Archiv für den Monat: Mai 2018

Danzig, ein Barcelona des Nordens

Gestern abend mit Mühe und Not den Campingplatz gefunden. Die 2 anderen Parkplätze in Danzig (park4night-App sind nicht mehr) und für den Camping war der Strassenname falsch angegeben. Also: Bis ans Ende der Linie 8 fahren in Richtung Stogi.

Danzig selber erreicht man dann problemlos, das Bähnlein bringt einem direkt ins Herz der Stadt. Mir gefiel Danzig ausnehmend gut. Bei schönem Wetter würde ich die Stadt als ein Barcelona des Nordens bezeichnen. Zuerst dachte ich, dass das nichts wird. 90% nach dem Krieg wieder aufgebaut. Aber das stört erstaunlicherweise nicht. Ich denke, was erhalten geblieben ist sind vor allem die Fassaden. Mehr erzähle ich nicht, geht selber gucken….

 

Bei den Slowizen und Kasuben

18.5.2018 Die Slowizen sind ein slavisches Volk, welches in der Region westlich von Danzig wohnte und eben diese Fachwerkhäuser baute, von denen ich gestern berichtete. Heute besuchte ich ein Dorf, welches nach Abholzung der Wälder durch daraus entstehende Dünenwanderung aufgegeben werden musste. In Kluki gibt es noch viele kleine Häuser, wie sie vor Hunderten von Jahren bewohnt wurden. In der Mitte der Eingang, dahinter eine kleine Küche mit Holzherd und rechts und links je 2 kleine Zimmer, vollgestellt mit Betten und Tisch. Allerdings werden heute auch keine wirklich grösseren Häuser hier gebaut.

Was mich zu einer kleinen Beschreibung der Polen führt:
Die sind nett, freundlich, hilfsbereit, solange der Tourist sein Eintrittsbillet in der Hand hält. Tut der das nicht, dann merkt man die militärische Erziehung durchbrechen. Grudsätzlich immer fragen: Englisch, deutsch? Die Aelteren können eher deutsch, die jüngeren lieber englisch.

Aktuell schlafe ich an einem wunderbaren kleinen See, mit Park und darin sind Fitness-Geräte, wie wir sie nur in den Fitness-Centern kennen. Tolle Idee! Ich habe sie benutzt und kann nun beobachten, dass auch andere Leute drangehen.

Weiter habe ich noch einen Nationalpark der Wanderdünen besucht. Die polnische/slowinzische Sahara entstand nach Abholzung des Waldes. Sofort wurden mehrere Dörfer verschüttet und weiterer Wald versank im Sand. Ich bin tapfer die steile hohe Düne hinaufgeklettert, was extrem anstrengend ist und bot spontan ein Königreich für ein Kamel an.
Also was ihr auf den Bildern seht ist keine Skipiste!

Danach noch Besuch der Raketenerprobungsstelle Rumbke, die man clever zwischen den Dünen versteckt hatte. Und wieder begegnet mir die V2.

Morgen beginne ich mit der Besichtigung des Kaschubenlandes, auch eines kleinen Volkes in der Region.

19.5.2018 Wieviel mal schletzt ein Wanderer die Autotüren, bis er bereit für die Wanderung ist? Wie lange braucht ein Fahrradfahrer bis er angezogen ist (mind. 30 Minuten)? Diese Fragen stellte ich mir heute morgen von 7-8 Uhr. Danach war auch ich wach und umgeben von Autos von Wanderern. Diesmal fuhr ich in die kasubische Schweiz. Viele Seen, schöne Kuhwiesen, ganz wie zuhause. Sogar den höchsten Berg von knapp 400m habe ich erstiegen.

Was macht der Timber King von kasubisch Polen, wenn er gute Laune hat? Er sammelt Holzhäuser oder stellt eins auf den Kopf. Oder macht aus einer einzigen langen Tanne einen Tisch (was immerhin für einen Eintrag ins Guinnes Buch der Rekorde reicht). Heute liess ich es mir gut gehen, ass Bigos (immer wieder äusserst lecker), später eine Art süsser Suppe mit Erdbeeren (mir fehlt gerade der witzige Name) in einem Schloss-Restaurant. Den Sonnenuntergang genoss ich am nördlichsten Punkte Polens und fuhr danach noch nach Danzig. Das war eine bescheidene Idee, denn mein avisierter Parking war nicht mehr und so wollte ich auf einen Camping. Der war aber falsch beschrieben und so suchte ich lange danach. (Tipp: Am Ende der Strassenbahn Nr. 8, Stogi plaza).

