Reuss

(Geschichten der Nacht)

Beide sassen in einem Boot. Eva und Peter. Es war ein schöner, noch recht warmer Herbsttag. Eva hatte Peter im Geschäft angerufen und ihn gebeten, sich doch den Nachmittag freizunehmen. Peter war, etwas unwillig zuerst, dem Vorschlag gefolgt und so sassen sie jetzt zusammen in dem Boot auf der Reuss. Bei Perlen hatten sie eingewassert. Der Wasserstand war recht niedrig, und sie mussten aufpassen, dass das Boot nicht über die Steine schrammte. Eva sass vorne und musste aufpassen, Peter sass hinten und steuerte. Das Wasser stank etwas, jedoch die Herbstlandschaft war herrlich. Leise plätscherte das Wasser, langsam das Gespräch. Man kam von Hundertsten ins Tausendste. Als das Wasser, nach dem Zusammenfluss mit dem Kanal von Perlen, tiefer wurde, sahen sie dicke Fische schwimmen. Am Ufer standen auch einige Fischer. Idyllisch war es…..
Immer weiter fuhren sie… Die Sonne versank langsam hinter den hohen Uferbäumen. Es wurde kühler und ein leichter Wind kam auf. Das Wasser wurde immer tiefer. Es glitzerte um sie her. Eva war etwas unruhig. Auf Google Earth hatte sie eine Stelle auf der Karte gesehen, wo eine Stelle der Reuss weiss abgebildet war. Das hiess normalerweise, dass dort starke Wellenbildung war. Als sie aber das letzte Mal da runter gefahren war, war ihr nichts besonderes aufgefallen. Das Boot hatte keine hohen Seitenwände, und so kam beim geringsten Wellengang Wasser über die Bordwand.
Das Wasser wurde schneller. Immer schneller. Mit Mühe meisterten sie eine enge Kurve. Schon wollten sie ausbooten, denn sie hatten nun Angst bekommen. Aber, kaum waren sie um die Ecke gebogen, sahen sie, dass das Wasser spiegelglatt war, jedoch immer noch schneller floss. Das Boot lag jetzt tiefer im Wasser. Immer tiefer. Ohne dass Eva und Peter nass wurden. Das Boot sank immer tiefer…
Das Wasser berührte die beiden nicht, sondern sie sanken, wie in einer Wasserglocke, immer tiefer, über sich sahen sie den Wasserspiegel und die letzten Strahlen der Sonne. Jetzt glitt das Boot wieder direkt über die Steine, ohne sie aber zu berühren. Die Fische schwammen jetzt auf beiden Seiten des Bootes dahin und glotzen nur blöde. Die Beiden hielten den Atem an und wagten nicht mehr das Paddel zu bewegen. Wie im Traum glitten sie dahin. Das Wasser blieb hell und ein seltsamer Schein leuchtete. Über Stunden trieben sie dahin. Langsamer wurde die Fahrt. Sie mussten jetzt nahe an Bremgarten sein. Da… plötzlich tauchte vor ihnen das Kraftwerk auf und ein grosses Loch sog alles Wasser in sich hinein….. auch das Boot….

Schlimm? ok, dann lesen Sie nochmals….

