüdigkeit darin.
Sie schaukelte sachte hin und her. Die Wolken zogen wie grosse Schlachtschiffe am blauen Himmel dahin und unten lag Eva in der beigen Hängematte und schaukelte mit. Eine Wolke hatte eine besonders interessante Form. Eva schaute gebannt hin und wunderte sich, war es ein Segelschiff oder eher ein Flugzeug? Die Fransen der Hängematte hingen zu beiden Seiten herunter… sie bewegten sich leicht im Wind. Eva fielen die Augen zu und sie schlief ein. Als sie wieder wach wurde weil es auf einmal sehr kühl und klamm war, fühlte sie ein Ziehen an den Zotteln der Fransen, wie von kleinen Fäustchen. Verwundert schaute sie um sich. Die Hängematte lag in tiefem Nebel, die Luft wurde immer feuchter und an den Zotteln der Fransen hingen kleine glühende Bälle, wie kleine Laternchen. Sie bekam Angst, dass die Hängematte in Flammen aufgehen würde und versuchte die Bällchen zu verscheuchen. Als sie genauer hinsah, sah sie leuchtende kleine Augen in den Bällen die sie fröhlich angrinsten. Inzwischen hing die Hängematte auch nicht mehr am Ständer, sondern wurde von den kleinen Leuchtbällchen getragen. Sie schwebte im Nebel und in einem diffusen Lichtschein, den die Bällchen verströmten. Unsicher schaute sie über den Rand der Hängematte hinunter und wirklich, da war nicht mehr die flache grüne Wiese, da war nur weiterer Nebel. Sie musste erkennen, dass sie nicht wirklich im Nebel schwebte, sondern hoch oben im Himmel direkt in einer fetten Wolke.
Plötzlich hörte sie Stimmen. Keifende, ärgerliche Stimmen. Die Wetterhexe tauchte vor ihr auf, auf einem Reisigbesen reitend und mit einem dicken wolkigen Mann streitend. Die Figur des Mannes waberte im leichten Wind. Er versuchte begütigend auf die Hexe einzuwirken. Die jedoch wollte ihre Leuchtbällchen wiederhaben und begann an der Hängematte zu ziehen. Immer mehr der Bällchen liessen los und die Hängematte wurde zum Hängesitz. Eva klammerte sich verzweifelt an das Tuch und fühlte, wie die Matte immer tiefer sank, aus der Wolke auftauchte und jetzt hoch oben am Himmel im Leeren hing. Als nur noch 4 Bällchen den letzten Teil der Hängematte hielten, spürte sie weiche Arme sie umfassen und sie fest an sich zu ziehen. Je stärker die Arme zogen und hielten, desto feuchter wurde es. Und sie spürte, wie sie zu tropfen begann. Die Füsse tropften… und weg waren sie, die Beine tropften, der Unterkörper… der ganze Körper tropfte weg. Einzig ein kleines rotes Steinchen in Herzform hing noch in den Wolkenarmen am Himmel.
Unten auf der Wiese stand Peter fassungslos vor dem leeren Hängemattengestell und räumte schnell die Schirme weg, denn diese eine schiffgleiche Wolke am Himmel regnete genau auf seine Sonnenschirme. Und gerade als die Sonne wiederkam, machte es Plong und direkt neben Peter fiel ein kleiner roter herzförmiger Stein in die Wiese. Er war noch ganz warm als Peter ihn aufhob und in seine Hosentasche steckte. Seither trägt er den Stein mit sich herum.

