Wieder nordwärts – Madegassen und die Strasse

Heute fuhren wir sehr früh los, denn wir müssen eine lange Strecke fahren. Es geht wieder nordwärts und landeinwärts. Als Erstes sehen wir riesig beladene Fahrräder im Morgenlicht. Dann kommen wir an dem Dorf der Möbelschreiner vorbei. Was fehlt ist das Kreischen von Maschinen. Dann sehen wir Rauch. Dort wird jedoch Rum gebrannt. Etwas archaisch. Andu kann uns nicht zu einer Kostprobe überreden. Man hat nicht unbedingt das Gefühl, dass viel angebaut wird, aber immer ist irgendwo irgendwer am was transportieren. Grundsätzlich alles sehr ordentlich, die Leute wissen was sie machen. Auch die Dörfer sind erstaunlich sauber und gepflegt. Andu erzählt, dass im Westen viele Nomaden wohnen. Ist was geerntet, dann ziehen sie wieder weiter. So sehen wir immer mal neue Reisfelder und mal aufgegebene. Der Besitz ist dann die Zebuherde. Die damit auch gleich wieder frisches Futter bekommt.

Im botanischen Garten vom Hotel de la Table

Heute sind wir nur ein kurzes Stück gefahren in den botanischen Garten eines Schweizers bei Toliara.

Ein schönes Hotel und der Garten gehört dazu. Dazu werden dann auch private Touren angeboten. Liebe Leute. Ich habe mit Google die Fotos analysiert, habe auch die Schildchen gelesen und mit ChatGPT konferiert. Ich zeige euch jetzt aber die Bilder ohne Latein, ganz unbotanisch beeindruckt

Ifaty, Besichtigung im Park

13-09-2026. Das Programm mit der Walbeoachtung ist ausgefallen weil die schon durch, also weg sind. Deshalb jetzt ausführliche Besichtigung im Baobab-Wald mit Wildtieren und Fahrt im Zebukarren. Also bekommt ihr heute einen richtigen Reisebericht.

Die letzte Sandpiste

Heute fuhren wir nochmals über Feldwege, Sandpisten und Waschbretter. Aber am Wegrand gab es immer wieder unglaubliche Baobabs zu sehen. Dann kamen wir ins Gebiet der Sanddünen und des strahlend hellgrünen Meers.

Angekommen sind wir nun in Ifaty und geniessen 2 Pools. Allerdings ist das weniger das was wir suchen, wir hätten lieber morgen eine Walbeobachtung gemacht. Aber die Walprozession ist leider schon vorbei.

Nochmals eine Steigerung

Heute fahren wir nur ein kleines Stück. Wir fahren entlang dem Meer, ohne es allerdings zu sehen. So durch Flutschwemmland. Da gibt es Queller-ähnliches Kraut, das man essen könnte, schön salzig. Und wir kommen am grössten Baobabbaum vorbei und am Baobabwald. Dann noch etwas über Sandpisten und bald sehen wir viele Wegweiser zu Luxusresorts. Wir sind für 2 Nächte im Laguna Blu einquartiert. Es soll das schönste unserer Route sein. Bis jetzt sind wir sehr zufrieden.

Teer, Fähre, Kanäle und weitere Verwendung der Baobabs

Unser kaputter Reifen ist doch wieder geflickt worden, also nicht ersetzt. Und so verliessen wir das einzige Hotel von Manja. Es war wirklich seeehr einfach. Das Essen allerdings war gut.

Über eine super reparierte moderne Teerstrasse fuhren wir südwärts. Eine chinesische Firma hat den Zuschlag erhalten und deshalb wird sie oft die chinesische Strasse genannt, obwohl teilweise Afrika und die EU daran gezahlt haben. Am Mangoky mussten wir jedoch auf die Fähre wechseln. Allerdings eine sehr primitive Form, da nach Corona dort zu wenig Verkehr war, als dass die normalen Motorfähren noch hätten überleben können. Egal, wir haben die Übersetzung überlebt und tolle Bilder machen können.

Danach ging es jedoch wieder weiter mit den Dauerwellenstrassen. Aber es gab eine Alternative: wir benutzten die Kanalwege. Der Kanal ist auch extra zur Entwicklung der Region verbessert worden und so fuhren wir gemütlich entlang der Reisfelder. Aber am Meisten liebten wir halt wieder einmal die tollen Baobabs. Hier trugen die jedoch Narben. Man erntet Rindenvierecke, aus deren Fasern dann stabile Seile hergestellt werden.

