Kategorie-Archiv: Allgemeines

Regenwetter und drechseln

In den Sommerferien wollten wir zuhause bleiben und dem allgemeinen Rummel und der Hitze entgehen. Nun ist aber Regenwetter und wir stehen in der Werkstatt und drechseln.
Bitte: Hat jemand hübsches Holz für uns, wir nehmens gerne.

Zusammenfassung und Info zu Reisen im Balkan – Sommer 2017

Hier beschreibe ich was wir erlebt haben und erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern erlaube mir auch einmal (politisch) unkorrekt zu sein.

Dokumente:
Alle Länder als Schweizer: Identitätskarte
Serbien, Bosnien, Albanien, Montenegro und Mazedonien: Grüne Versicherungskarte und Autopapiere zusätzlich.

Geld:
Slovenien ist in der EU und hat Euro und ist etwa gleich teuer wie Deutschland.
Kroatien ist in der EU und hat Kuna (anscheinend soll man erst an der Grenze wechseln und keine Kuna aus dem Land nehmen). Es ist vermutlich alles leicht billiger als in Deutschland.
Montenegro ist nicht in der EU, hat aber trotzdem Euros.
Albanien ist nicht in der EU, hat eigenes Geld, allerdings kann man in Euros bezahlen, besonders in Touristenorten wie Museen und dazu gehörigen Restaurants (kleine Noten und Münzen dabeihaben, es gibt selten Wechselgeld). Das Land ist recht klein und so ist es unnötig Geld zu wechseln. Wir haben nirgends Bankomaten oder Wechselstuben gesehen. Alles dünkte uns recht billig.
Serbien hat eigenes Geld, 100 Euros waren viel zu viel Geld – alles ist recht günstig und wir hatten Mühe soviel Geld auszugeben, besonders, da man im Land wenige Campingplätze findet und überall „problemlos“ sein Womo hinstellen kann. Ein Mittagessen kostet ca. 3 Euros.
Bosnien: genau das Gleiche.

Parken und freies Uebernachten:
Ab ca. 15.6. beginnt jeweils die Touristensaison. Vorher kann man fast überall gratis parken, danach wird es entweder verboten oder kostet Geld. Freies Uebernachten geht recht gut, wir hatten keine Probleme. Wenn es keine Campingplätze gibt, ist es auch bei Bauern kein Problem einen Nachtplatz zu bekommen. Wir haben nur einen VW-Bus und so ist es in der Nacht oft sehr heiss im Auto.
Entweder auf einer Bergkuppe oder nahe am Meer schlafen, da geht immer ein Wind. Kurz vor dem Einschlafen noch mit aufgedrehter Klimaanlage fahren, bis das Auto kühl ist, und dann gleich nach hinten verschwinden und Türen schliessen. Wir haben aber öfters mit offenen Türen geschlafen. Wer Angst hat, der lasse die hintere rechte Tür auf, dann kann man bei einem VW-Bus nämlich die restlichen Türen abschliessen.

Tiere:
Wir haben keine wirklich wilden Tiere gesehen. In Albanien gibt es wilde Hunde, die anscheinend nerven können. Einige Hasen sagen wir am frühen Morgen.
Schildkröten sollte man über die Strasse helfen.
Bitte keine streunenden Tiere heim nehmen, wer unbedingt eine junge Katze braucht, der frage den örtlichen Tierarzt. Spenden zum Kastrieren werden gerne entgegengenommen. Wilde Tiere können Krankheiten in die Schweiz mitbringen, die man nicht wirklich brauchen kann.
Mücken: Ja, in Wassernähe.

Essen:
Die Speisekarte ist recht einfach, quer durch alle Länder – Abgesehen von Seafood: Fastfood, Pizza und besonders Schniposaco! Schnitzel, Pommes, Salat und Cola  – fertig!  Wer lokales Essen mag, der kriegt Cevabcici oder Fleischeintopf. Als Nachspeise gibts Palatschinken (Pfannkuchen mit Eis oder Saucen) – fertig!
Wers schafft Reis zu bestellen, der bekommt sehr leckeres Reis, meist angereichert mit Gemüse. Dass das Land einmal (teilweise) zu Italien, bzw. Venedig, gehört hat, merkt man daran, dass es manchmal auch Nudeln auf die Speisekarte schaffen.
Ich muss zu den Pommes sagen, dass sie allesamt übel schmeckten, ausser an einem Ort, da waren sie Weltklasse.
Speiseeis ist oft offen zu kaufen, im italienischen Stil. Meist sehr lecker und ideal bei heissem Wetter.

