Ans Meer

Wir fahren weiter in den Süden, nach Belo sur mer. Hier wollen wir noch einen zusätzlichen Tag verbringen und sind deshalb im Hotel Ecolodge. Sehr nett hier. Wir stellen uns einfach vor, dass wir 2 Ferientage geniessen können, 😁

Die Baobabs im Sonnenuntergang

Wir fahren ja wieder zurück nach Morondava. Die gleiche wellige Strasse wie vor einigen Tagen. Diesmal jedoch möchten wir die Baobabs/Affenbrotbäume gepflegt im Sonnenuntergang fotografieren. Natürlich extra für euch. Unterwegs halten wir in einem guten Hotel an und warten die Zeit ab. Dann geht’s weiter und anscheinend hatten noch andere die Idee.

Aber ehrlich… es ist einfach toll, ich hab sicher 200 Fotos geschossen. Dann noch die Silberreiher und Wasserhyazinthen und all die lieben Touristen, lach

Morgen geht’s dann noch weiter in den Süden, nach Belo sur mer.

Die tollen Strassen von Madagaskar

Was stellt ihr euch unter der Nationalstrasse 8 vor???? Irgendwas im Stil von Autobahn? In einem Land, welches so gross ist dass man Europa zur Hälfte damit zudecken könnte? Es ist ein Land, welches ganz einfach nur etwa 10 Strassen durch das Land hat und fast jede davon würde bei uns als jämmerlichster Feldweg durchgehen. Auf jeden Fall, Andu meistert alle Pfade gelassen und ohne Probleme.

Die KI meint dazu:

Du sprichst da einen extrem wichtigen Punkt gelassen aus – der Name „Nationalstraße“ täuscht völlig darüber hinweg, wie die Realität vor Ort aussieht. Wenn man an eine „Route Nationale 8“ (RN8) in einem riesigen Land wie Madagaskar denkt, haben Europäer oft das Bild einer gut ausgebauten Fernstraße oder sogar einer Autobahn im Kopf.
Die Realität der RN8 (die berühmte Strecke von Morondava nach Belo sur Tsiribihina, an der die Baobab-Allee liegt) sieht völlig anders aus:
Der Straßenzustand: Es ist im Grunde eine reine, unbefestigte Piste aus roter Erde, Sand und tiefen Schlaglöchern.
Die Infrastruktur: Brücken fehlen oft völlig. Man muss Flüsse wie den Tsiribihina auf abenteuerlichen, motorisierten Holzflößen überqueren.
Die Reisezeit: Für eine Strecke von gerade einmal 100 Kilometern braucht man in der Trockenzeit oft 4 bis 5 Stunden im hochbeinigen Allradfahrzeug (4×4). In der Regenzeit wird sie unpassierbar.
Deine Beschreibung mit dem „jämmerlichsten Feldweg“ trifft es für europäische Verhältnisse also ziemlich genau. Madagaskar hat eine Fläche, die fast so groß ist wie Frankreich und die Benelux-Staaten zusammen, aber der Großteil des Transportnetzwerks besteht aus solchen Naturpisten. Die wenigen asphaltierten Nationalstraßen (wie die RN7) sind zudem oft von tiefen Schlaglöchern (Potholes) übersät
.

Im Gegensatz dazu gibt es unterwegs vom Staat erstellte Restaurants mit Toiletten und grosszügiger Umrandung. Leider leer, unbewohnt, nicht bewirtschaftet. Unsere Raststätten waren vermutlich das Vorbild.

Guät Nacht am Sächsi. Um 6 Uhr wechselt man innert Minuten auf Nacht.

Die grosse Tsingy de Bemahara

Diese Tsingy liegt im mittleren Westen von Madagaskar. Ja, heute noch früher aufstehen. Denn zum Mittag hin wird es in den Felsen brütend heiss. Für die 17 km bis zu den Tsingy braucht man über eine Stunde. Die Strasse ist nochmals ein paar Nummern übler.

Ich habe ja 2 künstliche Knie und diesen Sommer eher wenig Bewegung gehabt. Aber es ging erstaunlich gut. Viel Klettern, auch mal durch enge Öffnungen kriechen. Denn die Tsingy betritt und verlässt man über 2 Höhlen/Grotten. Das Ganze ist ja ein Kalksteingebiet, mit noch sichtbaren Fossilien und sehr erodiert, was heisst stark ausgewaschen. Und es gibt 2 Routen, die lange und die normale. Wir haben die normale Route genommen.. Und ja, ich habs geschafft!!! Bin ich stolz. Und danach nicht mal Muskelkater.

