Trosa und Stockholm

Am Ende der Welt liegt Trosa. Schweden hebt sich, seitdem die grossen Eismassen der Eiszeit geschmolzen sind, jedes Jahr um ca. 10 mm. Deshalb wurde das Dorf Trosa immer länger, eben bis ans Ende der Welt. Aber auch immer hübscher!

Das Wetter ist wechselhaft. Nach einem Smörrebröd (Butterbrot) kam der kalte Regen und wir fuhren weiter nach Södertälj. Dort war eine einzige Baustelle und auch sonst gefiel es uns dort nicht. Also ging es weiter nach Stockholm. Dort machten wir kurzen Prozess und bezogen einen Parkplatz im absoluten Stadtzentrum! So waren wir gleich vor Ort und haben schnell die meisten Sehenswürdigkeiten besichtigen können. Ein Scooter brachte uns dabei schneller durch die Strassen. Und so konnten wir weiter ziehen zu einem uns gemütlichen Stellplatz an einem kleinen See im Norden von Stockholm, deren es viele gibt.

Jeder Tag ein Highlight

9.7.22

Wir besuchten bei Linköpping den Kinda-Kanal, merkten dann aber schnell, dass bei Berg die 7-fache Schleusentreppe viel interessanter wäre. Also fuhren wir weiter… dort war aber grosser Stau. An der Schleuse angekommen sahen wir schnell, dass ein Schiff etwas Mühe hatte. Fritz sprang herbei und half kräftig mit. Man dankte und fragte, ob wir auch hier seien um den schwedischen König zu sehen. Also gingen wir doch los weiter zum Fest und wirklich!!! Dort sahen wir den König eine Rede halten! Natürlich extra für uns *big smile

Weiter ging es dann nach Norrköping, eine Industriestadt. Wir machten das obligate Foto mit dem Museum der Arbeit und spazierten etwas am Fluss entlang auf Stegen. danach gab es ein Eis. 😉
Weiter ging es nach Nyköping, immer getreu der Drehorte zu Inga Lindström, aber nicht genau an die Orte, sondern nur weil die Gegend sicher zu den schönsten von Schweden gehört. In Nyköping sahen wir alte Felsritzungen bei Släbro aus der Bronzezeit.
Die Nacht werden wir nun in Öxelösund verbringen. Da hat man einen grossen einfachen Parkplatz direkt am Meer für Wohnmobile „aufgewertet“. Wir sind aber etwas enttäuscht weiter gezogen zum nächsten, einfachen Platz – jedoch ausgestattet mit Toilettenhäuschen. Hier erwarten wir wieder einen schönen Sonnenuntergang. Keine Angst… nach Stockholm müssten wir den Sonnenaufgang berücksichtigen und das um 2 Uhr morgends… wohl eher nicht :-)))

Schweden für Touristen

7.7.22

Gestern sind wir bei Roskilde abgefahren und über die grosse Brücke nach Malmö/Schweden eingereist. Bei Regen kamen wir an unserem Uebernachtungsplatz in Tannö an. Kurz danach wird der Himmel wolkenleer und wir konnten den berühmten Sonnenuntergang feiern. Wenn die Sonne untergegangen ist, kann man noch fast 2 Stunden lang das Nachglühen bewundern.

8.7.22

Heute sind wir weiter bis Jonköpping. Auch hier wird es sportlich, da soll bald der Iron Man starten, die Stadt ist schon bereit. Die Stadt ist halb modern, halb alt charmant.
Danach ging es weiter an den Vätternsee. Wir nähern uns dem Land der Inga Lindström-Filme. Nicht, dass ich die Drehorte sehen will – aber die Gegend empfiehlt sich deshalb. Und es stimmt, der Platz heute ist wirklich schön, touristisch und wir haben wieder tolles Licht. Wir sind wieder auf einem Campingplatz, Wäsche waschen, Haare waschen…. ein schöner Spaziergang am See entlang. Dann, während ich diesen Bericht schreibe plötzlich grosse Aufruhr. Ca. 10 Heissluftballone starten direkt hinter dem Platz. Da hat sich doch der recht teure Platz gelohnt!

Roskilde

6. Juli 2022

Den Namen Roskilde kennt ihr nun sicher, denn wir haben inzwischen erfahren, dass am 2.7. die Tour de France hier gestartet ist. Das erklärt uns auch die vielen gelben Fahrräder und Dekorationen. Unser Rastplatz gestern Abend war übrigens ganz in der Nähe der Festlichkeiten. Da haben wir mal wieder ein Riesenglück gehabt, dass wir dem entkommen sind.