Kurz vor Erreichen von Morombe durften wir noch viele Flamingos in den Lagunen bewundern.

In Morombe haben wir wieder Übernachtung in einer wunderbar gelegenen Lodge. Man hat uns sogar eine superschöne Suite angeboten. Allerdings bevorzugten wir ein einfaches Zimmer mit Meersicht und weniger nah am Restaurant. Jedenfalls sassen wir da, bewunderten das Meer und die Fischerboote und waren einfach glücklich.

Traditioneller Bootsbau in Belo sur Mer

Wir machen heuten uns einen faulen Tag. Da habe ich mit der KI ein Rätsel gemacht. Ich solle herausfinden, was es mit den krummen Hölzern im Bootsbau auf sich hat.

Also ich hin und viele Fotos gemacht. Mein Verdacht, dass es sich um die Spanten handelt ist bestätigt. Aber sie werden äusserst raffiniert benutzt. schön gegenseitig und jeweils noch gegeneinander. Ausserdem werden sie aus Mangrovenholz gemacht, was Salzwasser abkann und sehr zäh ist.

Ruhiger Tag. Ruhiger Tag???

Ja, dachten wir. Einfach mal gemütlich von Belo sur mer nach Manja fahren. Kann ja nicht so schwer sein. Schöne gerade Strasse durch den Wald. Beeindruckende Baobabs am Wegrand. Da sagt Andu, dass er umdrehen möchte, er glaubt auf der falschen Strasse zu sein. Habe auf maps.me kontrolliert und ja, er hat recht. Also umgedreht und weiter südwärts gefahren. Dann hält er wieder an und meint, das Rad sei platt. Also Radwechsel. Profimässig. Aber das neue Rad passt nicht. Anscheinend hat man im Depot das falsche Rad eingeladen. Diese Autos kommen ja aus einem Depot und die Fahrer bekommen je nach Gästen ein Passendes ausgehändigt. Also versucht Andu den Reifen zu flicken. Aber auch kein Flickzeug im Wagen. Toll. L. und ich wandern auf dem Strässchen einsam umher. Einsam? nicht wirklich, sondern begleitet von 1000 kleinen Mücken. Auf der ganzen Tour haben wir kein weiteres Auto gesichtet. Ich grabe in meinem Koffer und ziehe das Mückennetz, das ich damals für Schweden gekauft habe, an. Aber noch stundenlang hier warten? Muss nicht sein. Andu hat eine elektrische Pumpe und so montiert er das alte Rad wieder an und pumpt es einfach alle paar Kilometer. So nähern wir uns langsam Manja. Vielleicht 3 Kilometer vor der Stadt ist dann aber der Reifen definitiv durch. Und so rollen wir im Fussgängertempo mit dröhnenem Reifen in die Stadt ein.

Bootstour mit Schnorcheln

Andu hat für uns eine private Bootstour organisiert. Wir fuhren weit hinaus auf eine Sandbank. In einem traditionellen Auslegerboot. Während wir schnorcheln bereitet der Koch uns ein Essen vor. Das Wetter ist etwas düster, man befürchtet einen Sturm.

Wir haben sogar wieder einen offiziellen Guide dabei. Aber viel ist nicht zu sehen. Das Riff ist braun, zu 80% abgestorben. Aber einige nette Stellen konnte ich doch für euch fotografieren.

Das Essen war sehr lecker, aber schnell sollten wir weiter, wegen dem Wetter. Da sind vor uns doch noch eine Reihe Delfine aufgetaucht. Die haben uns Kunststücke vorgemacht, aber leider waren wir derart perplex, dass wir sie nur schlecht fotografieren konnten.

Danach gings ins nächste Hotel, dem Entremer. Wieder so eine tolle Ferienanlage. Wäre die Anreise weniger übel könnte das hier was Berühmtes werden.

Ans Meer

Wir fahren weiter in den Süden, nach Belo sur mer. Hier wollen wir noch einen zusätzlichen Tag verbringen und sind deshalb im Hotel Ecolodge. Sehr nett hier. Wir stellen uns einfach vor, dass wir 2 Ferientage geniessen können, 😁