Serbien – In den Schluchten des Balkan – Bosnien i Herzegowina

Eigentlich dachten wir, wir sind in Zlatibor bestens aufgehoben, als ich am Morgen duschen wollte und kein Wasser kam. Die ganze Stadt hatte über Stunden kein Wasser.
Danach fuhren wir nach Sirogojno zum Freilichtmuseum. Dort sahen wir, dass man im Museum hätte übernachten können. Das würde ich allen sehr empfehlen! Mehr Lokalkolorit kann man schwerlich bekommen. Die Häuser waren interessant und wir konnten sogar noch etwas dazu lernen.
Danach gings nach Mokra Gora. Nachdem mir letztes Jahr die Fahrt in der Waldbahn ins Wasser gefallen war, konnten wir jetzt mit einer Dampfbahn fahren – oder? Oder nicht. Kein Dampf, nur normaler Diesel. Aber die Fahrt auf der extremen Schmalspurbahn war interessant und die steilen Kehren hat so schnell keine andere Bahn.
Wir hatten nun unsere 24 Stunden in diesem Land verbracht und wollten weiter nach Bosnien. Aber zuerst wollten wir unser Geld noch aufbrauchen. Serbien ist ein billiges Land, somit haben wir getankt und einiges eingekauft, aber es war wirklich nicht einfach einen teuren Einkauf zu tätigen, wir wollten ja keine handgestrickten Jacken mitbringen, davon habe ich noch von Madeira genug zuhause.

Der Grenzübergang ging problemlos. In der nächsten grösseren Stadt konnten wir wieder für 100 Euros Landeswährung beziehen. Nur einen Reiseführer über Bosnien gabs nicht. Somit haben wir an einer Tankstelle eine Karte gekauft und steuerten zuerst Richtung Sarajewo. Ueli mag keine Städte, somit werden wir bald nach Norden abbiegen. Wir fuhren durch weitere Schluchten (des Balkans) und entlang einem wunderschönen Stausee (leider wieder mit brennender Deponie am Strassenrand).
Jetzt sind wir auf einer Nebenstrasse, sorgfältig bemüht auf keine Landminen zu treten, sondern nur dort zu gehen wo in den letzten 10 Jahren schon einmal jemand durchgegangen ist.

Gute Nacht.
Nix gute Nacht. Es war so heiss im Auto, dass wir noch 15 Minuten weiterfuhren, mit voll offener Klimaanlage, und dann wieder einen Schlafplatz suchten. Jetzt war es nur noch 25 ° im Auto und wir konnten wunderbar schlafen.

Heute nun fuhren wir stundenlang Richtung Norden. Es war grün, bergig, Skilifte wurden angezeigt, 1200m ü.M. war ein Pass. Es ging durch wilde Schluchten und normale Wälder und üppige Wiesen. Die Dörfer waren einfach aber recht modern, kurz, alles sah wie zuhause aus, etwas abseits der grossen Städte.

Etwas wirklich Interessantes war nicht zu sehen, ausser vielen orthodoxen Kirchen und einigen Felsen. So sind wir wieder in Kroatien wo ich ja Internet habe. Gleich werden wir über eine weitere Grenze fahren, wieder nach Slovenien. Da ist in meinem Womo-Führer noch einiges eingezeichnet, was wir uns in den nächsten Tagen ansehen werden.

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