Kaffee:
Man bestelle einen grossen Cappuccino, das lässt sich gut aussprechen und ist mehr oder weniger trinkbar, meist doch etwas bitter. Ich liebe türkischen Kaffee, mehr in ländlichen Gegenden zu erhalten (bitte vorgängig sagen ob mit Zucker).

Getränke:
Es gibt Wasser in Flaschen, manchmal auch in Trinkwasserqualität im Glas. Wir bekamen hie und wieder ein Cola zero. Das für uns ideale Getränk war: Limunada (frischgepresster Zitronensaft) mit etwas Wasser. Dazu ein Mineral mit Gas und etwas Süssstoff.

Sprache:
Ausser in Albanien werden slavische Dialekte gesprochen, die sich von Land zu Land nur insofern unterscheiden wie bei uns die Dialekte. Ich empfehle auf jeden Fall als Minimum die Höflichkeitsformen und Zahlen zu lernen, und die Grundnahrungsmittel. Ob Dobry, Dober dan, Dober dag (guten Tag) ist nämlich egal, man versteht euch.
Vorteil: Polen, Tschechien, Slovakei und ev. noch weitere Länder sprechen ähnliche Dialekte. (Bitte haut mich nicht, ich bin kein Sprachexperte).

Verständigung:
In Kroatien sprechen jüngere Leute ausgezeichnetes Englisch, ältere oft eher Deutsch. In Slovenien spricht man eher Englisch. In den anderen Ländern wird es schwieriger, manchmal sprechen die Leute auch noch Italienisch. An Touristenpunkten kann immer jemand Englisch oder Deutsch.

Strassen:
In Slovenien verkaufen sie eine Autobahnvignette, die man als Tourist nicht wirklich braucht, das Land ist klein. In Kroatien gilt Maut auf der Autobahn.
Die Strassen führen im Balkan ganz klar durch Täler und Schluchten, entsprechend kurvig und holprig sind sie. Grössere Womos sollen lieber die grossen Ueberlandstrecken benutzen, so welche existieren. In Serbien und Bosnien sind 50 km meist in 1 Stunde zu fahren.
Entlang der Adria gibt es die Magistrale, eine schöne Aussichtsstrecke entlang der Adria, gerne gefahren von Motorädern.

Reiseliteratur/Reiseführer:
Für Womo-Fahrer gibt es ein Buch über Slovenien (sehr gut und viele schöne Strecken), ein Buch über Kroatien und Montenegro (nur der Küste entlang) und eins über Albanien (von einem Liebhaber geschrieben). Aber über Bosnien und Serbien gab es keine Womo-Führer von diesem Verlag. Ich habe leider im Vorab die Uebersicht verloren und versäumt für Bosnien und Serbien Reiseführer zu kaufen. Im Land selber oder unterwegs habe ich kaum Brauchbares gefunden. Deshalb sind mir auch einige Nettikeiten, wie z.B. die Uvac-Schlucht in Serbien entgangen.

Reisen:
Slovenien ist recht interessant, es gibt Hunderte von Höhlen. Die Häuser sind oft sehr hübsch, besonders die Stadel.
Kroatien existiert (für Touristen) eigentlich nur an der Küste. Die Häuser sind einfach und meist neu. Man sieht viele angefangene Neubauten. Die Küste ist steinig, felsig. Jedoch werde neu überall Kiesstrände künstlich angelegt, was das Baden sehr angenehm macht. Wunderhübsch sind die Städtchen auf den Landzungen/Inseln.
Montenegro: Endlich Sandstrand!! Die Häuser sind modern, gross, langweilig. Das Hinterland ist waldig, mit schönen Schluchten.
Albanien: Wunderbare Gastfreundschaft erlebt. Die Häuser sind oft recht modern, wir meinen, wir fahren durch die Schweiz. Klar gibt es immer noch Eselskarren und ausgesprochen üble Strassen, aber die Landschaft ist von der unsrigen nicht wirklich zu unterscheiden, besonders in den Bergregionen.
Serbien: Das Gleiche. Wir erkennen keinen Unterschied zur Schweiz, der es sinnvoll machen würde hierher zu reisen (wobei wir allerdings nur den Westen gesehen haben).
Bosnien: Das Gleiche. Hier haben wir kaum Sehenswürdigkeiten gesehen. Sorry. Allerdings gibt es viele Klöster und Kirchen.
Mazedonien: Hier waren wir von einigen Jahren von Griechenland aus. Einige nette Wasserfälle, ursprüngliches Land (überall Pferdewagen und wilde Deponien), schöne römische Ausgrabungen, interessanter Berg Kokino.