Hügelsilhouette

Auf einem runden Hügel steht ein kleines Haus. Daneben ein grosser Apfelbaum. Grösser als das kleine Haus. Die Schafe, die darum herum weiden, sieht man vor weitem nicht. Nur die Silhouette von dem Hügel, Baum und Haus.
In dem Haus wohnen seit gestern Eva und Peter. Keiner wollte das Haus haben. Da ist Eva darauf aufmerksam geworden und hat nachgefragt. Ja, das Problem wären die sanitären Einrichtungen. So oben auf dem Hügel. Kein Wasser fliesst da hinauf. Und das Abwasser ist nicht bis ins Dorf angeschlossen, es ist nur eine Sickergrube vorhanden. Peter wird jeden Tag beim Brunnen unten Wasser hochpumpen müssen. Das Haus ist schon recht windschief, aber die Aussicht göttlich. Die entschädigt für alle Mühen.
Eva und Peter gehen durch den einzigen grossen Raum und schauen aus jedem der vier Fenster. Ob Sonnenaufgang oder -untergang, alles können sie sehen. Der kleine Hund darf ungeniert kläffen, keinen stört das hier. Eva hat nur kleine Vorhänge aufgehängt, die am Tag ganz weit zurückgezogen werden können, aber ein Raum ohne Vorhänge hätte doch kalt gewirkt.
Um das Haus steht nur das kurze Gras, das die Schafe immer abweiden. Die gehören dem Bauern dort in östlicher Richtung. Das Haus gehört ihm auch, und so müssen Eva und Peter ihm auch die Miete bezahlen. Dafür dürfen sie so viele Äpfel essen, wie sie wollen.
Und so essen sie tagelang Äpfel, dann Apfelmus, dann gedörrte Äpfel… langsam wird Peter ganz seltsam, wenn er Äpfel sieht.
Und dann essen die beiden plötzlich Schaffleisch. Gigot, Rücken, Lenden, Filet…. jeden Tag… bis es Eva zu bunt wird.
Der Bauer beschwert sich auch, dass einige Schafe nicht mehr nach Hause gekommen wären, und fängt an, den Hund mit scheelen Blicken zu mustern….
Am nächsten Tag sucht sich Eva die grössten Töpfe hervor, und Peter schneidet grosse Brocken Fleisch.
Die Bäuerin sucht am Abend nach ihrem Mann…..

Fliegen

Eva sass am Fenster. Lange schaute sie in die dunkle Nacht hinaus. Es war immer noch drückend heiss in der fremden Stadt. Das Hotelzimmer war klein und schmutzig. Vor dem Fenster war eine Art breites Band aus Stein. Wäre es 1 Meter über dem Boden gewesen, hätte Eva sich ohne Zögern dort hingesetzt und es als eine Art Balkon benutzt. Aber das Zimmer war im 6. Stock und somit hoch über der Strasse. Während sie so sinnend hinausschaute, nahm sie plötzlich zu ihrer Rechten eine Bewegung wahr. Jemand kam gegangen auf dem kleinen Sims. Ohne Zögern und Wanken. Der Mann war gross und breit gebaut. Seine Kleidung war eng, aber über den Schultern trug er einen, weiten, langen, altmodischen Mantel. Sein Haar war dunkel und kurzstoppelig.

Er grüsste Eva nicht, sondern setzte sich einfach neben ihrem Fenster unten auf das Sims und schaute auch in die weite Nacht hinaus. Auf der Strasse fuhren die Autos immer noch in dichten Kolonnen und die Lichter der Strassenlaternen leuchteten in allen Strassen.

„Mein Name ist Peter“ sagte der Mann und schwieg wieder.

„Ich heisse Eva“ sagte sie.

„Willst du mit mir fliegen?“ fragte er.

„Gerne“

Sie war nicht überrascht. Er stand auf und sie gab ihm ihre Hand. Sie stieg auf das Sims vor ihn hin und Peter ergriff ihre beiden Hände so, dass sie mit dem Rücken zu ihm stand. Plötzlich schwebte sie in der Luft und er legte jetzt einen Arm um ihre Taille. Leicht nach vorne geneigt schwebten die beiden über die geschäftige Stadt – von niemandem bemerkt. Eva begann plötzlich zu erzählen. Ihre ganzen Gedanken sprach sie aus. Als sie schwieg, erzählte ihr Peter seine ganze Lebensgeschichte. Er sei der einzige, der noch fliegen könne. Seine Familie und alle anderen seinen tot. Als der Morgen graute, landeten sie, weitab von der grossen Stadt, auf einem kleinen Schloss, das schon mehr eine Ruine war. Peter zeigte Eva gerade sein tiefstes Verlies, als ein seltsamer Geruch sie daran hinderte sofort wieder nach oben zu steigen. Nach 3 Tagen aber, trieb sie der Durst und Hunger wieder nach oben. Die gesamte Menschheit war in einem Giftgaskrieg umgekommen.

