{"id":4167,"date":"2017-06-21T11:53:48","date_gmt":"2017-06-21T11:53:48","guid":{"rendered":"http:\/\/ramblingrose.ch\/?p=4167"},"modified":"2017-07-05T08:35:54","modified_gmt":"2017-07-05T08:35:54","slug":"zusammenfassung-und-info-zu-reisen-im-balkan-sommer-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ramblingrose.ch\/?p=4167","title":{"rendered":"Zusammenfassung und Info zu Reisen im Balkan \u2013 Sommer 2017"},"content":{"rendered":"<p>Hier beschreibe ich was wir erlebt haben und erhebe keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit, sondern erlaube mir auch einmal (politisch) unkorrekt zu sein.<\/p>\n<p>Dokumente:<br \/>\nAlle L\u00e4nder als Schweizer: Identit\u00e4tskarte<br \/>\nSerbien, Bosnien, Albanien, Montenegro und Mazedonien: Gr\u00fcne Versicherungskarte und Autopapiere zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p>Geld:<br \/>\nSlovenien ist in der EU und hat Euro und ist etwa gleich teuer wie Deutschland.<br \/>\nKroatien ist in der EU und hat Kuna (anscheinend soll man erst an der Grenze wechseln und keine Kuna aus dem Land nehmen). Es ist vermutlich alles leicht billiger als in Deutschland.<br \/>\nMontenegro ist nicht in der EU, hat aber trotzdem Euros.<br \/>\nAlbanien ist nicht in der EU, hat eigenes Geld, allerdings kann man in Euros bezahlen, besonders in Touristenorten wie Museen und dazu geh\u00f6rigen Restaurants (kleine Noten und M\u00fcnzen dabeihaben, es gibt selten Wechselgeld). Das Land ist recht klein und so ist es unn\u00f6tig Geld zu wechseln. Wir haben nirgends Bankomaten oder Wechselstuben gesehen. Alles d\u00fcnkte uns recht billig.<br \/>\nSerbien hat eigenes Geld, 100 Euros waren viel zu viel Geld \u2013 alles ist recht g\u00fcnstig und wir hatten M\u00fche soviel Geld auszugeben, besonders, da man im Land wenige Campingpl\u00e4tze findet und \u00fcberall &#8222;problemlos&#8220; sein Womo hinstellen kann. Ein Mittagessen kostet ca. 3 Euros.<br \/>\nBosnien: genau das Gleiche.<\/p>\n<p>Parken und freies Uebernachten:<br \/>\nAb ca. 15.6. beginnt jeweils die Touristensaison. Vorher kann man fast \u00fcberall gratis parken, danach wird es entweder verboten oder kostet Geld. Freies Uebernachten geht recht gut, wir hatten keine Probleme. Wenn es keine Campingpl\u00e4tze gibt, ist es auch bei Bauern kein Problem einen Nachtplatz zu bekommen. Wir haben nur einen VW-Bus und so ist es in der Nacht oft sehr heiss im Auto.<br \/>\nEntweder auf einer Bergkuppe oder nahe am Meer schlafen, da geht immer ein Wind. Kurz vor dem Einschlafen noch mit aufgedrehter Klimaanlage fahren, bis das Auto k\u00fchl ist, und dann gleich nach hinten verschwinden und T\u00fcren schliessen. Wir haben aber \u00f6fters mit offenen T\u00fcren geschlafen. Wer Angst hat, der lasse die hintere rechte T\u00fcr auf, dann kann man bei einem VW-Bus n\u00e4mlich die restlichen T\u00fcren abschliessen.<\/p>\n<p>Tiere:<br \/>\nWir haben keine wirklich wilden Tiere gesehen. In Albanien gibt es wilde Hunde, die anscheinend nerven k\u00f6nnen. Einige Hasen sagen wir am fr\u00fchen Morgen.<br \/>\nSchildkr\u00f6ten sollte man \u00fcber die Strasse helfen.