Fazit: Bez. Landschaft ist nur Kroatien mit dem Meer anders als die Schweiz. Der Rest des Balkans, den wir gesehen haben, war ähnlich wie eine ländliche Region in der Schweiz.

Klar – schöne Schluchten, Höhlen, Burgen, Schlösser und Kirchen sind immer sehenswert, aber fahre ich dafür über 1000 km?

Wasser:
Trinkwasser ist fast überall, wo es Hügel gibt, ausgezeichnet. Flüster: Am Wasserhahn des Friedhofs ausserhalb der Dörfer kann man seine Wasserflasche bequem auffüllen.
Badewasser: In Serbien und Bosnien lieber nicht in Seen baden, auch lieber nicht in Flüssen. Wir haben immer wieder wilde brennende Deponien gesehen, die da rein münden.
Das Meer ist sehr durchsichtig, ausser im Norden von Albanien (hier münden die dreckigen Flüsse) extrem sauber. Allerdings Badelatschen kaufen, das Meer ist sehr belebt. Seeigel und sowas wie Seegurken und aller Arten Schnecken gibts ausserhalb der belebtesten Badestrände sofort.
In Montenegro geht es im Hinterland steil bergauf. Deshalb findet man immer wieder Wasserhähne am Strassenrand. Aber oft nicht in Trinkwasserqualität.

Souvenirs:
Meiner Meinung nach ist alles vom Touristenstand = übel.
Empfehlen kann ich Honig, Olivenöl und Weine am Strassenrand, Geklöppeltes in Slovenien. Falls ihr etwas seht, was jemand anderes 2 m weiter auch anbietet, dann lasst die Finger davon. Obst ist vom Grossmarkt und selten vom eigenen Baum (das nur, wenn dieser Bauer wirklich nur Kirschen verkauft und nicht noch 10 andere Sachen).
Oma macht keine Souvenirs im tausendstelligen Bereich.

Sauberkeit:
Man bemüht sich. Ausser den wilden Deponien in Albanien, Mazedonien, Bosnien und Serbien fanden wir die Länder recht sauber. Wenn wir in stille Orte zum Uebernachten fuhren, dann fanden wir überall jedoch entsorgte Sofas und Geräte.
Wir haben immer eine Abfallzange dabei und säubern zum Dank von Gratis-Uebernachtungen immer nach Möglichkeit den Ort.

Sicherheit:
Man hat uns gesagt, der Balkan wäre sehr sicher, ausser dass noch Minen verstreut wären.
Wir haben keine Probleme mit Dieben oder Bettlern gehabt, ausser ganz am Schluss auf einer Autobahnraststätte der Autoput, da wurden wir angebettelt.
Minenwarnungen haben wir in Bosnien gesehen, als wir etwas abseits schlafen wollten. Unsere Devise war: Wo in den letzten 10 Jahren mal jemand gegangen ist, da gehen auch wir, wo nicht, da treten wir nicht hin.

Internet:
Ich habe eine Sim-Karte von Italien, Frankreich, Deutschland und nun auch noch von Kroatien (Bei der Post, die Telekom). So konnte ich meistens ins Internet. Diese Karte kann man in ein Handy stecken und das als Wlan für den Laptop nutzen. Wer das nicht möchte, der kann sich ein Pocketgerät kaufen, das sendet, aber man kann nicht damit telefonieren. Z.B. wenn man nur eine Sim-Karte in das Handy einstecken kann.
In Campingplätzen fragt man am besten, wo der ideale Standort für Internet ist (und ob sie überhaupt welches haben).
Viele Cafés und Restaurants haben Internet (WiFi), auch wenn sie es nicht draussen angeschrieben haben. Dort kann man auch mal eine Kamerabatterie oder sonstwas mit einem Stecker aufladen. Ansonsten lieber Geräte kaufen, die man mit einer Power-Bank aufladen kann oder im Auto am Zigarettenanzünder.
Allerdings ist Wlan mit UPC-Handy und auch anderen Betreibern bald europaweit kein Problem mehr.. das ändert sich jetzt von Woche zu Woche.

