Das Corona-Jahr

Als ich von meiner Weltreise Ende März zurückkehrte war die Welt für mich noch in Ordnung. Mit U. (meinem Mann) machte ich jeden Tag einen grösseren Spaziergang und wir hatten es – trotz Corona – sehr gut. Leider ist er am 1. Mai an einem psychischen Leiden, welches schon seit einigen Jahren immer schlimmer wurde, ernsthaft erkrankt. An meinem 64igsten Geburtstag, meinem Pensionierungstag, wurde mir klar, dass ich meine Pensioniertenzeit nicht mit ihm zusammen verbringen/reisen würde. Schon einige Tage später musste ich ihn in ärztliche Hilfe bringen. Es geht ihm inzwischen zwar wieder besser, aber er wird (so sagen die Aerzte) nie mehr der Alte sein. Und die Aerzte und Berater rieten mir, ihn ziehen zu lassen.

Nachtrag 2026: Im Jahr 2024 hat man herausgefunden, dass die Probleme von einem eklatanten Mangel an Vitamin B12 verursacht wurden. Das hat mir auch erklärt, warum man manchmal ganz normal mit ihm reden konnte und dann wieder nicht. Inzwischen hat er Spritzen erhalten und kann wieder logisch denken. In den letzten Jahren hat er sich viel mit seinen beiden Enkelinnen beschäftigt und die Freude sie aufwachsen zu sehen und ihnen Geschichten vorzulesen. Er wohnt jetzt ganz in ihrer Nähe. Es geht ihm gut, aber wir werden nie mehr zusammenkommen, da ist zuviel kaputt gegangen.

Der Vitamin-B12 Mangel ist ein wirklich gravierendes Problem. Eigentlich eine Kleinigkeit, aber auch beim Freund meiner besten Freundin wurde nach 18 Jahren diese Diagnose gestellt und auch sie haben sich getrennt. Aber durch meinen guten Rat konnte ihm schnell geholfen werden und er hat inzwischen eine neue, anscheinen sehr liebe Beziehung gefunden.

Wikipedia:

Psychische Beschwerden, neuropsychiatrische Störungen

So bin ich nun gezwungenermassen alleine durch das Coronajahr gegangen. Meist zuhause, wo ich die Zeit für Aufräumarbeiten und Umbauten am Haus genutzt habe. Inzwischen ist auch mein linkes Knie an Arthrose „gestorben“ (das Knien in der Dachschräge hat ihm den Rest gegeben) und ich musste mir Anfang Januar 2021 ein künstliches Knie einsetzen lassen. Nun habe ich also 2 künstliche Knies. Aber es geht mir nun schon wieder sehr gut, ich kann wieder kleinere Wanderungen unternehmen.

Ich habe mich jetzt einer Gruppe von Solocampern angeschlossen und werde wohl diesen Sommer mit den einen oder anderen unterwegs sein.

Ein Gedanke zu „Das Corona-Jahr

  1. regi

    Schön, dass du trotz aller Probleme so positiv gestimmt und aktiv bleibst.
    Freue mich auf weitere Berichte und vielleicht
    auch mal wieder auf ein Treffen in der Schweiz.
    LG regi

    Antworten

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