 

 

Entlang der Ostseeküste – von Darlowo bis Ustka

Immer wieder hatte ich in den letzten Tagen Aerger mit der Seitentüre. Heute morgen also Fahrt zur Autowerkstatt (das Navi weiss sowas). Leider hatte man keine Zeit, aber hat mir für Montag einen Termin in Danzig organisieren können. Deshalb habe ich das Auto etwas umgeräumt, so dass ich die Stühle an die Seitentüre gelagert habe und kann somit bequem von hinten einsteigen.

Danach Besichtigung von Darlowo, einem quirligen, vom Krieg verschonten Städtchen mit Karlsburg. In den Läden kann man alles kaufen was das Herz begehrt, da ist das Internet noch fern. (Ok, habe mir eine Ersatzbluse gegönnt – sie hat mir, obwohl aus Italien, sogar gepasst.)

In der Eriksburg gibt es, wie bei all den bis jetzt besichtigten Museen, alles zu bestaunen, was die Bevölkerung so angesammelt hat. Es erschloss sich mir nicht ganz, weshalb japanische Aktzeichnungen (oder so) hier gezeigt werden. Aber der Rest war (auch) interessant *smile

In der Kirche konnte ich über den Jahrgang der Kirchenfenster rätseln…  und fuhr dann weiter Richtung Ustka. Unterwegs hat man mir „checked houses“ angeboten. Hm.. also das waren dann Fachwerkhäuser, die „kariert“ waren. Jetzt weiss ich wenigstens, woher das Schweizer Wort „gschäggät“ kommt.

Da morgen wieder Duschtag ist, sitze ich schon auf dem Campingplatz und koche mir was…

Entlang der Ostseeküste – Polen West

Dienstag, 15.5.2018, 19 Uhr. Nun bin ich also alleine unterwegs. Unangenehm ist, dass ich mein ursprüngliches Ziel verloren habe. Ich verstehe schon die Aengste von Ueli, wegen Verlust der Kreditkarte und enormer Geschwindigkeitsbussen in Norwegen. Wenn ein Land das Bargeld abschafft, jedenfalls grösstenteils, dann wirds schwierig. Parken geht wirklich nur mit einer Kreditkarte. Und kann man das Parken nicht bezahlen, dann winken sofort wieder saftige Bussen. Und da hatte er Panik, wenn ich alleine den Rest der Strecke fahren müsste. Somit werden wir wirklich besser bedient sein mit Hurtigruten nächstes Jahr.

Aber nun sitz ich da und muss mich neu orientieren. Dazu kommt, dass es regnet und ich alleine bin. Das ist ein trüber Tag.

Allerdings ist der Tag bis jetzt recht gut gelaufen. Zwar immer wieder enorme Staus auf den Strassen, aber ich bin dann irgendwann einmal einfach ans Meer abgebogen und habe mir Quarkkeulchen gegönnt. Mit dem Geld klappte alles gut. Polen hat eine eigene Währung. Kurz vor der Grenze habe ich mir noch die Sandskulpturen angeschaut.
An der Grenze selber hat es keinen Zoll mehr. Vor ca. 15 Jahren durfte ich da noch nicht durch, weil ich nur eine ID dabei hatte und keinen Pass. Und nun steht da gar nichts mehr.
Danach im Wald plötzlich grosser Stau. Es geht auf eine Fähre. Nach ca. 1,5 Stunden war ich dann auf der anderen Seite der Swine angekommen. Und jetzt steh ich vor einem kleinen Waldseelein mit Steg, wäre es sonnig, dann wäre das ein Traum. Für mich und sicher auch wieder für die Mücken.