<br \/>\nBitte keine streunenden Tiere heim nehmen, wer unbedingt eine junge Katze braucht, der frage den \u00f6rtlichen Tierarzt. Spenden zum Kastrieren werden gerne entgegengenommen. Wilde Tiere k\u00f6nnen Krankheiten in die Schweiz mitbringen, die man nicht wirklich brauchen kann.<br \/>\nM\u00fccken: Ja, in Wassern\u00e4he.<\/p>\n<p>Essen:<br \/>\nDie Speisekarte ist recht einfach, quer durch alle L\u00e4nder &#8211; Abgesehen von Seafood: Fastfood, Pizza und besonders Schniposaco! Schnitzel, Pommes, Salat und Cola \u00a0\u2013 fertig! \u00a0Wer lokales Essen mag, der kriegt Cevabcici oder Fleischeintopf. Als Nachspeise gibts Palatschinken (Pfannkuchen mit Eis oder Saucen) \u2013 fertig!<br \/>\nWers schafft Reis zu bestellen, der bekommt sehr leckeres Reis, meist angereichert mit Gem\u00fcse. Dass das Land einmal (teilweise) zu Italien, bzw. Venedig, geh\u00f6rt hat, merkt man daran, dass es manchmal auch Nudeln auf die Speisekarte schaffen.<br \/>\nIch muss zu den Pommes sagen, dass sie allesamt \u00fcbel schmeckten, ausser an einem Ort, da waren sie Weltklasse.<br \/>\nSpeiseeis ist oft offen zu kaufen, im italienischen Stil. Meist sehr lecker und ideal bei heissem Wetter.<\/p>\n<p>Kaffee:<br \/>\nMan bestelle einen grossen Cappuccino, das l\u00e4sst sich gut aussprechen und ist mehr oder weniger trinkbar, meist doch etwas bitter. Ich liebe t\u00fcrkischen Kaffee, mehr in l\u00e4ndlichen Gegenden zu erhalten (bitte vorg\u00e4ngig sagen ob mit Zucker).<\/p>\n<p>Getr\u00e4nke:<br \/>\nEs gibt Wasser in Flaschen, manchmal auch in Trinkwasserqualit\u00e4t im Glas. Wir bekamen hie und wieder ein Cola zero. Das f\u00fcr uns ideale Getr\u00e4nk war: Limunada (frischgepresster Zitronensaft) mit etwas Wasser. Dazu ein Mineral mit Gas und etwas S\u00fcssstoff.<\/p>\n<p>Sprache:<br \/>\nAusser in Albanien werden slavische Dialekte gesprochen, die sich von Land zu Land nur insofern unterscheiden wie bei uns die Dialekte. Ich empfehle auf jeden Fall als Minimum die H\u00f6flichkeitsformen und Zahlen zu lernen, und die Grundnahrungsmittel. Ob Dobry, Dober dan, Dober dag (guten Tag) ist n\u00e4mlich egal, man versteht euch.<br \/>\nVorteil: Polen, Tschechien, Slovakei und ev. noch weitere L\u00e4nder sprechen \u00e4hnliche Dialekte. (Bitte haut mich nicht, ich bin kein Sprachexperte).<\/p>\n<p>Verst\u00e4ndigung:<br \/>\nIn Kroatien sprechen j\u00fcngere Leute ausgezeichnetes Englisch, \u00e4ltere oft eher Deutsch. In Slovenien spricht man eher Englisch. In den anderen L\u00e4ndern wird es schwieriger, manchmal sprechen die Leute auch noch Italienisch. An Touristenpunkten kann immer jemand Englisch oder Deutsch.<\/p>\n<p>Strassen:<br \/>\nIn Slovenien verkaufen sie eine Autobahnvignette, die man als Tourist nicht wirklich braucht, das Land ist klein. In Kroatien gilt Maut auf der Autobahn.<br \/>\nDie Strassen f\u00fchren im Balkan ganz klar durch T\u00e4ler und Schluchten, entsprechend kurvig und holprig sind sie. Gr\u00f6ssere Womos sollen lieber die grossen Ueberlandstrecken benutzen, so welche existieren. In Serbien und Bosnien sind 50 km meist in 1 Stunde zu fahren.<br \/>\nEntlang der Adria gibt es die Magistrale, eine sch\u00f6ne Aussichtsstrecke entlang der Adria, gerne gefahren von Motor\u00e4dern.