Testfahrt mit unerwarteten Höhepunkten

Wir wollten unsere neue Schlafbank testen und fuhren übers Wochenende ins Wallis. Es regnete und am Furkapass hatte es vergangene Nacht schon geschneit. Aber als wir durch die ersten Dörfer fuhren wurde es immer schöner und bald fuhren wir durch das schönste Herbstwetter.

Zuerst besuchten wir meinen Vater in seinem Ferienhaus. Es ist eines der ältesten Häuser im Wallis. Dann fuhren wir weiter ins Val d’Hérens. Dort bewunderten wir im Abendlicht die Erdpyramiden von Euseigne. Im Tälchen darunter wollten wir schlafen, bei der Quelle von Combioula. Es gibt 2 Quellen: Eine warme Schwefelquelle und eine in einer Grotte. In dieser Grotte haben wir dann gebadet – es war herrlich! Dann noch im Aussenpool, gleich neben dem kalten Bach. Inzwischen war es schon sehr dunkel. Aber wir hatten Spass, leider sind die Fotos etwas mager geworden, wegem dem Dampf vom warmen Wasser. Ich denke, inzwischen kenne ich so viele dieser Quellen, auch dank Internet, dass ich den Glauben an die Menschheit wiedergewonnen habe. Wo man so etwas in gutem Zustand behalten kann ist die Welt noch in Ordnung.

Danach gingen wir ins Auto, wo wir es sehr gemütlich hatten mit dem neuen „Sofa“. Ich bin zufrieden. Es ist nicht so bequem wie zuhause, aber für so ein Auto optimal. Leider wurde die Nacht dann sehr kalt, weil die Standheizung nur jeweils für 1 Minute funktionierte und wir bei 10° aufgewacht sind. Ich werde morgen noch einige kleine Aenderungen machen müssen und das mit der Standheizung abklären müssen, aber sonst kann man so sehr gut dunkle Abende im Auto verbringen. Zum Schlafen war es, wie erwartet, recht hart. Aber das kriege ich in den Griff mit einem Seitenschläferkissen und ev. zusätzlich einer Aufblasmatratze.

Am nächsten Morgen fuhren wir hoch zur Grande Dixance, der höchsten Staumauer der Schweiz. Es war imponierend! Ich habe Hunderte Fotos mitgebracht, aber leider.. kann ich euch nie alles zeigen, denn… wir sahen noch die Kühe!

Die Wanderung um den Lac de Mont d’Orge mussten wir wegen überfüllten Parkplätzen aufgeben und so fuhren wir Richtung Lötschberg, als wir unterwegs einen interessanten Platz sahen. Hier kämpfen im Herbst jeweils die Ladies des Tales: die Eringermädels wollen wissen, wer die „Reine“ (Königin) der Alp werden wird. Als das geklärt war, fuhren wir heim. Ueber den Lötschberg haben wir die Rosinante verladen, sie ist nicht so gut zu Fuss, als dass sie über die Gemmi hätte wandern können *smile, und einen anderen Uebergang gibt es nicht vom Wallis direkt nach Norden.

Ein erlebnisreiches und sehr schönes Wochenende! Aber die Grotte war der Höhepunkt.

Das neue Interieur

Hier darf ich nun das neue Interieur vorstellen. B. wird sicher wieder jammern und hätte auch gerne diese Einrichtung gehabt, als wir diesen Sommer gereist sind. Aber es ist wirklich wohnlicher. Und die Abende werden mit aufgeklapptem Sofa sicher gemütlicher werden. Foto folgt.

3 Baby-Matratzen – von IKEA, die Vyssa Skönt in den Massen 60×120 cm. Ich habe sie durchgeschnitten. Sie haben zwar einen Reissverschluss, den kann man aber umgehen. Zum Nähen habe ich den Bezug abgenommen und fast alles auf der Maschine nähen können.

Der Bettrost ist von Froli Star, individuell für Camper und Schiffe und Spezialbetten.