Heute haben wir als Erstes den Dom von Roskilde besucht, UNESCO Weltkulturerbe, wo ca. 39 Könige bestattet sind. Dann gings weiter zum Vikinger-Schiffmuseum. Es freut mich enorm, dass Fritz (getauft Friederich, wie viele Könige hier) sich so begeistern kann an dem was ich ihm aussuche.
Ein Bummel durch das hübsche Städtchen hat uns noch fehlende Gegenstände finden lassen.
Jetzt sind wir auf einem sehr schönen Stellplatz, in der Nähe mal wieder ein kleiner See, den wir inzwischen umrundet haben. Fritz lässt den Generator laufen, weil wir heute weniger als 30 Minuten mit dem Auto gefahren sind – somit habe ich genügend Strom um den Laptop zu betreiben.

Dänemark

4.7.

Am Morgen machten all die geparkten Wohnmobile grosses Putzen und Bereitstellen. Auch wir putzten die Windschutzscheibe (damit wir schöne Fotos für euch machen können) und das Geschirr und uns selber (deshalb gerne alls 3-4 Tage auf einen Camping, Wasserspray ist zwar ein guter Duschersatz, aber nicht so toll zum Haare waschen).

Die Strecke über Hamburg war ohne Stau, deshalb die schnellste Route. Wir beschlossen dann gleich noch über die Grenze nach Dänemark zu fahren. Wir wollen im Schnitt 300 km pro Tag fahren, was ca. 2-300 km Strecke bedeutet. Es erwarten uns ca. 10 000 km!

Als Stellplatz hatte ich uns einen schönen kleinen Parkplatz am Meer ausgesucht. Da gefällt es uns nun auch ausgezeichnet – Fritz ist in absoluter Ferienlaune und freut sich wie ein Schneekönig. Das Essen wird jedoch einfach ausfallen, wir leben wieder von unseren Vorräten – dazu gibt es jedoch einen leckeren Schinken von G.

5.7.

Der Sonnenuntergang war spät, der Sonnenaufgang war früh. Das wird aber noch intensiver werden, je weiter wir gegen Norden kommen. Als Erstes haben wir mal etwas Bargeld eingewechselt, dann eingekauft und sind dann über 7 Brücken… nein, nur über 3 gegen Kopenhagen zu gefahren. Wir wollten das Sagenland besuchen in Lejre.

Vom Hallwylersee bis zum Mühlenweiher

Hoi zämä – jetzt sind wir wirklich gestartet! Zuerst haben wir für die Camperfreunde noch den Wohnwagen angeschrieben, damit sie uns auch virtuell begleiten können, so sie wollen. Dann den VW-Bus gereinigt, neu eingerichtet und alles bereitgemacht. Dann das Tiefkühlfach geleert und was Leckeres damit gekocht.

Am Freitag, dem 1. Juli 2022 ging es dann endlich los. Wir wollen Etappen von ca. 300 km zurücklegen, damit wir auch noch etwas unternehmen und sehen können. Jedoch ist es ratsam jeden Tag etwas zu fahren, damit unsere beiden Batterien immer gut geladen sind.

Wo wir gerade sind? Das könnt ihr jeweils unter dem Menüpunkt Vorstellung nachsehen. Oder hier:

Click hier – da sind wir

Damit ihr nicht nur den Tracker-Punkt seht, mache ich am Ende jeden Tages noch einen Screenshot von der Karte.

Karte von Tag 1

Am zweiten Tag haben wir Freunde von mir besucht. Das war in der Nähe von Dormagen. Leider ist unsere Elektronik teilweise veraltet und wir mussten noch einige Läden nach neuen Teilen durchsuchen. Gefunden haben wir schlussendlich in einem Autohof.

Aber wir hatten einen schöne Tag und die Uebernachtung im Wildpark Tannenbusch ist immer ein Erlebnis.

Tag 3

Frühstück

Am Tag 3, einem Sonntag, gab es selbst Geräuchtes von meiner Freundin – die haben in der Familie noch geschlachtet und geräuchert. Dann Weiterfahrt gen Norden zu einem schönen einfachen Campingplatz mit Waldweiher.

