
Auf einem runden Hügel steht ein kleines Haus. Daneben ein grosser Apfelbaum. Grösser als das kleine Haus. Die Schafe, die darum herum weiden, sieht man vor weitem nicht. Nur die Silhouette von dem Hügel, Baum und Haus.
In dem Haus wohnen seit gestern Eva und Peter. Keiner wollte das Haus haben. Da ist Eva darauf aufmerksam geworden und hat nachgefragt. Ja, das Problem wären die sanitären Einrichtungen. So oben auf dem Hügel. Kein Wasser fliesst da hinauf. Und das Abwasser ist nicht bis ins Dorf angeschlossen, es ist nur eine Sickergrube vorhanden. Peter wird jeden Tag beim Brunnen unten Wasser hochpumpen müssen. Das Haus ist schon recht windschief, aber die Aussicht göttlich. Die entschädigt für alle Mühen.
Eva und Peter gehen durch den einzigen grossen Raum und schauen aus jedem der vier Fenster. Ob Sonnenaufgang oder -untergang, alles können sie sehen. Der kleine Hund darf ungeniert kläffen, keinen stört das hier. Eva hat nur kleine Vorhänge aufgehängt, die am Tag ganz weit zurückgezogen werden können, aber ein Raum ohne Vorhänge hätte doch kalt gewirkt.
Um das Haus steht nur das kurze Gras, das die Schafe immer abweiden. Die gehören dem Bauern dort in östlicher Richtung. Das Haus gehört ihm auch, und so müssen Eva und Peter ihm auch die Miete bezahlen. Dafür dürfen sie so viele Äpfel essen, wie sie wollen.
Und so essen sie tagelang Äpfel, dann Apfelmus, dann gedörrte Äpfel… langsam wird Peter ganz seltsam, wenn er Äpfel sieht.
Und dann essen die beiden plötzlich Schaffleisch. Gigot, Rücken, Lenden, Filet…. jeden Tag… bis es Eva zu bunt wird.
Der Bauer beschwert sich auch, dass einige Schafe nicht mehr nach Hause gekommen wären, und fängt an, den Hund mit scheelen Blicken zu mustern….
Am nächsten Tag sucht sich Eva die grössten Töpfe hervor, und Peter schneidet grosse Brocken Fleisch.
Die Bäuerin sucht am Abend nach ihrem Mann…..