<\/p>\n<p>Reiseliteratur\/Reisef\u00fchrer:<br \/>\nF\u00fcr Womo-Fahrer gibt es ein Buch \u00fcber Slovenien (sehr gut und viele sch\u00f6ne Strecken), ein Buch \u00fcber Kroatien und Montenegro (nur der K\u00fcste entlang) und eins \u00fcber Albanien (von einem Liebhaber geschrieben). Aber \u00fcber Bosnien und Serbien gab es keine Womo-F\u00fchrer von diesem Verlag. Ich habe leider im Vorab die Uebersicht verloren und vers\u00e4umt f\u00fcr Bosnien und Serbien Reisef\u00fchrer zu kaufen. Im Land selber oder unterwegs habe ich kaum Brauchbares gefunden. Deshalb sind mir auch einige Nettikeiten, wie z.B. die Uvac-Schlucht in Serbien entgangen.<\/p>\n<p>Reisen:<br \/>\nSlovenien ist recht interessant, es gibt Hunderte von H\u00f6hlen. Die H\u00e4user sind oft sehr h\u00fcbsch, besonders die Stadel.<br \/>\nKroatien existiert (f\u00fcr Touristen) eigentlich nur an der K\u00fcste. Die H\u00e4user sind einfach und meist neu. Man sieht viele angefangene Neubauten. Die K\u00fcste ist steinig, felsig. Jedoch werde neu \u00fcberall Kiesstr\u00e4nde k\u00fcnstlich angelegt, was das Baden sehr angenehm macht. Wunderh\u00fcbsch sind die St\u00e4dtchen auf den Landzungen\/Inseln.<br \/>\nMontenegro: Endlich Sandstrand!! Die H\u00e4user sind modern, gross, langweilig. Das Hinterland ist waldig, mit sch\u00f6nen Schluchten.<br \/>\nAlbanien: Wunderbare Gastfreundschaft erlebt. Die H\u00e4user sind oft recht modern, wir meinen, wir fahren durch die Schweiz. Klar gibt es immer noch Eselskarren und ausgesprochen \u00fcble Strassen, aber die Landschaft ist von der unsrigen nicht wirklich zu unterscheiden, besonders in den Bergregionen.<br \/>\nSerbien: Das Gleiche. Wir erkennen keinen Unterschied zur Schweiz, der es sinnvoll machen w\u00fcrde hierher zu reisen (wobei wir allerdings nur den Westen gesehen haben).<br \/>\nBosnien: Das Gleiche. Hier haben wir kaum Sehensw\u00fcrdigkeiten gesehen. Sorry. Allerdings gibt es viele Kl\u00f6ster und Kirchen.<br \/>\nMazedonien: Hier waren wir von einigen Jahren von Griechenland aus. Einige nette Wasserf\u00e4lle, urspr\u00fcngliches Land (\u00fcberall Pferdewagen und wilde Deponien), sch\u00f6ne r\u00f6mische Ausgrabungen, interessanter Berg Kokino.<\/p>\n<p>Fazit: Bez. Landschaft ist nur Kroatien mit dem Meer anders als die Schweiz. Der Rest des Balkans, den wir gesehen haben, war \u00e4hnlich wie eine l\u00e4ndliche Region in der Schweiz.<\/p>\n<p>Klar \u2013 sch\u00f6ne Schluchten, H\u00f6hlen, Burgen, Schl\u00f6sser und Kirchen sind immer sehenswert, aber fahre ich daf\u00fcr \u00fcber 1000 km?<\/p>\n<p>Wasser:<br \/>\nTrinkwasser ist fast \u00fcberall, wo es H\u00fcgel gibt, ausgezeichnet. Fl\u00fcster: Am Wasserhahn des Friedhofs ausserhalb der D\u00f6rfer kann man seine Wasserflasche bequem auff\u00fcllen.<br \/>\nBadewasser: In Serbien und Bosnien lieber nicht in Seen baden, auch lieber nicht in Fl\u00fcssen. Wir haben immer wieder wilde brennende Deponien gesehen, die da rein m\u00fcnden.<br \/>\nDas Meer ist sehr durchsichtig, ausser im Norden von Albanien (hier m\u00fcnden die dreckigen Fl\u00fcsse) extrem sauber. Allerdings Badelatschen kaufen, das Meer ist sehr belebt. Seeigel und sowas wie Seegurken und aller Arten Schnecken gibts ausserhalb der belebtesten Badestr\u00e4nde sofort.