Eva gebar Peter 15 Kinder. Seither können alle Menschen fliegen und haben wenig Gebrauch für Technik. So bevölkerte sich die Erde langsam wieder. Jedoch sind die neuen Menschen friedliebende, genügsame Menschen, gurren in freudigen Momenten, glänzen wie Kolibris in ihren schönen Kleidern und erzählen gerne von Eva und Peter, ihren Vorfahren. Von Eva, der letzten Frau, die nicht fliegen konnte.

Das Schiff

Neu: Geschichten der Nacht

Vor vielen Jahren, in einem anderen Leben, habe ich einige Geschichten geschrieben…. die möchte ich euch nun nicht vorenthalten.

Das alte Schiff lag im Hafen. Wunderbar renoviert. Die Meyers hatten ihr Leben drangegeben, es wieder so wunderschön hinzukriegen, wie es in jungen Jahren einmal gewesen war. Der Lack glänzte, das Mahagoni leuchtete dunkel, die Segel glitzerten weiss in der frühen Morgensonne.
Eva und Peter stiegen ehrfürchtig an Bord, des Lobes voll. „Ganz wunderbar habt ihr das gemacht!“
Die Meyers lächelten säuerlich. Seit 30 Jahren widmeten sie alle ihre Ferien diesem Schiff. Nie waren sie in den Bergen gewesen, nie auf Städteflug. Aber das Schiff glänzte und funkelte – düster, geheimnisvoll, man könnte fast sagen lüstern.
Eva bewunderte die Innenräume, während Peter sich die nautischen Instrumente ansah.
Die Meyers setzten Segel, und langsam nahm das Schiff Fahrt auf. Sie verliessen den sicheren Hafen, dann die ruhige Küste und waren bald auf dem offenen Meer. Die Wellen gingen hoch, denn es wehte ein steifer Wind. Eva und Peter bekamen glasige Augen und näherten sich schnellstens der Reling. Dass sie nach zwei Minuten schon die Fische fütterten, muss nicht speziell erwähnt werden. Die Meyers lächelten hämisch und gaben den guten Rat, doch den Horizont anzusehen, das beruhige. Doch Eva und Peter kotzten weiter. Das Schiff wurde verschmutzt, doch der Dreck von der Gischt gleich wieder weggewaschen. Das dunkle Mahagoni lächelte düster.
Weiter und weiter fuhr das Schiff ins offene Meer hinaus. Die Meyers hassten das Schiff, und das Schiff hasste die Meyers. Heute besonders. Denn die Meyers hatten es zugelassen, ja sogar herausgefordert, dass Eva und Peter das Schiff vollkotzten. Das würde das Schiff den Meyers nie verzeihen. Der Wind wurde immer stärker, der Lack glänzte immer dunkler und die Meyers begann ein unheimliches Gefühl zu peinigen.
Frau Meyer stand am Bug, die Nase im Wind, und sog begehrlich die frische Luft in die Nase. Als sie nach langer Zeit immer noch dort stand, wurde Eva unruhig, und sie schickte Peter nach vorne, um nachzuschauen. Frau Meyer stand unbeweglich, wie eine Galionsfigur. Galionsfigur? Hm…. Peter hüstelte… stiess sie mit dem Finger an. Sie war hart, hölzern, lackiert. Der Schmuck glänzte golden, und ein seltsames Lächeln lag auf den Lippen der Figur. Erleichterung oder Resignation?
Peter schrie auf und Eva kam herbeigelaufen. Entsetzt starrte sie auf Frau Meyer. Peter stieg nach unten, um Herrn Meyer zu suchen, der das Steuer fixiert hatte und im Motorenraum noch etwas flicken wollte. Peter sah gerade noch, wie der Motor, gross und schwarz, eine Klappe aufmachte und Herr Meyer hineinstieg. Die Klappe schloss sich mit einem unangenehmen Geknirsch. Dann erdröhnte der Motor und lief mit einem satten Geräusch an. Peter floh.
Auf Deck stand Eva an den Mast geklammert und weinte. Peter umarmte sie. Die Sonne schien heiss und brennend. Eigentlich immer heisser. Das war ihnen noch gar nicht aufgefallen, denn eine Eiseskälte hatte sich um ihre Herzen gelegt. Am Horizont tauchte eine Insel auf. Man sah bald die Bäume über der Insel stehen. Die Bäume waren rund, wie Eichen- oder sonstige Laubbäume. Farbig waren sie, aber seltsame Farben. Hellbau, zartgelb und orange schimmerten sie. Das Schiff glitt schnell näher und lief sanft im Küstensand auf. Eva und Peter liessen den Mast los und kletterten erleichtert vom Schiff hinunter und wateten durch das Wasser auf die wunderbaren Bäume zu. Keinen Blick wandten sie zurück zu dem Schiff. Unter den Bäumen angekommen, atmeten sie erleichtert auf, und gingen Hand in Hand durch die in allen Edelsteinfarben glitzernden Bäume. In der Mitte der Insel trafen sie auf etwas Unerwartetes. Ein Schild. Ein Schild zu einer Untergrundbahn!
Dahinter war eine Treppe nach unten zu sehen. Schnell stiegen sie die Stufen hinunter. Mit jedem Schritt fühlten sie sich wohler. Nach 100 Stufen betraten sie den Tunnel mit dem Bahnsteig. Schon hörten sie das Rumpeln des herannahenden Zuges. Er war voller Leute. Sie stiegen ein und fanden in der Ecke noch zwei freie Sitzplätze. Dort setzten sie sich hin und fuhren mit bis zur Endstation. Dort stiegen sie aus.
Sie waren direkt am Hafen. Vorsichtig warfen sie einen Blick zum Ankerplatz des Schiffes.
War er leer???