Der Countdown läuft

Wir stecken voll in den Vorbereitungen. Die Rosen werden nochmals fotografiert, weil neue Logos gedruckt werden, die letzten Sonnenuntergänge genossen, der Backofen getestet, Kirschenkuchen gebacken, Gefrierfach geleert und mit dem immer wieder eingekauften Käse werden Käsekuchen gebacken. In meinem Haus wird der Garten nochmals geschnitten, die letzten Dinge werden zusammengepackt und in den VW-Bus gepackt.

Dann kommt am Samstag der letzte Arbeitstag von Fritz. Am Morgen früh sitzt er nochmals am Computer und checkt den Arbeitsplan und den Einsatzort. Das Holifest in Hüntwangen wird es werden. In der nächsten Nacht kommt er dann um 2 Uhr nach Hause und stahlt begeistert… die Pensionierung ist nah!

Der VW-Bus, also die Rosinante, wird geleert – und das heisst, dass man fast alles herausnehmen kann – dann wird durchgehend geputzt und wieder neu eingefüllt. Etwaige Schwachstellen werden geflickt oder verbessert. Dann fahren wir zum Autohändler und geben dem Fritz sein Auto ab. Mein VW-Golf ist schon letzte Woche zu meinem Autohändler gebracht worden, wo auch gleich der Service gemacht wurde an der Rosinante. Also haben wir jetzt nur noch den Bus. Der wird uns ja im Winter als Zugfahrzeug für den Wohnwagen dienen.

Diesen Abend also haben wir gebacken, morgen werden noch Abschiedsbesuche gemacht und letzten Feinschliff. Am Donnerstag wird dann Abschied und offizielle Pensionierung gefeiert. Und… dann…. endllich… am Freitag morgen geht es los in Richtung Norden! Mind. 8 Wochen Skandinavien. Bleibt dran… so alle 2 Tage werden dann neue Berichte kommen.

Der neue Wohnwagen – das neue Wohngefühl!

Mein VW-Bus heisst Rosinante. Wie der neue Wohnwagen heissen wird ist noch nicht festgelegt. Aber er ist jetzt da! Wir sind sehr zufrieden damit! Es ist ein Dethleffs Nomad 490 BLF. Seit diesem Frühling (2022) wohnen wir nun definitiv im Wohnwagen.

Der alte Wohnwagen war ganz klassisch eingerichtet. Aber für Reisen und längeres Wohnen ist der Nomad jedoch viel besser konzipiert. Da sind einmal die nötigen Anschlüsse an Wasserleitungen, Aussengas, dann bessere Fahreigenschaften wie besserer Mover. Dann eine grosse Küche und Bad. Aber das Beste ist das grosse Fenster über der Küche! In Spanien (wo wir unsere Winter verbringen wollen) sind die Parzellen eng. Da sieht man im Fenster nur gerade die Hecke oder den nächsten Wagen. Aber mit dem grossen Fenster sitzt man wie in einer Dachterasse! Eigentlich ist der Nomad genau gleich gross wie sein Vorgänger. Aber durch die quadratische Vorderhälfte hat man ein völlig anderes Raumgefühl.

Leider hat es den ganzen Tag lang geregnet. Ich fuhr nach Zürich um die Tagesnummer zu holen und Fritz putzte den alten Wohnwagen und machte ihn bereit für die Fahrt zum Händler. Dort wird er geprüft und dann dem neuen Käufer ausgeliefert. Wir wünschen den beiden Käufern eine schöne Zeit mit unserem Schätzchen!
Danach wurde uns der Nomad genau erklärt und wir kuppelten ihn an. Das Fahren war angenehm, aber das Einparken in Tennwil bei durchnässter Wiese war nass, nass, nass! Inzwischen sind wir am Einrichten, Haken ankleben, verkabeln, geniessen, staunen, freuen! Ich sitze gerade am Tisch und schreibe auf dem Laptop und habe 7 Fenster im Blickfeld. *staun (begann zu schreiben 3 – dann 4,5,6 und entdeckte zuletzt noch die 7). Das Ambiente ist sehr hell, freundlich, pflegeleicht. Fehler? Ja. Die Lichtschalter für WC- und Lavabo-Raum sind verkehrt angeordnet, es gibt etwas wenig Stauraum für Direktzugriff, Fernseher vorne oder hinten? Türchen schliessen nur mit Knopfdruck, nicht bloss beim anlehnen. Das Seitenfenster im Bad ist meiner Meinung nach überflüssig, Fritz jedoch begrüsst es.

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Der Mann mit dem „Haus“ am See.

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Crash im Eheleben, sehr traurig… und was wollte ich jetzt? Einen neuen Mann. Und ein Haus am See…. aber wie bekommt man sowas?