Beide sassen in einem Boot. Eva und Peter. Es war ein schöner, noch recht warmer Herbsttag. Eva hatte Peter im Geschäft angerufen und ihn gebeten, sich doch den Nachmittag freizunehmen. Peter war, etwas unwillig zuerst, dem Vorschlag gefolgt und so sassen sie jetzt zusammen in dem Boot auf der Reuss. Bei Perlen hatten sie eingewassert. Der Wasserstand war recht niedrig, und sie mussten aufpassen, dass das Boot nicht über die Steine schrammte. Eva sass vorne und musste aufpassen, Peter sass hinten und steuerte. Das Wasser stank etwas, jedoch die Herbstlandschaft war herrlich. Leise plätscherte das Wasser, langsam das Gespräch. Man kam von Hundertsten ins Tausendste. Als das Wasser, nach dem Zusammenfluss mit dem Kanal von Perlen, tiefer wurde, sahen sie dicke Fische schwimmen. Am Ufer standen auch einige Fischer. Idyllisch war es…..
Immer weiter fuhren sie… Die Sonne versank langsam hinter den hohen Uferbäumen. Es wurde kühler und ein leichter Wind kam auf. Das Wasser wurde immer tiefer. Es glitzerte um sie her. Eva war etwas unruhig. Auf Google Earth hatte sie eine Stelle auf der Karte gesehen, wo eine Stelle der Reuss weiss abgebildet war. Das hiess normalerweise, dass dort starke Wellenbildung war. Als sie aber das letzte Mal da runter gefahren war, war ihr nichts besonderes aufgefallen. Das Boot hatte keine hohen Seitenwände, und so kam beim geringsten Wellengang Wasser über die Bordwand.
Das Wasser wurde schneller. Immer schneller. Mit Mühe meisterten sie eine enge Kurve. Schon wollten sie ausbooten, denn sie hatten nun Angst bekommen. Aber, kaum waren sie um die Ecke gebogen, sahen sie, dass das Wasser spiegelglatt war, jedoch immer noch schneller floss. Das Boot lag jetzt tiefer im Wasser. Immer tiefer. Ohne dass Eva und Peter nass wurden. Das Boot sank immer tiefer…
Das Wasser berührte die beiden nicht, sondern sie sanken, wie in einer Wasserglocke, immer tiefer, über sich sahen sie den Wasserspiegel und die letzten Strahlen der Sonne. Jetzt glitt das Boot wieder direkt über die Steine, ohne sie aber zu berühren. Die Fische schwammen jetzt auf beiden Seiten des Bootes dahin und glotzen nur blöde. Die Beiden hielten den Atem an und wagten nicht mehr das Paddel zu bewegen. Wie im Traum glitten sie dahin. Das Wasser blieb hell und ein seltsamer Schein leuchtete. Über Stunden trieben sie dahin.
Da wurde das Wasser um sie her weiter. Langsam und langsamer glitten Eva und Peter durch eine Unterwasserstadt. Gläsern, durchsichtig, einsam. Ohne Menschen…nur ein paar gläserne Fische – die allerdings in leuchtenden Farben. Eva schaute zurück zu Peter. Und sah, dass auch er durchsichtig war, leuchtend, mit einem sanften Strahlen. Da wusste sie, dass sie auch gleich aussah. Aber ihr langes Haar schwebte grünlich und weich im Wasser.
Sie stiegen aus und betraten ein besonders schönes Haus. Da hob sich das Haus empor…. stieg immer höher und schliesslich tauchte es aus dem Wasser, stieg aber immer weiter in den Himmel empor, durch die Wolken. Das Strahlen der beiden hatte sich verstärkt und wurde so intensiv, dass die Menschen unten im Land zum Himmel emporschauten und den neuen Stern bewunderten. Die Gelehrten gerieten in Streit, wer den neuen Stern zuerst gesehen hatte und woher er denn gekommen sei. Aber mit jedem bösen Wort wurde der Stern blasser, so dass die Menschen angstvoll hochblickten und sich immer grössere Mühe gaben, gute Gedanken zu haben und nur noch liebe Worte zu sprechen. Da wurde das Strahlen immer intensiver und der Stern immer heller, so dass eine neue Sonne am Himmel stand. Diese Sonne war zwar etwas grünlich, aber, da die Menschen immer besser wurden, gedieh auf der Erde immer mehr Wald und anderes Grün, und so passte der grünliche Schein bestens. Irgendwie hatten die Menschen ein Gefühl, als wäre Wasser um sie herum, und sie begannen selber gläsern zu werden und strahlten einen leichten Lichtschein aus…….

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