Winter 25/26 in Spanien, Bravoplaya

Wir haben wieder den Winter in Spanien gefeiert. Und mit feiern meine ich, ja, es war toll. Weniger saufen als gemeinsam etwas unternehmen. Wir turnen ja zusammen, stricken, machen Ausflüge, gehen einkaufen. Schaut am besten gleich mit…..

Zwischenzeit 2025

Auf dem Rückweg in die Schweiz haben wir als Erstes die Camargue besucht. Dann die „sur le pont“ von Avignion.

In der Schweiz haben wir dann viel Aerger gehabt als ich das Haus versucht habe zu verkaufen. Die Maklerin war leider zwar nett, aber hatte keine Ahnung, ich leider auch nicht. Schlussendlich hat es dann doch noch geklappt, eine Woche vor der Rückfahrt nach Spanien. Aber mit der Suche nach einer Wohnung hatten wir sofort Glück. So ist halt das Leben… mal gehts gut, mal bescheiden. Zwischendurch haben wir noch einen Ausflug nach Deutschland gemacht und unsere Nachbarn besucht. Davon gibts aber keine Fotos, von wegen der Privatsphäre. Der Besuch der Caravanmesse in Düsseldorf war interessant, aber uferte nicht in grosse Käufe aus 😉

Dann endlich… durften wir wieder nach Spanien fahren. Diesmal haben wir Leucate als Spezialpunkt ausgesucht. Dort konnten wir einige Radtouren machen. Dann noch den Camping Aquarius in Nordspanien. Im Sommer ein toller Platz, auch da fuhren wir viel mit dem Rad. Am Schluss hat Fritz noch seine Cousine getroffen, auch die campen gerne in Spanien.

Jetzt sind wir wieder im Bravoplaya. Alles ist bestens, sogar bis heute das Wetter. Und weil es heute regnet, habe ich mich mal wieder an die Sicherung meiner Fotos gemacht und euch einen Blogbeitrag geschrieben.

2025 Frühling in Bravoplaya

Auch der Winter und der Frühling waren sehr nass im Bravoplaya. Aber es hat doch für ein paar Ausflüge gereicht. Wieder war Aufruhr im Fischerdorf, die müssen immer noch gegen das Abreissen kämpfen, dann Ausflug nach Valencia, wo man immer noch die Schäden sieht, die die Regenfluten angerichtet haben. Dann wieder viele Essen und lecker kochen. Wobei zum Kochen werde ich dann noch einen eigenen Beitrag schreiben mit einigen Rezepten.

Wir hatten wieder viel Spass, trotz Regen und Kälte. deshalb werden wir diesen Sommer auch gegenseitige Besuche planen. Bald jedoch beginnt jetzt die Rückreise, da haben wir 2 Besuche geplant, auch da wird ein Beitrag kommen.