 

Das neue Schlafsofa mit Aufbewahrungsbox

Habe die Tage meinen VW T5 anders ausgebaut. Ich wollte im Endeffekt ein Schlafsofa zum Ausziehen und Stauboxen. Mein Mann hat ein Rückenproblem und möchte gerade sitzen, also nicht auf tiefem Sofa. Freundinnen werde ich keine mehr mitnehmen, da ich lieber alleine reise, deshalb habe ich das Etagenbett wieder zusammengefaltet und eben jetzt durch einen Selbstbau ersetzt. So kann man an den frühen Abenden trotzdem bequem im Auto sitzen und muss nicht gleich liegen (wie im Etagenbett).

Grundidee: 3 Boxen von je 60×80 cm, ca. 40 cm hoch. Die Boxen sind faltbar, durch Klavierband. Jede Box hat einen eingelegten Boden, der hält stabil. Jede Box hat einen Deckel. Ich habe somit 3 grosse Boxen und eine kleine zur Aufbewahrung von z.B. IKEA-Taschen oder Einkaufstüten mit Inhalt.

Der Deckel ist 60×80 plus 60×40 cm gross. Darauf habe ich von Froli das Bettsystem befestigt (mittels Kabelbinder).

Die Boxen sind untereinander verschraubt, die Schrauben lassen sich leicht entfernen. Das Ganze ist per Spannriemen am Auto befestigt. So kann ich jederzeit alles wieder in faltbare Einzelteile zerlegen.

Die Matzratze ist aus 3 Babymatratzen von IKEA gefertigt, die ich an einer Stelle aufgeschnitten habe (und da mit einem Stück Stoff eine neue Seite eingenäht habe). So kann ich auf jeden Deckel eine Matratze legen (60x120cm). Bilder folgen.

„Freies“ Uebernachten

Freies Uebernachten mit dem Womo ist ein Spezialthema. Hier meine Erfahrungen in einem grossen Teil von Europa:

  1. Campingplatz: Hier darf man wie gewohnt alles, ist aber eher für längere Verweildauer gedacht. In Spitzenzeiten oft überfüllt.
  2. Womo-Stellplatz: Gibt es immer öfters, hier einige Fotos dazu aus der Nähe vom Titisee im Schwarzwald. In Italien heissen sie Area servizio camper, in Frankreich sah ich meist nur das Womo-Schild. Es gibt hier oft eine Uebernachtungsgebühr, die hält sich aber zwischen 5 und 10 Euros. Es gibt meist eine Versorgungsstelle, aber selten WC oder Duschen. Manchmal gibt es Elektrisch.
  3. Oeffentliche Parkplätze: Hier darf man (gegen Gebühr) übernachten, aber nicht campen (Klappstühle). Ein Womo-Schild weist oft in eine Ecke eines grösseren Parkplatzes, ohne Trennlinien. Je mehr Touristen erwünscht sind, desto komfortabler sind diese Plätze.
  4. Wander- und Hündelerparkplätze (Hunde spazieren führen), in der Schweiz auch bei Schiessständen: Hier wird es toleriert, wenn man eine Nacht bleibt. Meines Erachtens sollte hier kein Klappstuhl gestellt werden und normal eingeparkt werden, also nicht quer alles verstellen. Hubdach wird meines Wissens hier etwas seltsam angesehen, aber toleriert.
  5. In der Nähe von öffentlichen Gebäuden, wie Wasserpumpe an Bach oder Elektrokasten in der Natur: Ich suche diese Plätze gezielt und habe hier auch nie Aerger bekommen, so ich für den Inspektor genügend freien Platz lasse.
  6. Auf Parkplätzen vor Sehenswürdigkeiten wird es manchmal gezielt verboten, wenn Uebernachtung nicht gerne gesehen wird, oft in vielen Worten: Das Uebernachten im Fahrzeug oder Camper ist nicht gestattet. Hier ist meist ein Campingplatz in der Nähe (der vermutlich die Schilder aufstellt). Ist kein Verbotsschild vorhanden darf man übernachten (wird es toleriert), aber bitte den eigenen und fremden Dreck am Morgen danach entfernen, man möchte ja den Nachkommenden das Leben nicht erschweren. Falls man fragt warum man nicht mehr übernachten darf, wird immer angegeben, wegen Dreck und Gestank. Also bitte auch nicht hinter die Bäume pinkeln.
  7. Auf Zufahrten soll man nie!!! parken. Es kommt immer jemand vorbei und möchte durch, auch wenn man nur 5 Minuten Schönheitsschlaf einlegt oder das Navi programmiert.
  8. Es gibt keine Strasse oder Sackgasse wo nicht mindestens ein Auto in der Nacht durchfährt!
  9. In der Industrie hat es meist die ganze Nacht viele Lichter/Scheinwerfer. Und die Polizei kontrolliert mehrmals. Zu Beginn habe ich das noch gemacht, aber jetzt finde ich bessere Plätze.