<br \/>\nIn Montenegro geht es im Hinterland steil bergauf. Deshalb findet man immer wieder Wasserh\u00e4hne am Strassenrand. Aber oft nicht in Trinkwasserqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Souvenirs:<br \/>\nMeiner Meinung nach ist alles vom Touristenstand = \u00fcbel.<br \/>\nEmpfehlen kann ich Honig, Oliven\u00f6l und Weine am Strassenrand, Gekl\u00f6ppeltes in Slovenien. Falls ihr etwas seht, was jemand anderes 2 m weiter auch anbietet, dann lasst die Finger davon. Obst ist vom Grossmarkt und selten vom eigenen Baum (das nur, wenn dieser Bauer wirklich nur Kirschen verkauft und nicht noch 10 andere Sachen).<br \/>\nOma macht keine Souvenirs im tausendstelligen Bereich.<\/p>\n<p>Sauberkeit:<br \/>\nMan bem\u00fcht sich. Ausser den wilden Deponien in Albanien, Mazedonien, Bosnien und Serbien fanden wir die L\u00e4nder recht sauber. Wenn wir in stille Orte zum Uebernachten fuhren, dann fanden wir \u00fcberall jedoch entsorgte Sofas und Ger\u00e4te.<br \/>\nWir haben immer eine Abfallzange dabei und s\u00e4ubern zum Dank von Gratis-Uebernachtungen immer nach M\u00f6glichkeit den Ort.<\/p>\n<p>Sicherheit:<br \/>\nMan hat uns gesagt, der Balkan w\u00e4re sehr sicher, ausser dass noch Minen verstreut w\u00e4ren.<br \/>\nWir haben keine Probleme mit Dieben oder Bettlern gehabt, ausser ganz am Schluss auf einer Autobahnrastst\u00e4tte der Autoput, da wurden wir angebettelt.<br \/>\nMinenwarnungen haben wir in Bosnien gesehen, als wir etwas abseits schlafen wollten. Unsere Devise war: Wo in den letzten 10 Jahren mal jemand gegangen ist, da gehen auch wir, wo nicht, da treten wir <strong>nicht<\/strong> hin.<\/p>\n<p>Internet:<br \/>\nIch habe eine Sim-Karte von Italien, Frankreich, Deutschland und nun auch noch von Kroatien (Bei der Post, die Telekom). So konnte ich meistens ins Internet. Diese Karte kann man in ein Handy stecken und das als Wlan f\u00fcr den Laptop nutzen. Wer das nicht m\u00f6chte, der kann sich ein Pocketger\u00e4t kaufen, das sendet, aber man kann nicht damit telefonieren. Z.B. wenn man nur eine Sim-Karte in das Handy einstecken kann.<br \/>\nIn Campingpl\u00e4tzen fragt man am besten, wo der ideale Standort f\u00fcr Internet ist (und ob sie \u00fcberhaupt welches haben).<br \/>\nViele Caf\u00e9s und Restaurants haben Internet (WiFi), auch wenn sie es nicht draussen angeschrieben haben. Dort kann man auch mal eine Kamerabatterie oder sonstwas mit einem Stecker aufladen. Ansonsten lieber Ger\u00e4te kaufen, die man mit einer Power-Bank aufladen kann oder im Auto am Zigarettenanz\u00fcnder.<br \/>\nAllerdings ist Wlan mit UPC-Handy und auch anderen Betreibern bald europaweit kein Problem mehr.. das \u00e4ndert sich jetzt von Woche zu Woche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier beschreibe ich was wir erlebt haben und erhebe keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit, sondern erlaube mir auch einmal (politisch) unkorrekt zu sein. Dokumente: Alle L\u00e4nder als Schweizer: Identit\u00e4tskarte Serbien, Bosnien, Albanien, Montenegro und Mazedonien: Gr\u00fcne Versicherungskarte und Autopapiere zus\u00e4tzlich. Geld: Slovenien ist in der EU und hat Euro und ist etwa gleich teuer wie Deutschland. 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