Rückblick auf meine Singlereise

Ich bin inzwischen gut wieder zuhause angekommen. Das Auto ist zur Ueberholung in der Garage (Scheibenwischer) und ich war wieder in der heimischen Badewanne *lach

Jetzt werde ich einige Tage meine Kunden betreuen und dann 2 Wochen mit meinem Mann etwas die Schweiz bereisen.
Dann gehts nach Budapest und hoch in den Norden – Slovakien und Polen mit B., meiner Freundin, die ihr schon aus der Madeira-Reise kennt. Ueber Dresden gehts dann in den Westen von Deutschland.

Ihr fragt euch jetzt sicher, ob ich nicht Angst hatte so alleine, oder ob mir nicht langweilig war?

Nein. Weder Angst noch Langeweile. Aber mir ist wohler, wenn keine Leute in der Nähe sind. Also lieber im tiefsten Walde schlafen als auf einem Dorfparkplatz. Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass der sadistische Massenmörder vorbeikommt ist einfach geringer. Auch besoffene Randalierer sind dort bedeutend seltener.
Das einzige Mal wo ich überfallen worden bin, vor knapp 40 Jahren, war in Frankreich auf einem Zeltplatz – unter Dutzenden von Menschen. Man hat einfach den Zaun heruntergedrückt, ist in den Camping hinein gefahren und hat alle Zelte aufgeschlitzt. Ich als alter Profi hatte meinen Geldbeutel im Schlafsack zwischen den Beinen, mein damaliger Mann hatte ihn neben sich, an der Zeltwand. Der war dann natürlich weg. Das Geld, nicht der Mann. *smile

Langeweile hatte ich auch nicht, weil ich ja immer im Blog schreiben musste/wollte. Also gab es 1. eine Aufgabe und 2. eine Kommunikation mit euch. Herzlichen Dank übrigens für all eure Kommentare. Die müssen jeweils zuerst freigeschaltet werden und dazu muss ich im Internet sein. Aber ich hatte ja so alle 1-2 Tage wieder Internet. Auch Mails habe ich viele bekommen. So hat man sich auch gelesen gefühlt. Es ist ja so, dass ich einerseits für meine Freunde und Bekannten schreibe, und andererseits Infos liefere für Menschen, die auch mit so einem Rosinantchen/VW-Bus unterwegs sein möchten. Oder den Ausbau/Ankauf eines Fahrzeugs planen.

Unterwegs habe ich all meine Musik auf Memory-Sticks aufgenommen und stundenlang abgehört. Ich hatte auf jedem Stick ca. 2000 Musikstücke. Hier ist es von Vorteil, wenn man, je nach Abspielgerät, diese auf mehrere Alben verteilt von je 200 Stück. Sonst kann man nämlich nie alles abhören, da auf diesem Gerät nur 250 Songs gespielt werden. Auch empfehlen sich gemischte Alben, weil man/ich keine 100 Titel von demselben Interpreten hören kann ohne Richtung Wahnsinn zu driften.

Dann habe ich endlich mal wieder viele Bücher am Stück gelesen. Ich glaube, ich habe sicher 4 oder 5 Bücher gelesen in dem letzten Reiseblock. Da waren viele der Afrikaromane von Edgar Wallace und Die Kinder des Käpt’n Grant von Jules Verne. Beides mehr oder weniger Reisebücher. Dann „il piccolo principe“ (Der kleine Prinz) von St. Exupery. Und dann all die Womo-Führer, die mir sehr gute Dienste geleistet haben. Ich habe gerade wieder einige davon gekauft für die nächsten Reisen. Tipp: Zuerst zuhause die Infos um die Touren herum lesen. Das hätte mir besseres Internet und sonstige nützliche Tipps eingebracht. Es steht nämlich alles da. So man es liest. *seufz

Zum kochen habe ich immer noch keine Lust. Ich denke eher, dass ich mehr Fertignahrung, wie einen Proteindrink oder Haferflocken, mitnehme (Haferflocken bekommt man in Italien nicht). Das mit den Früchten ist ja diesen Frühsommer wirklich ins Wasser gefallen. Ich glaube, dass man in Italien noch nie so üble Früchte verkauft hat wie dieses Jahr.
Allerdings will B., die früher ein echtes Womo besass, sich doch mit Kochen beschäftigen. Also werde ich ihr vermutlich die Küche überlassen und geniessen was sie mir kocht, sie kocht nämlich wirklich gut und lecker.

Es wird sich dann zeigen, wie es sich länger am Stück zu zweit reist. Ihr dürft also in einer Woche wieder zuschalten und mitlesen.. es geht wieder weiter…

2 Gedanken zu „Rückblick auf meine Singlereise

  1. Denise

    War interessant zu lesen von wegen sich schlau machen aus Büchern. Wo du schläfst, wie du deine Plätze zum Übernachten aussuchst. Wir waren drei Tage im Tessin und übernachteten im Wohnmobil von Paolo. Er hat sich so einen VW Bus gekauft in dem man zu zweit übernachten kann. Wir fanden im Maggiatal sehr schnell einen Platz zum Übernachten. In der zweiten Nacht ist der Paolo so um eins am Morgen ans Steuer gesessen und hat Umplaziert weil er das Plätschern des Brunnen nicht mehr hören konnte.
    Ein Bach geht und beruhigt ein Brunnen stört. Dies sagte ich ihm, was er nicht wahrhaben wollte. Also ich schlief, als er das Auto ein Stück weiter am Bach platzierte.
    Vielen Dank für deine Berichte. ich freue mich auf weitere.

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    1. admin Artikelautor

      Genau. Und es kann jeden Tag wechseln. Wochenende ist auch nicht gleich wie unter der Woche. Ich habe 2x umplaziert, weil mir nicht wohl war, einmal wegen Lärm, den man erst hörte, wenn man schlafen wollte und einmal wegen Unsicherheit, ob ich nicht zu nah am Abgrund war.

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