Am Manambolo und Wanderung durch die kleine Tsingy

Heute morgen noch früher aufstehen. Es geht mit der Piroge den Fluss Manambolo hinauf und zusätzlich werden wir 2 Grotten besichtigen. Die Fahrt ist sehr idyllisch und es gefällt uns sehr gut. Wir sitzen in 2 engen Pirogen und haben eine Führerin, den Ando und einen Steuermann dabei. Die Felsen am Flussufer sind beeindruckend. An 2 Stellen hat das Wasser dann Grotten ausgehöhlt und sogar Stalaktiten gebildet. Auch sehen wir eine Nische, wie in Sulawesi, wo die Gebeine der Ahnen aufgebahrt liegen. Anstelle der Puppen dort, stellt man heutzutage Fotos der Ahnen hin.

Anschliessend machen wir mit Christine einen Bummel durch ihr Dorf. Wir sind erstaunt, wie viele Leute dort leben. Wir dürfen sogar den Hof ihrer Familie besuchen. So bekommen wir einen kleinen Einblick in das hiesige Leben. So schlecht ist das Leben nicht. Das Problem liegt einfach darin, dass man wenig Wahl hat was man aus seinem Leben machen möchte.

Am Nachmittag gehen wir dann in die kleinen Tsingy. Mein Wunsch war ja, das im Sonnenuntergang zu fotografieren. Nun… sogar die kleinen Tsingy haben mir alles abverlangt. Meine künstlichen Knie lassen mich zwar klettern, aber aus der Hocke hochkommen ohne Griff über mir ist kaum möglich.

Aber es hat sich doch gelohnt. Wir erreichten die oberste Terrasse genau zur richtigen Zeit.

Und morgen… geht es dann nochmals früher los, in die grossen Tsingy. Ich sag euch, als Tourist hat man es schwer… tiefseufz

Lemuren am Tag, Buschbrände, Fähren und wilde Fahrt

Heute Morgen gingen wir nochmals mit dem Führer in den gleichen Wald, wo wir gestern Nachmittag waren. Gestern kein Tier, heute war der Wald voller Lemuren. Die haben sicher ein Abo, seufz.

Auch einige hübsche Vögel konnten wir beobachten. Anlschiessend fuhren wir los Richtung Norden. Unterwegs sahen wir immer wieder Buschfeuer, die sich ziemlich unkontrolliert ausbreiten. Bewohner versuchten ihre Häuser zu schützen. Dieser Winter, ja, wir sind ja südlich vom Aequator, war auch hier sehr trocken.

Dann nette Unterbrechung, die Flussfahrt über den Tsiribihina. Die Fähre ist typisch. Man nimmt was man hat und es funktioniert. Im gleichen Fluss wäscht man auch oder fängt Fische. So kurz vor dem Ende eines solchen Flusses ist der nicht mehr so proper.

Dann gings weiter.. die Nationalstrasse 8 wurde zum holperigen Feldweg, man klettert über ehemalige Schlammlöcher. Wir klammern uns mit allen Vieren fest, werden aber trotzdem herumgeschleudert. Schlussendlich kommen wir an die Fähre über den Manambolo. Morgen wird es dann in die berühmten kleinen Tsingy gehen.

Kirindy, Fossa und Lemuren in der Nacht

Wir fahren neu mit unserem Chauffeur Andu. Heute geht es durch einen berühmten Baobabwald zum Trockenwald Kirindy.

Zuerst fuhren wir durch einige Dörfer. Man baut Reis, Erdnüsse und Bohnen an. Man hält Hühner und Zebus. Die Hütten sind aus Lehm und Palmstroh. Es ist heute sehr heiss, aber für die Leute noch angenehm kühl. Die Strasse wird zur Staubpiste und sehr übel. Wir fahren durch 1m tiefe Wellen. Dann kommt das Gebiet der Baobabs. Sehr beeindruckend. Der älteste Baum soll 1000 Jahre alt sein, aber es gibt auch viele junge. Hier war es einige Monate Winter, also sehr trocken, sogar viel trockener als sonst üblich. Aktuell ernten die Bauern, aber die Früchte sind noch nicht reif, deren Erntezeit ist erst in einem halben Jahr.

Dann kommen wir in der Kirindy Lodge an. Hier zuerst etwas Erholung, dann machen wir selber einen Spaziergang im Wald. Viele schöne Baobab Bäume. Zurück in der Lodge wird uns dann die berühmte Fossa gezeigt. Ein Raubtier, das es nur hier gibt. Sie komme anscheinend gerne mal vorbei. Wasser darf sie trinken, aber gefüttert wird nicht, ausser, sie kommt auf die Idee und frisst den Reis, der zum Trocknen ausgelegt ist.. Dann gehts auf zur Abendwanderung mit Führer. Da haben wir 3 berühmte Lemurenarten der Region kennengelernt. Die Tierchen nagen an der Baumrinde, trinken das Harz! Wenn man die Bäume kennt, kann man sie finden.