Ich überlegte mir wieder in den Pazifik zurückzukehren und mich dort ein halbes Jahr in eine Hütte am Strand zurückzuziehen und meine Wunden zu lecken, aber das war ja wegen Corona kaum möglich. Also begann ich meine Suche nach einem neuen Mann.

Natürlich übers Internet. Und was suchte ich nun genau? Und was wurde angeboten? Ich habe lange gesucht… gefunden habe ich viele interessante Leute, viele Narzissten, viele Leute, die nicht reisen wollten oder konnten. Dann… ich glaubte schon nicht mehr daran, jemanden, der ein Foto mit Segelbooten im Hintergrund zeigte. Ich dachte mir jedoch nicht viel… das hatten viele andere auch und es waren einfach nur alte Fotos. Dieser Jemand meldete sich jedoch und man begann eine Konversation auf WhatsApp. Nett, angenehm, alles passte. Man traf sich… und man wollte die Hand des anderen nicht mehr loslassen. Und… dieser Jemand hatte einen Wohnwagen an einem See. Und dieser Jemand hatte die gleichen Ziele wie ich… die gleichen Wünsche, die gleichen Interessen!

Darf ich euch nun den neuen Mann an meiner Seite vorstellen?

Das ist Fritz. Er hat einen Wohnwagen am Hallwylersee, ist bald pensioniert und unser gemeinsames Ziel ist es zusammen glücklich unser pensioniertes Leben zu geniessen, zu reisen, zu kochen und uns gesund zu halten. Wir haben den leider etwas verregneten Sommer oft am See verbracht, sind aber auch zweimal nach Spanien und Portugal gefahren, da wir hoffen, ab jetzt die Winter dort verbringen zu können. Unsere nächsten Ziele sind: der neue Wohnwagen (für Spanien) und die Skandinavienreise (nur mit dem VW-Bus, der „Rosinante“). Darf ich euch bitten euch unten einzutragen und unseren „Newsletter“ zu abonnieren, damit wir euch viele interessante Berichte und Fotos zeigen können?

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Das Schwarzwasser und das Greyerzerland

Diesen Herbst (2021) fuhr ich Richtung Westen. Kurz nach Bern sah ich ein Schild: Schwarzwasserbrücke. Meine Mutter hat als Kind in Bern gewohnt und oft und gerne das Schwarzwasser besucht und dort gebadet. Also bin ich kurzerhand ab der Autobahn gefahren und habe dieses Gebiet weiter erkundet.

Am nächsten Tag bin ich weiter gefahren und sah das Schild: Greyerzersee. Nun, den Geyerzerkäse (Gruyere) kennt jeder. Aber von dem See hatte ich noch nie etwas gehört. Also wieder ab der grossen Strasse und an den See gefahren. Auf dem Weg sah ich weitere geheimnisvolle Schilder. Auch denen bin ich nachgekommen und habe eine mir völlig fremde Welt kennengelernt. Die Schweiz hat soooo viel zu bieten! Schauen wir es uns nun an:

Das ist das berühmte Schwarzwasser! Ein Bach mit Sumpfwasser (deshalb schwarz) der sich durch Molassegestein seinen Weg gebahnt hat. Das ist natürlich ein fantastisches Badegebiet für Kinder.

Die Umgebung war sehr ländlich, obwohl ich nicht weit von der grossen Stadt entfernt war, der Landeshauptstadt Bern.

Unterwegs sah ich noch römische Ruinen. Ein gallisch/römisches Tempelchen stand hier. Ich finde leider den Namen nicht mehr. Steht in der Nähe der Strasse bei Riaz.

Uebernachten am Greyerzersee

Nochmal Greyerz, weils so schön ist!
Danach folgte ich einem weiteren Schild – zur Jaunschlucht. Bitte nehmt euch dafür mindestens eine Stunde Zeit.
Auf diesen saftigen Wiesen grasen die Kühe, die die Milch für den Käse liefern.
Schindelholzdach – Präzisions- und Geduldsarbeit
Der Wasserfall von Jaun
Auf dem Jaunpass
Diese Berge heissen Gastlosen

Nach der Wanderung durch die Schlucht fuhr ich weiter auf den Jaunpass hoch und machte dort oben eine weitere wunderbare Wanderung mit toller Aussicht auf die Gastlosen.

Diese Tour war ganz spontan und ich bin einfach den braunen Wegweisern gefolgt, die einem interessante Ziele empfehlen.