Gen Norden – mit Freud und Leid

Wir sind wieder unterwegs auf grosser Tour. Diesmal wollen wir Skandinavien erkunden. Das erste Mal, wenigstens für Norwegen und Finnland. Und sehen uns gleich mit einigen Hindernissen konfrontiert. Bargeld: nein! Dänemark hat Kronen und man kann meistens mit Visa-Karte oder EC/Maestro bezahlen. Das Bargeld aus einem früheren Dänemark-Urlaub haben wir einem Strassenmusiker gespendet.

In Schweden soll Bargeld, also Münz/Kleingeld nur noch an Waschautomaten und an Duschen gebraucht werden. Heute habe ich aber noch eine Note gesehen.

Deshalb haben wir unsere Karte grosszügig aufgeladen, bzw. überladen. Das muss für 6 Wochen reichen.

Auch Parkautomaten werden mit Karte bezahlt. Heute morgen in Kopenhagen also brav Karte rein und bezahlt. Park and ride. Ok. nur ein Preis! Oder? nein heute Abend dann die dicke Busse am Auto von 100 Fr. Wir hätten den Parkautomaten mit der Plustaste auf die erforderlichen Stunden bringen müssen *seufz

Soviel zu den Vorbereitungen.

Gestern in Hamburg. Wir kennen Hamburgs Strassen und Autobahnen jetzt ausgiebig. Das Navi war äusserst hilfreich. Es hat uns alle 5 Minuten vor einem Stau gewarnt und auf eine andere Route geschickt. Toll. Nicht? Nein. Denn jede Strasse war verstopft. Nach 4-5 Stunden waren wir endlich aus der Stadt raus. Mein Tipp: Nur in der Nacht durch Deutschland fahren.

In Dänemark angekommen wollten wir uns gemütlich Kopenhagen ansehen. Abgesehen von dem oben beschriebenen Parkproblem war das locker und entspannt. Das Stadtzentrum ist überschaubar und ideal für einen anspruchslosen Touristen. Das Tivoli öffnet erst um 11, die kleine Seejungfrau räkelt sich (haben wir das letzte Mal schon besichtigt) etwas ausserhalb, die Gebäude waren imposant und das Wetter war perfekt.

Dann über die Brücke nach Schweden, wo wir jetzt, Samstag Abend, 5.5. in Ystadt angekommen sind. Ahnungslos etwas Nervennahrung zu mir genommen. Musste mir dann von deutschen Touristen erklären lassen, dass ich ein Stück der berühmten blauen Wallandertorte gegessen hatte, in der Wallander-Konditorei. (Für TV-Unbedarfte: Kommissar Wallander kümmert sich in Ystad um Verbrechen und Mordfälle. Deren es übrigens im Norden extrem viele gibt. Die Strassen sind mit Toten gepflastert, jedenfalls wenn man die Krimis liest.

In Wirklichkeit sind die Strassen sehr gemütlich befahren. Mit 40 km/h schaffe ich es nicht eine Leiche zu produzieren. Und die Strafen für zu schnelles Fahren werden mich auch ausserhalb nicht zum Raser werden lassen.

Eigentlich habe ich einen Camper. Mit allem drin. Brauche nichts, als einen Parkplatz. Aber in Skandinavien ist das nicht so einfach. Es gibt da Campingplätze. Und wo es solche gibt, da sollen sie auch genutzt werden. Fertig!

Ok, sie werden genutzt. Tausende und Abertausende sind auf dem Campingplatz von Ystad. So viele, dass auch ich unverbesserlicher Freisteher demütig werde und einchecke. Deshalb ist heute Internet und dieser Bericht möglich. Der Platz ist sogar ganz nett. Schön am Meer/Strand gelegen. Und der Vorteil vom Norden ist, dass man sogar noch etwas vom Abend hat. Die Sonne scheint noch lange. Was allerdings nicht heisst, dass man nach 16 Uhr noch problemlos auf den Camping kann *seufz.

Ich würde ja lieber bis 22 Uhr durchfahren… dafür lieber etwas Siesta machen und mich wieder etwas auftanken.

4 Gedanken zu „Gen Norden – mit Freud und Leid

  1. regi

    Das ist ja was! Wir haben uns nur knapp verfehlt, die Brücke nach Dänemark haben wir am 4. Mai vom Aussichtspunkt in Bunkeflostrand angesehen, die Strassen in Richtung Ystadt (u.a. am Smygehuk -südlichster Punkt Schwedens) sind wir einige Male entlanggefahren, Ales Stenar war interessant, das Städtchen Ahus ebenfalls …
    Die Geschwindigkeit auf der Strasse ist sehr entspannt. Alle fahren recht “ gesittet“. 🙂

    Viel Freude und schöne Erlebnisse unterwegs für euch!

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