Hier einmal etwas Info, welche Apps ich verwende. Am meisten brauche ich „Here we go“. Da kann man vorher die Karten herunterladen und diese dann offline ansehen. Für Stellplätze dann „park4night“. Das braucht jedoch Internetverbindung. Ich habe von upc das Europa-Abo mit 4 GB freiem Internet, davon habe ich bis jetzt 1 GB benutzt. Dann benutze ich hie und wieder ein Wetter-App und Whats App. Das Festnetz-Telefon ist auf einen Messenger umgeleitet und somit bekomme ich mit, wenn mich zuhause jemand anruft. Dann noch ein Ballerspiel um Wartezeiten zu überbrücken. Mit dem Handy bezahlen geht für mich in Skandinavien nicht.

Mittwoch, 16.5. Habe sehr gut geschlafen an dem idyllischen Teich. Danach weiter zu einem Vikingerdorf-Nachbau in Wolin. Dieser ist sehr liebevoll und detailreich gemacht und kann nur empfohlen werden. Dann weiter zu einem Ostseebad, wo ich mich mit Torte und Kauf neuer Schuhe wieder etwas ins seelische Gleichgewicht brachte. Von einer neuen Frisur sehe ich vorerst ab *smile.

Ueli hätten die Strassen hier gefallen. Ich bin mit 40 oder 70 km/h Strassen entlanggehötterlet, die eigentlich 90 erlaubt hätten. Aber die Polen machen das anders als die Norweger. Sie stecken einfach kein Geld in den Strassenunterhalt und müssen somit keine Bussen von den Touristen erpressen. Somit fährt man automatisch langsam. Habe im Reiseführer eine schöne Route gefunden, der ich nun einfach folge und mache, was da empfohlen wird (Marco Polo).

Update bez. Strassenunterhalt: Kaum hatte ich das geschrieben, ging es los mit Baustellen *seufz. Und weiter im Schritttempo.

Entlang der Ostseeküste – Pennemünde und Ludwigsburg

Der neue Campingplatz in Pennemünde wäre super, wenn nicht die Dusche/WC extrem weit entfernt wären. Ueli hat sich mit Begeisterung das alte Kraftwerk und die Anlagen angeschaut, wo damals die V2-Raketen entwickelt wurden, also die Geburtsstunde der Weltraumfahrt stattfand.

Leider sind die 2 Wochen abgelaufen, die Ueli mit auf die Reise wollte und somit bleibt uns nur noch ein kurzer Besuch am Strand in Ludwigsburg, der Nähe von Greifswald. Hier ist alles traumhaft (ausser den Mücken – aber ich war nie in meinem Leben so umschwärmt *söifz). Der kleine Hafen ist idyllisch, ein Gasthaus ist in der Nähe, im Dorf das Schloss. Die Bewohner von Ludwigsburg sind sehr engagiert das Schloss zu erhalten und wieder für Besucher attraktiv zu machen. Würden wir hier wohnen, dann hätten wir sofort ein Lebensziel gefunden *smile.

Und jetzt heissts alleine weiterreisen, ich denke, ich werde weiter der Ostsee folgen. Bernstein selber finden wäre ein Traumziel. Die Nehrungen besuchen ein anderes, Danzig soll äusserst interessant sein…

Entlang der Ostsee

Nach einer Nacht auf dem Stellplatz in Rostok Weiterfahrt nach Barhöft, das ist in der Nähe von Rügen. Dort grosse Wäsche und kleine Wanderung entlang des Naturreservates. Uns gefällt der kleine Hafen.

Heute morgen, Freitag, dann Richtung Rügen. Eigentlich wollten wir nach Hiddensee, wie uns Regi empfohlen hat, aber dann haben uns die vielen Touristen an der Fähre abgeschreckt. Wieder kleine Wanderung am Strand entlang und weiter nach Gingst. Dort Besichtigung der alten Werkstätten. Sehr gemütlich, mit Café.

Und wieder weiter nach Pennemünde, wo wir jetzt, wieder am Hafen, in einem einfachen Campingplatz gelandet sind, wo wir auf beiden Seiten Wasser sehen.

 

Die grosse Planänderung

Am Dienstag besuchten wir den Skagen-Park und die Tiere des Nordens. Keine Lemminge oder Papageientaucher zu sehen, schade. Danach die kleine Hafentour und ein Bummel durch die Altstadt. Am Mittwoch noch die Bootstour „unter den Brücken Stockholms“. Als wir wieder beim Auto waren, hatte Ueli genug von Skandinavien.

