Die grosse Planänderung

Am Dienstag besuchten wir den Skagen-Park und die Tiere des Nordens. Keine Lemminge oder Papageientaucher zu sehen, schade. Danach die kleine Hafentour und ein Bummel durch die Altstadt. Am Mittwoch noch die Bootstour „unter den Brücken Stockholms“. Als wir wieder beim Auto waren, hatte Ueli genug von Skandinavien.

Was wir sehen wollten:
Fjorde, Lemminge, Papageientaucher, Rentiere, Schloss Gripsholm, nordische Wälder und das nordische Licht

  • Was wir uns eingehandelt haben:
    Langsame Strassen mit enormen Bussgeldern (Norwegen soll bis 300 Euros für 1 km/h Uebertretung kosten!)
  • Teures Essen (meist Fast food)
  • Probleme mit Geld! Wir hatten eine Visakarte und eine EC-Karte. Dazu wollten wir sicherheitshalber eine Pay it-Karte kaufen, die wir allerdings nicht sofort aktivieren konnten. Die weisse Karte ist unbrauchbar (Magnetstreifen) und die schwarze Karte dürfen nur Schweden kaufen (Personalnummer). Was wäre, wenn wir die Visakarte verlieren würden oder sie eingezogen würde wegen Eingabeschwierigkeiten? Es gibt (fast) kein Bargeld mehr und Euros oder Schweizerfranken wechseln macht somit auch keinen Sinn, so es überhaupt möglich wäre. Die Visakarte brauchen wir zwingend für das Parken. Unser Tipp: Mind. 2 Kreditkarten dabeihaben und das Limit hoch einstellen
  • Ewig lange Fahrten mit teurem Diesel durch bis jetzt nicht wirklich interessante Gegenden. Was man wissen muss: Nicht jede Tankstelle hat Diesel, und grundsätzlich seien Tankstellen selten.

Wir beschlossen kurzerhand das Experiment abzubrechen und Schweden wieder zu verlassen. Anstelle dessen wollen wir nächstes Jahr mit den Hurtigrouten unsere Fjorde geniessen. Ohne Geldprobleme, ohne Strassen, dafür mit exzellenter Sicht auf Fjorde und sicher wunderbarem Licht.

Das Essen soll auch schmecken und ein Whirlpool auf dem obersten Deck soll uns bei Laune halten.

Was nun machen? Wir fuhren nach Trelleborg auf die Fähre und nach Rostock. Weiter gehts nach Polen. Ein ausgezeichnetes Reiseland! Ich habe bis jetzt nur den Süden davon gesehen. Ausserdem ist es sehr günstig. Nicht dass wir nicht genügend Geld hätten, aber extra aus dem Fenster werfen muss nicht sein. Ausserdem ist das Essen in Polen ausgesprochen lecker und ich habe mir bei meinen letzten Besuchen nie eine Geschwindigkeitsbusse eingefangen. Also kann Ueli seine Nerven wieder erholen.

Wir sind jetzt am Meer, in der Nähe von Stralsund/Rügen auf einem netten kleinen Campingplatz. Waschen unsere Wäsche und gehen jetzt, bei dem heute kalten und bedeckten Wetter eine Erbsensuppe essen.

3 Gedanken zu „Die grosse Planänderung

  1. Gisela Weiler

    Reisen mit den Hurtigruten: 2x sind wir mit den Hurtigruten (MS Midnatsol) von Bergen nach Kirkenes und zurück gereist. Einmal im Februar, die zweite Reise während der Polarnacht. Gerade während der letzten Reise haben wir die Stimmung durch das weiche Licht sehr genossen! Auf Magerøya (hier befindet sich auch das Nordkap) hatten wir um diese Zeit eine knappe Stunde ein diffuses, düsteres Licht. In Kirkenes konnte man um die Mittagszeit Zeitung lesen…
    Die MS Midnatsol hatte es uns angetan: wir hatten eine Mini-Suite gebucht, die nur unwesentlich kostspieliger war als eine Außenkabine. Dafür hatte wir recht viel Platz und eine schöne, sehr komfortable Einrichtung. Das Essen auf der „Midnatsol“ sollte man mit Vorsicht genießen: morgens und mittags gibt es ein äußerst umfangreiches Buffet und zum Abend 3 Gerichte nach Wahl. Wer da nicht aufpaßt, muß sich unterwegs größere Hosen kaufen! Essensmäßig kam auch ich (Vegetarier) zu meinem Genuß: ich habe das gesagt und bekam jeden Abend eine -ääähm- Extrawurst. Bei Beginn der Reise konnten wir uns eine Kaffeetasse kaufen und damit immer gratis Kaffee zapfen. Ansonsten gab es zum Essen stilles Wasser, eine kleine Cola kostete umgerechnet etwa 5€ und ein Bier 7,50€. – Entertainment gab es glücklicherweise nicht, also hat man seine Ruhe. –
    Von den beiden Panorama-Decks aus hat man eine tolle Sicht und die beiden Whirlpools auf dem Oberdeck mit ihren 38° waren -gerade im Winter- das Highlight schlechthin!
    Wer bequem reisen möchte und sich nicht viel auf dem Festland herumtreiben will ist mit dieser Reise gut bedient. Man muß immer bedenken, daß es sich auch bei diesen modernen Schiffen noch um Postschiffe handelt, die in manchen Häfen 30 min., in andern 4 Stunden Aufenthalt haben.
    Ein interessantes Erlebnis ist es auf jeden Fall! – Wozu ich noch raten möchte: wer für die Seekrankheit anfällig ist, sollte sich eine Kabine mittschiffs buchen. unser war ganz vorne -direkt neben der Kabine des Kapitäns- und während der Polarnacht schaukelt es manchmal schon sehr heftig!
    Viel Spaß und Gute Reise all‘ denen, die jetzt Lust auf eine Reise mit den Hurtigruten bekommen haben.

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    1. admin Artikelautor

      Danke Gisela. Sollen wir retour buchen oder reicht ein Weg? Wir werden das ja nächstes Jahr erst machen. Einesteils, weil wir dann die Strassen von Norwegen nicht fahren müssen, andererseits bin ich ja jetzt noch alternativ gross unterwegs.
      Was meinst du, wann kann man am besten Fotos machen – im Winter oder im Sommer?

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      1. Gisela Weiler

        Wir sind beide Male hin und zurück in der Hoffnung, mehr Polarlichter zu sehen. Im Sommer allerdings sieht man die nicht, obwohl sie auch da sind. Dazu müssen wirklich dunkel sein. – Willst du Zeit sparen, nimm die einfache Reise; möchtest du einen zweiten Staedtebesuch machen musst du auch die Rueckreise nehmen. .

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