Faszinierende Ziegelsteine

Am 26.8.2026 ging unsere Reise los. In der Schweiz bewunderten wir noch die Limmat aus dem Flieger, später bekamen die Flüsse exotischere Namen. Der Flug ging über Genf nach Addis Abeba und dann weiter nach Antananarivo in Madagaskar.

Weiter gings am nächsten Tag nach Morondava. Eine Stadt total im Westen, am Kanal nach Afrika. Wobei Kanal nicht so eng gemeint ist.

Der Fahrer holte uns um 3 Uhr früh ab und um 7 waren wir dann dort. Das Hotel ist einfach, nett und zwischen Fluss und Meer gelegen. Die Leute sind etwas weniger und recht freundlich.

Die Flut kommt, das Wasser ist gestiegen, hat den Mangrovenwald überflutet. Und diese Schiffe fahren nun den Fluss hinauf.

Madagaskar – Der Kochkurs

Mit einer Freundin von unserem Campingplatz bin ich nach Madagaskar geflogen, für 1 Monat.

Gleich am 1. Tag ging ich zum Kochkurs und L. ging die Stadt besichtigen. Mehr über unsere Hinreise werdet ihr morgen lesen können.

Mein Programm lautete so: Der Chefkoch kommt mich abholen, wir gehen auf den Markt, er fährt mich zu seinem Restaurant und wir kochen zusammen. Dann bringt er mich wieder zurück. Er führt in der Nähe vom Flugplatz das besuchenswerte Restaurant: La Fourchette. Neu bietet er auch Zimmer an. Er erinnert mich sehr an Frank Rosin.

Die Hauptstadt ist nicht Madagaskar. Die ist einfach nur schwierig. Viele Leute, viel Schmutz, viel Verkehr. Der Markt ist entsprechend übel, wenn auch sich die Leute viel Mühe geben das Beste draus zu machen.

Wir wollten das madegassische Gemüse kaufen mit Namen Jambu. Speziell interessant sind die Blütenköpfe. Man macht sich hier das Vergnügen die den Touristen zu füttern. Das Gesicht des armen Touristen entgleist dann etwas. Die Nervenenden beginnen zu flattern.

Ok, wir haben eingekauft und uns dann in den Verkehr geworfen. Die Fotos dieser Fahrt werde ich euch morgen zeigen. Das Menu für heute waren Gemüsebeignets, Reis und Pouletschenkel/Hähnchenschenkel an Kokosnusssauce. Dazu ein Dessert aus Reismehl, karamellisierten Erdnüssen und Bananen.

Ja, das Essen habe ich sehr genossen. Viel Handarbeit, sehr authentisch, Material was hier täglich gegessen wird. Und ich wurde sogar gelobt, lach. Habe brav und ohne zu murren gearbeitet. Aber ich gebe zu, mein Reismehl war auch nach längerem Stampfen nicht fein genug. Das konnten die Küchenhilfen viel besser.

Passfahrt bei Hitze

Sommer 2026. Es ist heiss. Und immer noch heiss. Und als es weiter heiss blieb, bin ich endlich losgefahren. Wie immer zum Grimsel. Aber dieses Jahr war dann leider die Strasse zum Oberaarsee gesperrt. So habe ich mich mit der KI beraten und fuhr weiter zum Nufenen. Und weil die Blümchenzeit schon grösstenteils vorbei war, fuhr ich weiter zur Tremola, der alten Kopfsteinpassstrasse über den Gotthardpass, die wieder eröffnet ist. Danach ging es weiter zum Sustenpass. Dort habe ich mich um den Steinsee herumgetrieben und all die umliegenden Gletscher bewundert, soweit sie noch zu sehen sind. 2009 reichte der Steingletscher noch bis zum See runter, inzwischen braucht man ein Fernrohr, seufz.

Damit mir nicht langweilig wurde, gings wieder runter durch Meiringen und über den Glaubenbergpass ins Entlebuch. Dort dem Fritz sein altes Ferienhaus bewundert. Ihm Fotos davon geschickt, denn er blieb tapfer am See und hat mich natürlich vermisst, smile.

Weiter gings über Willisau wieder zurück an den Hallwilersee. Aber… kurz nach Willisau machte ich noch eine kleine Wanderung an einen Moorweiher. Dort lernte ich eine nette Frau mit Hund kennen. Wir haben lange gesprochen…. leider ist ihr eine Tochter gestorben. Und so sassen wir dort an dem Weiher… betrachteten die Blesshühner, die auch jedes Jahr ein Kind verlieren.. und philosophierten…

Man findet, wenn man sucht. Ein schönes Blümchen, einen tollen Sonnenuntergang, neue Wege, neue Freunde… aber, man muss den ersten Schritt machen und losgehen.