Was wir sehen wollten:
Fjorde, Lemminge, Papageientaucher, Rentiere, Schloss Gripsholm, nordische Wälder und das nordische Licht

  • Was wir uns eingehandelt haben:
    Langsame Strassen mit enormen Bussen (Norwegen soll bis 300 Euros für 1 km/h Uebertretung kosten!)
  • Teures Essen (meist Fast food)
  • Probleme mit Geld! Wir hatten eine Visakarte und eine EC-Karte. Dazu wollten wir sicherheitshalber eine Pay it-Karte kaufen, die wir allerdings nicht sofort aktivieren konnten. Die weisse Karte ist unbrauchbar (Magnetstreifen) und die schwarze Karte dürfen nur Schweden kaufen (Personalnummer). Was wäre, wenn wir die Visakarte verlieren würden oder sie eingezogen würde wegen Eingabeschwierigkeiten? Es gibt (fast) kein Bargeld mehr und Euros oder Schweizerfranken wechseln macht somit auch keinen Sinn, so es überhaupt möglich wäre. Die Visakarte brauchen wir zwingend für das Parken. Unser Tipp: Mind. 2 Kreditkarten dabeihaben und das Limit hoch einstellen
  • Ewig lange Fahrten mit teurem Diesel durch bis jetzt nicht wirklich interessante Gegenden. Was man wissen muss: Nicht jede Tankstelle hat Diesel, und grundsätzlich seien Tankstellen selten.

Wir beschlossen kurzerhand das Experiment abzubrechen und Schweden wieder zu verlassen. Anstelle dessen wollen wir nächstes Jahr mit den Hurtigrouten unsere Fjorde geniessen. Ohne Geldprobleme, ohne Strassen, dafür mit exzellenter Sicht auf Fjorde und sicher wunderbarem Licht.

Das Essen soll auch schmecken und ein Whirlpool auf dem obersten Deck soll uns bei Laune halten.

Was nun machen? Wir fuhren nach Trelleborg auf die Fähre und nach Rostock. Weiter gehts nach Polen. Ein ausgezeichnetes Reiseland! Ich habe bis jetzt nur den Süden davon gesehen. Ausserdem ist es sehr günstig. Nicht dass wir nicht genügend Geld hätten, aber extra aus dem Fenster werfen muss nicht sein. Ausserdem ist das Essen in Polen ausgesprochen lecker und ich habe mir bei meinen letzten Besuchen nie eine Geschwindigkeitsbusse eingefangen. Also kann Ueli seine Nerven wieder erholen.

Wir sind jetzt am Meer, in der Nähe von Stralsund/Rügen auf einem netten kleinen Campingplatz. Waschen unsere Wäsche und gehen jetzt, bei dem heute kalten und bedeckten Wetter eine Erbsensuppe essen.

Durch Schweden im dritten Gang

Camping ist was Tolles und man soll in Schweden jeweils auf dem Camping schlafen. So man schlafen kann. Konnten wir jedoch nicht, da hinter uns die ganze Zeit laute Musik lief und bis zum frühen Morgen gefeiert wurde. Das hat uns gereicht. Wir werden ab sofort wieder frei stehen.

Am Morgen dann Weiterfahrt nach Osten. Zu einer Steinsetzung (Ales stenar), einer Burg (Glimmigehus) und einer Kirche mit Schloss (Trolle Ljungby). Danach wollten wir eigentlich nach Norden fahren. Nur… auf der Landstrasse durfte man 70 km/h fahren, in den Dörfern deren 40!!! Da wäre ich passend zu Weihnachten am Nordkap angekommen! Schweden im dritten Gang und ich habe deren 6! Nein. Also zur Autobahn, da durften wir wenigstens 110 bis 120 fahren. Und so sind wir inzwischen in Stockholm angekommen. Schlafplatz unterwegs auf dem Parkfeld eines Naturreservates. In aller Ruhe und Frieden (der Friedhof war nicht weit und mir war wieder wohl).

In Stockholm fanden wir dann einen wunderbaren Parkplatz (Insel Langholmen). Leider unter einer Brücke, aber wieder friedlich und das wird schon werden mit dem Lärm in der Nacht. Nach einem netten Spaziergang, entlang des Hafens, waren wir schon in der Stadt.