Ich habe hie und wieder kurz vor dem Einschlafen mein Auto verstellt. Also auf einem normalen Dorfparkplatz geparkt, gelesen (mit Licht), dann mich bettfertig gemacht und weitergefahren. Am neuen Platz dann nur noch ins Bett huschen und niemand weiss, dass da jemand schläft.

 

Rückblick auf meine Singlereise

Ich bin inzwischen gut wieder zuhause angekommen. Das Auto ist zur Ueberholung in der Garage (Scheibenwischer) und ich war wieder in der heimischen Badewanne *lach

Jetzt werde ich einige Tage meine Kunden betreuen und dann 2 Wochen mit meinem Mann etwas die Schweiz bereisen.
Dann gehts nach Budapest und hoch in den Norden – Slovakien und Polen mit B., meiner Freundin, die ihr schon aus der Madeira-Reise kennt. Ueber Dresden gehts dann in den Westen von Deutschland.

Ihr fragt euch jetzt sicher, ob ich nicht Angst hatte so alleine, oder ob mir nicht langweilig war?

Nein. Weder Angst noch Langeweile. Aber mir ist wohler, wenn keine Leute in der Nähe sind. Also lieber im tiefsten Walde schlafen als auf einem Dorfparkplatz. Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass der sadistische Massenmörder vorbeikommt ist einfach geringer. Auch besoffene Randalierer sind dort bedeutend seltener.
Das einzige Mal wo ich überfallen worden bin, vor knapp 40 Jahren, war in Frankreich auf einem Zeltplatz – unter Dutzenden von Menschen. Man hat einfach den Zaun heruntergedrückt, ist in den Camping hinein gefahren und hat alle Zelte aufgeschlitzt. Ich als alter Profi hatte meinen Geldbeutel im Schlafsack zwischen den Beinen, mein damaliger Mann hatte ihn neben sich, an der Zeltwand. Der war dann natürlich weg. Das Geld, nicht der Mann. *smile

Langeweile hatte ich auch nicht, weil ich ja immer im Blog schreiben musste/wollte. Also gab es 1. eine Aufgabe und 2. eine Kommunikation mit euch. Herzlichen Dank übrigens für all eure Kommentare. Die müssen jeweils zuerst freigeschaltet werden und dazu muss ich im Internet sein. Aber ich hatte ja so alle 1-2 Tage wieder Internet. Auch Mails habe ich viele bekommen. So hat man sich auch gelesen gefühlt. Es ist ja so, dass ich einerseits für meine Freunde und Bekannten schreibe, und andererseits Infos liefere für Menschen, die auch mit so einem Rosinantchen/VW-Bus unterwegs sein möchten. Oder den Ausbau/Ankauf eines Fahrzeugs planen.

Unterwegs habe ich all meine Musik auf Memory-Sticks aufgenommen und stundenlang abgehört. Ich hatte auf jedem Stick ca. 2000 Musikstücke. Hier ist es von Vorteil, wenn man, je nach Abspielgerät, diese auf mehrere Alben verteilt von je 200 Stück. Sonst kann man nämlich nie alles abhören, da auf diesem Gerät nur 250 Songs gespielt werden. Auch empfehlen sich gemischte Alben, weil man/ich keine 100 Titel von demselben Interpreten hören kann ohne Richtung Wahnsinn zu driften.

