Rund um den Napf

Eigentlich… ja, eigentlich wollten wir unsere Rosinante schon einmotten für den Winter. Dann aber sahen wir, dass wir eine Reihe von wunderbaren Herbsttagen haben sollten. Also los und ins Entlebuch, Napfregion und Emmental. Erstaunlich nah alles! In einer guten halben Stunde waren wir schon an der kleinen Emme.
Als erstes besichtigten wir das Tropenhaus bei Wolhausen. Durchaus sehenswert und der Besuch im Restaurant dort, mit Früchten aus den eigenen Bäumen, war ein Erlebnis.
Leider liegt es etwas abgelegen, aber wir wollten sowieso noch wandern. Ich würde einfach nicht bei Regen dort hingehen. Uns erwartete eine Ueberraschung in Form einer Geburt eines Kälbchens auf der Wiese, gleich neben der Zufahrtsstrasse.

Uebernachtet haben wir in Bramboden. Am Morgen früh, kaum war die Sonne aufgegangen, wanderten wir in der noch jungen Herbstsonne über die Kreten!

Dann gings weiter nach Sörenberg und dort auf den Moorlehrpfad. Angelegt als Park für Familien, aber auch durchaus sehenswert für Einzelwanderer. Am Horizont sahen wir die Schrattenfluh. Dort müssen wir beim nächsten Besuch unbedingt hin, aber das wollen wir lieber besser vorplanen. Jedenfalls ist dieser Berg wirklich eindrücklich. Oh, ich ergehe mich in Superlativen. Nun, deren gab es mehr. Jeder, aber wirklich jeder wollte am Glaubenbielen vorbei (ist dort wirklich kein Pass?) nach Unterwalden (oder Gegenrichtung) und die Strasse war äusserst schmal. Dafür war die Aussicht fantastisch und die Alp Glaubenbielen, inkl. Meringues mit Nidle, im Herbstlicht einfach nur schön.

Anschliessend gings Richtung Emmental. Also Escholzmatt, wo wir in der Nähe der Lourdesgrotte wieder übernachteten. Dann nach Marbach und Eggiwil. Dort wollten wir eine Sägerei besichtigen und etwas Holz kaufen. Wir bekamen noch die Adresse eines Drechslers und den fanden wir in der Alphornmacherei. Sehr interessant! Falls ihr einen grossen alten Baum vor eurer Haustür habt und der mal weg muss: Daraus macht der Drechsler noch einen Stuhl, oder eine dekorative Holzkugel.

Wir wollten noch bis Lützelflüh fahren und dann wieder ins Entlebuch, nach Willisau. Eine kleine Wanderung am Mühlenbach entlang lohnt sich, aber dem Gotthelf sind wir nicht begegnet. Später dann in Willisau war gerade Markt und kein Durchkommen in das wirklich sehenswerte Städtchen. Deshalb habe ich ein Foto von letzter Woche eingefügt.
Danach gings noch hoch zur Pilgerkirche von Werthenstein. Wer pilgern mag, der findet viel Arbeit im Entlebuch!
Wir werden wieder in diese Region gehen… und wer an diesen schönen Herbsttagen im Bett liegt, der macht was falsch. Im November ist grosser Kunsthandwerksmarkt in Signau. Wir gehen hin.

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