Dank Stockholmpass haben wir eine Sightseeing-Tour gemacht, das Nordic Museum und das Vasa-Museum besichtigt und werden morgen noch eine Bootsfahrt und den Skagenpark erleben.

Gen Norden – mit Freud und Leid

Wir sind wieder unterwegs auf grosser Tour. Diesmal wollen wir Skandinavien erkunden. Das erste Mal, wenigstens für Norwegen und Finnland. Und sehen uns gleich mit einigen Hindernissen konfrontiert. Bargeld: nein! Dänemark hat Kronen und man kann meistens mit Visa-Karte oder EC/Maestro bezahlen. Das Bargeld aus einem früheren Dänemark-Urlaub haben wir einem Strassenmusiker gespendet.

In Schweden soll Bargeld, also Münz/Kleingeld nur noch an Waschautomaten und an Duschen gebraucht werden. Heute habe ich aber noch eine Note gesehen.

Deshalb haben wir unsere Karte grosszügig aufgeladen, bzw. überladen. Das muss für 6 Wochen reichen.

Auch Parkautomaten werden mit Karte bezahlt. Heute morgen in Kopenhagen also brav Karte rein und bezahlt. Park and ride. Ok. nur ein Preis! Oder? nein heute Abend dann die dicke Busse am Auto von 100 Fr. Wir hätten den Parkautomaten mit der Plustaste auf die erforderlichen Stunden bringen müssen *seufz

Soviel zu den Vorbereitungen.

Gestern in Hamburg. Wir kennen Hamburgs Strassen und Autobahnen jetzt ausgiebig. Das Navi war äusserst hilfreich. Es hat uns alle 5 Minuten vor einem Stau gewarnt und auf eine andere Route geschickt. Toll. Nicht? Nein. Denn jede Strasse war verstopft. Nach 4-5 Stunden waren wir endlich aus der Stadt raus. Mein Tipp: Nur in der Nacht durch Deutschland fahren.

In Dänemark angekommen wollten wir uns gemütlich Kopenhagen ansehen. Abgesehen von dem oben beschriebenen Parkproblem war das locker und entspannt. Das Stadtzentrum ist überschaubar und ideal für einen anspruchslosen Touristen. Das Tivoli öffnet erst um 11, die kleine Seejungfrau räkelt sich (haben wir das letzte Mal schon besichtigt) etwas ausserhalb, die Gebäude waren imposant und das Wetter war perfekt.

Dann über die Brücke nach Schweden, wo wir jetzt, Samstag Abend, 5.5. in Ystadt angekommen sind. Ahnungslos etwas Nervennahrung zu mir genommen. Musste mir dann von deutschen Touristen erklären lassen, dass ich ein Stück der berühmten blauen Wallandertorte gegessen hatte, in der Wallander-Konditorei. (Für TV-Unbedarfte: Kommissar Wallander kümmert sich in Ystad um Verbrechen und Mordfälle. Deren es übrigens im Norden extrem viele gibt. Die Strassen sind mit Toten gepflastert, jedenfalls wenn man die Krimis liest.

In Wirklichkeit sind die Strassen sehr gemütlich befahren. Mit 40 km/h schaffe ich es nicht eine Leiche zu produzieren. Und die Strafen für zu schnelles Fahren werden mich auch ausserhalb nicht zum Raser werden lassen.

Eigentlich habe ich einen Camper. Mit allem drin. Brauche nichts, als einen Parkplatz. Aber in Skandinavien ist das nicht so einfach. Es gibt da Campingplätze. Und wo es solche gibt, da sollen sie auch genutzt werden. Fertig!

Ok, sie werden genutzt. Tausende und Abertausende sind auf dem Campingplatz von Ystad. So viele, dass auch ich unverbesserlicher Freisteher demütig werde und einchecke. Deshalb ist heute Internet und dieser Bericht möglich. Der Platz ist sogar ganz nett. Schön am Meer/Strand gelegen. Und der Vorteil vom Norden ist, dass man sogar noch etwas vom Abend hat. Die Sonne scheint noch lange. Was allerdings nicht heisst, dass man nach 16 Uhr noch problemlos auf den Camping kann *seufz.

Ich würde ja lieber bis 22 Uhr durchfahren… dafür lieber etwas Siesta machen und mich wieder etwas auftanken.