Dann habe ich endlich mal wieder viele Bücher am Stück gelesen. Ich glaube, ich habe sicher 4 oder 5 Bücher gelesen in dem letzten Reiseblock. Da waren viele der Afrikaromane von Edgar Wallace und Die Kinder des Käpt’n Grant von Jules Verne. Beides mehr oder weniger Reisebücher. Dann „il piccolo principe“ (Der kleine Prinz) von St. Exupery. Und dann all die Womo-Führer, die mir sehr gute Dienste geleistet haben. Ich habe gerade wieder einige davon gekauft für die nächsten Reisen. Tipp: Zuerst zuhause die Infos um die Touren herum lesen. Das hätte mir besseres Internet und sonstige nützliche Tipps eingebracht. Es steht nämlich alles da. So man es liest. *seufz

Zum kochen habe ich immer noch keine Lust. Ich denke eher, dass ich mehr Fertignahrung, wie einen Proteindrink oder Haferflocken, mitnehme (Haferflocken bekommt man in Italien nicht). Das mit den Früchten ist ja diesen Frühsommer wirklich ins Wasser gefallen. Ich glaube, dass man in Italien noch nie so üble Früchte verkauft hat wie dieses Jahr.
Allerdings will B., die früher ein echtes Womo besass, sich doch mit Kochen beschäftigen. Also werde ich ihr vermutlich die Küche überlassen und geniessen was sie mir kocht, sie kocht nämlich wirklich gut und lecker.

Es wird sich dann zeigen, wie es sich länger am Stück zu zweit reist. Ihr dürft also in einer Woche wieder zuschalten und mitlesen.. es geht wieder weiter…

Die Rosinante wurde updatet

Nachdem ich von meiner ersten Reise zurück war habe ich die Stromversorgung verbessert. Es gibt jetzt eine ganz normale Steckerleiste. Dann habe ich noch einen Steckersatz für Europa gekauft, so dass sicher immer das Passende zu finden ist.

Die Hängematte wurde eingepackt und die Befestigung an den richtigen Ort gebracht. Morgen kann ich testen, ich sitze nämlich wieder in Italien, am Lago Bolsena bei Orvieto. Allerdings regnet es gerade jämmerlich, so dass ihr sicher Verständnis habt, dass ich das jetzt nicht ausprobiere. Aber das Autochen ist so geparkt, dass ich morgen den privaten Baum nutzen kann.

Das Portapotti wurde entfernt und dafür ein Klappstuhl verändert. Also einfach ein Loch hineingeschnitten. Dazu habe ich ein Kissen, das kann ich darüberlegen, falls ich den Stuhl normal nutzen möchte. Muss ich wirklich mal dringend, dann kann ich einen Plastiksack darunterkleben und alles ist im Eimer… sozusagen *lach. Ihr erinnert euch ja, dass meine Knie nicht mehr so doll sind und ich gewisse Dinge, wie mich im Wald versäubern, nicht mehr gut kann. Ich verzichte mal auf detailliertere Fotos des Stuhles *smile.

Das mit dem Beifahrersitz war auch nicht wirklich ideal. Habe also die Holzplatte rausgeschmissen und dafür 2 Wäschekörbe organisiert. Der eine steht jetzt im Fussraum, den ich so endlich mal wirklich nutzen kann und der andere steht auf dem Sitz. Es hat sich wirklich bewährt!

Dafür sind mir bei beiden Isolationsbechern die Henkel abgefallen *wundert sich. Ich muss also Ersatz finden, denn die hätte ich wunderbar an dem Wäschekorb anhängen können.

Den Flötenkessel habe ich diesmal mitgenommen, das Wasser wird schneller warm.

Und über Auffahrt haben wir das zu zweit Schlafen getestet. Es ging wunderbar. Einmal hat mein Mann oben geschlafen, das andere Mal ich. So man bäuchlings einsteigt geht es bestens. Mein Mann war sogar richtig begeistert vom Rosinantchen und wollte noch eine Nacht raus… ich wusste doch, dass er sowas liebt. Man hat im Bett mehr Platz als man zuerst denkt. Es ist wirklich bequem!

Und jetzt muss ich wirklich auf das Garmin Navi schimpfen!!! Ich habe diesmal Tomtom mitgenommen, uralt und klein. Die Karten muss man zahlen und sind deshalb nicht die Neuesten. Aber der Unterschied ist gewaltig!!! Irgendwie hat das Garmin heute zu 90% die Strasse nicht gesehen (Wolken am Himmel??) und die Anzeige ist mir bei Tomtom viel lieber. Informativer. Dann ist die Koordinaten-Einstellung auch viel logischer. Somit habe ich jetzt das Tomtom am richtigen Platz und das Garmin hängt noch unten irgendwo rum als Rückfahrkamera. Ich werde einen Neukauf vom Tomtom überlegen, so es mit der Rückfahrkamera möglich ist. In meinem Autochen hängen sicher über 10m Kabel und es sind jeweils 4-7 Geräte am laden. Aber die Fernwartung funktioniert, auch die Steuerung am Computer zuhause (so kann ich alle meine Daten und teuren Programme nutzen) und ich habe ein besseres Abo fürs Handy gekauft, so dass meine Kunden mich gratis anrufen können (Sunrise).

