Nachdem ich gestern eine ruhigen Tag eingeschoben hatte – alle Geräte aufladen auf dem Camping und Abwasch und Duschen – fuhr ich wieder zum Schlafen auf den Wasserfallparkplatz. Man kann nämlich für den Camping/Area Servizio auch nur eine Tageskarte lösen, was für mich sehr praktisch ist.
Vor dem Duschen fuhr ich aber nochmals zu einem Bad in den Naturbecken von Saturnia. Wie man meinem Ring ansieht stimmt es, dass es dort Schwefel im Wasser hat.
Am nächsten Morgen, also heute Freitag, den 29.4.2016, startete ich in Richtung Sovana. Das ist ein kleines, sehr hübsches Tuffstädtchen. Was heisst, dass es aus Tuff gebaut ist. So wie ich das sehe, ist hier alles über einer gewissen Höhe Tuff (Vulkanisch) und darunter Geschiebe von einem alten Fluss. Genau in der Grenze zwischen Tuff und diesem bröckeligen, recht weichen Untergrund, hat man meist Höhlen gebaut, wenn sie nicht schon von Natur aus entstanden sind.
Um 10 Uhr, nach meinem Morgenkaffee im Dorf, ähm Städtchen, fuhr ich kurz zurück zu der etruskischen Nekropole von Sovana. Dort unterhielt ich mich etwas mit einem netten Italiener, der mich auf die Beschriftung meines Autos ansprach und dann noch vom Hundersten ins Tausendste kam. Ich verstand, dass er mich für eine Blumenhändlerin hielt, wegen der Kletterrose auf dem Auto.
Der Spaziergang durch die Nekropole war sehr angenehm und wunderschön. Interessant, dass sogar die Bemalung der Grabstätten teilweise noch erhalten ist, besodners bei dem einen Grab, wo die Vorderseite eingestürzt war und die Figur dahinter deshalb noch äusserst gut und farbig erhalten ist. Leider scheint es die Originalfigur zu sein, und so wird das Glück nicht lange halten.
Dann fuhr ich weiter nach San Quirico, zur vergessenen Stadt Vitozza.
Dort stürzte ich kurz nach dem Parkplatz, als ich den Fotoapparat einstecken wollte. Ausserdem sehe ich mit der Gleitsichtbrille schlecht nach unten. Leider habe ich mir ziemlich den linken Knöchel verknackst und diverse Abschürfungen. Aber der Weg war so interessant und wunderschön, dass ich es nicht schaffte zurückzugehen und weiterhumpelte. Diese Wanderung ist ziemlich eben und schattig. Allerdings recht lang. Ich kann sie nur empfehlen!!! Ich werdet ja nicht gleich auf fast ebenem Weg stürzen.
Dann fuhr ich weiter nach Sorano. Dort hätte ich bei einer Führung durch die Keller der Festung mitmachen können, aber das war mir dann doch zu viel.
Somit gings weiter nach Pitigliano. Dort wollte ich eine Apotheke aufsuchen und einen Verband kaufen.
Als ich dort um die Ecke bog fiel mir der Kiefer runter!!!! Soooo eine Wahnsinnsstadt! Ich war fix und fertig! Also so etwas habe ich noch nie gesehen. Ich lege einige Bilder bei um zu versuchen euch einen Eindruck dieses überwältigenden Anblicks zu bieten.
Inzwischen bin ich wieder auf meinem schönen Waldparkplatz angekommen und werde morgen (Wochenende) noch das Museum und die Etruskerstadt hier besichtigen. Dann noch 2 Bergstädte und eine weitere Therme und dann gehts wieder zurück in die Schweiz.
- So sahen meine Silberringe nach dem Bad in Saturnia aus
- Sovana – eine der Tuffstädte
- Die Nekropole von Sovana – das schönste Grab
- Detail mit Säule – nur eine hohe Säule zeugt von vergangner Pracht, doch wenn Italien sie nicht besser schützt wird sie stürzen über Nacht
- Das Fresko ist von einem anderen Grab schon heruntergestürzt und hat das dahinterliegende Grab mit seiner Statue bestens konserviert
- Der Rest vom Grab
- Etruskischer Hohlweg – deren es hier mehrere gibt
- Man erkennt die Höhe
- Wilder Spargel/Asparagus
- Ueberall im Tuffstein sind Löcher – ob von fürher oder von später ist egal
- Taubenschlag – könnte von früher sein
- Neu genutzte Höhle
- Hier in der Nähe bin ich gestürzt, aber der Weg und Tag war zu schön um aufzugeben.
- Alte Etruskerstrasse mit Einkerbungen von den Wagenrädern
- So sehen die meisten der ca. 200 Höhlen aus, oft haben sie eine noch erhaltene Mittelwand.
- Diese Höhle war im 18. Jahrhundert noch bewohnt – ein Italiener sagte mir, dass auch heute noch Leute in solchen Tuffsteinhöhlen wohnen.
- Höhle mit Stufen
- Hier sogar eine Höhle mit Mobiliar 😉
- Die verlassene Kirche auf dem Berg darf natürlich nicht fehlen.
- Weiterfahrt nach Sorano – die Festung
- Mauern bei der Festung – man sieht, alles auf Tuff gebaut und natürlich auch gelocht
- Die Längsschlitze waren für die Zugbrücke (Da kam das Gegengewicht an Balken hinein)
- Sorano ist eine grosse Tuffstadt und spektakulär gebaut
- Wobei die Strassen noch etwas eng sind, die Etrusker hatten noch keine so langen Wagen, auch die Römer nicht. Und was denen recht war ist Italien billig.
- Immer wieder Garagen in den Tuffsteinwänden.
- Und dann!!! Pitigliano sehen und ich war völlig überwältigt.
- Sogar ein Rest vom Aquädukt ist noch erhalten
- Die Stadt selber ist innen dann nicht mehr so malerisch
- Die Dorfkirche
- Eine Taube nistet – man sieht das ja selten, sie sind scheu. Ich sah sie ihre Jungen füttern.
- Panaoramabild
- Pitigliano im Abendsonnenschein





































Grüß dich Dank für diesen großartigen Artikel.Ich mag Deine Webseite!
Herzlichen Dank!