2024 Herbst in Bravoplaya

Eigentlich gibt es nicht wirklich viel Neues zu erzählen. Aber es ist doch schön, wenn man wieder die alten neuen Freunde trifft und Spass hat.

Die ersten Tage in Spanien waren von den verheerenden Herbststürmen gezeichnet. Wir kamen einige Wochen früher an als bisher. Und waren deshalb die Stürme nicht gewohnt, aber dieses Jahr waren sie auch ausgesprochen heftig. Ihr erinnert euch sicher an die Berichte aus Valencia. Der Bravoplaya war an der Nordgrenze des Sturmgebiets. Da hier jedoch Stürme schon bekannt sind, hat man Massnahmen getroffen und es bestand für unser Gebiet keine Gefahr. Einzig die Fliegen und Moskitos haben gestört. Auch das soziale Leben musste noch etwas warten. Daussen gemütlich sitzen war zu Beginn selten möglich.

Inzwischen sind doch einige von uns etwas übergewichtig und deshalb ist das Thema diesen Winter das Weight Watchers Programm. Das ist diesen Winter sehr angenehm durchzuführen, wegen der vielen Nullpunkt Nahrungsmittel. Also Kohlenhydrate und Fett müssen gemieden werden, der Rest ist frei. Toll. Allerdings sind da noch die leckeren Festtage zu Weihnachten *tiefseufz. Deshalb sind einige der Highlights in den Fotos unsere Sonntage, wo die Wochenpoints verschlemmert werden. Aber ich kann stolz vermelden, dass grundsätzlich abgenommen wurde *freu.

Am Ebrodelta – Ausflug nach Fontcalda über den Via Verde

https://es.wikiloc.com/rutas-bicicleta-con-remolque/la-puebla-de-hijar-tortosa-via-verde-zafan-23666643

https://www.komoot.com/de-de/highlight/1044274

https://g.co/kgs/KrJuzjT

Wir fuhren nach der Gorge du Tarn zügig zur spanischen Grenze, dann weiter zum Ebrodelta. Hier war der nächste Ausflug geplant. Wir wollten zur Fontcalda, eine 24 Grad warme Quelle in den Bergen. Die kann man wunderbar über den Via Verde erreichen mit dem Fahrrad. Und teuflischerweise auch über eine extrem schwierige Bergstrasse. Wir wählten natürlich den Via Verde und einen wunderschönen sonnigen Tag. Am nächsten Tag machten wir noch eine Tour durch das Delta, zuerst entlang dem Meer, dann durch die Reisfelder. Am Abend wollten wir den Sonnenuntergang geniessen und ein regionales Restaurant. Das machte aber erst eine Stunde später auf 20 Uhr) und so fuhren wir zu einem Burger;-)

Gorge du Tarn und Viaduc de Millau

Jeweils auf dem Weg von oder nach Spanien besuchen wir eine bestimmte Region. Diesmal ist es als 1. die Schlucht der Tarn.

Vor 40 Jahren befuhr ich mit Studenten in einem Raft die Tarn. Das war supertoll, das Wasser war glasklar und das Abenteuer gross. Aber damals war keine Zeit mir die Schlucht genauer anzusehen. Vor knapp 10 Jahren besuchte ich dann nochmals die Schlucht mit dem ersten gemieteten Womo. Das musste ich selber steuern und ich fuhr von oben nach unten. Aber ich kann euch nun versichern, dass es viel imposanter ist von unten nach oben zu fahren. Und wenn man nicht selber steuern muss, dann hat man Zeit zu schauen und zu fotografieren. Und das lohnt sich definitiv.

Zuerst fuhren wir jedoch das Viadukt von Millau an, die Jahrtausendbrücke. Ja, sie ist hoch, imposant, schön und wir haben sie von allen Seiten gebührend genossen 😉

Lasst die Bilder auf euch wirken. Die Durchfahrt kostet aktuell 10.90 Euros für ein Auto/VW-Bus.

Heute dann, bei nicht mehr so schönem Wetter, wagten wir uns in die Schlucht. Die Nebelschwaden in den Herbstwäldern waren aber auch sehenswert. Leider haben wir vom Wasser nicht wirklich viel gesehen. Deshalb würde ich euch auf jeden Fall eine Kajaktour empfehlen. Das ist wirklich magisch.