Morgen geht es wieder weiter mit den Reiseberichten!

 

Wichtiges unterwegs – Toilette, schlafen und essen

Ich bin mal ganz ehrlich.. Toilette ist ein wichtiger Punkt und bevor der nächste Womo-Käufer viel Geld ausgibt erzähle ich Genaueres.

Pinkeln tue ich mit dem Easy Pee. Das ist ein Trichter aus Plastik. Ich lege mir also ein Tuch über die heruntergelassenen Hosen (sicher ist sicher) und sitze auf der Bettkante oder einer Stuhlkante. Dann kommt ans Ende des Trichters eine leere Wasserflasche. So pinkelt man. Bin ich fertig, wickle ich etwas Toilettenpapier um den Trichter und lege das in das Tuch, welches ich aufhänge. Geh ich zur richtigen Toilette, dann wasche ich den Trichter.

Heute habe ich auch noch die wartungsfreie Toilettentechnik entwickelt. Ich lege einfach 4 Lagen Zeitungspapier in mein Portapotti und mache nur „dick“. Das Papier falte ich dann etwas zusammen und lege es in einen Plastiksack, den ich zuknöpfe. Fertig und sauber! Es ist nicht wirklich prickelnd neben einer stinkenden Toilette zu schlafen, bzw. mag ich den Geruch der chemischen Toilette nicht.

Schlafen:
Es ist mir nicht wirklich gegeben 9 Stunden am Stück zu schlafen. Früher schlief ich 5-7 Stunden. Aber egal wann ich ins Bett gehe, ich wache immer 8:01 auf. Zuhause hilft mir die Katze, die das natürlich erlickt hat und so schreit sie spätestens 8:05 Zeter und Mordio.
So wache ich halt mehrere Male in der Nacht auf und drehe mich, pinkle ev. und versuche nicht zu sehr ins Grübeln zu kommen, sonst werde ich wirklich wach.

Essen:
Ich mache mir am Morgen 2 Kaffées, den einen in einen Isolierkrug. Essen tu ich meist später, ein Rest Brot oder 2 Joghurt. Je nach Drang auf Toilette gehe ich dann noch unterwegs einen Kafi trinken. Eine weitere Mahlzeit besteht aus wieder Brot oder sonstwas vom Stand Gekauftes, eine besteht aus was Warmem, z.B, Pizza, Teigwaren oder einer lokalen Spezialität.

Bitte nächsten Beitrag noch lesen, heute gibt es nämlich ausnahmsweise 2 Beiträge. Einfach weiterscrollen.

 

Jungfernnacht

Die erste Nacht in Rosinanten ist überstanden.

Es war grässlich kalt und ich fand die Standheizung nicht ( – oben im Dach wäre eine Anzeige gewesen). So fuhr ich auf einen Campingplatz. Dort gab es Aerger mit dem Strom. Wackelkontakt auf dem Campingplatzanschluss, ich fand den Spezialstecker nicht und hatte vergessen, dass ich einen Extraknopf drücken musste. Zu guter Letzt legte ich einfach die Kabelrolle auf den Beifahrersitz und konnte so heizen. Es war recht kühl und die Heizung lief oft.

Aber ansonsten war ich sehr zufrieden mit dem was ich mir angeschafft und eingerichtet hatte! Das Bett war sehr bequem, wenn auch mit meiner grossen Bettdecke etwas eng. Ich habe mir nun neues Bettzeug gekauft, solches was auch mal einige Feuchtigkeit verträgt. Leider sind aktuell die Farben und Dessins in IKEA nicht nach meinem Geschmack und passen schlecht ins Auto. Einige letzte Befestigungen sind noch angebracht worden und so wäre ich am Montag bereit auf grosse Fahrt zu gehen. Zuerst werde ich also Richtung Sonne gehen, Tessin oder Italien.

Ich denke, dass ich so alle 1-3 Tage im Blog schreiben kann, je nach Internetanschluss. Seid also eingeladen mich zu begleiten.