Süsses Argentinien 1979 und der Rest unserer Reise

In Chile fuhren wir so weit nach Süden wie damals eine Strasse nur gehen konnte. Was allerdings nicht sehr weit war. Dann überquerten wir die Anden und fuhren nach Bariloche in Argentinien. San Carlos de Bariloche war für unsere Touristenaugen eine wahre Erholung. Hier haben Schweizer gesiedelt und entsprechend sahen Landschaft und Dorf auch aus. Und das Allerschönste war!!! Es gab hier Schokolade!

Bariloche

An jeder Strassenecke war eine Confisserie mit Schokolade und anderen Süssigkeiten. Besonders die Baumstammschokolade, die ganz dünn geraffelt war, war ausgesprochen lecker.

Bariloche2

Nach 6 Monaten endlich wieder in einem Bett mit 2 Leintüchern und einer Bettdecke! Und Tapeten an den Wänden, Teppich und Vorhang. Hier sieht man auch meine Handtasche, mit der ich die letzten 2 Monate unterwegs war als alleiniges Gepäck. Leute, merkt euch das.. es reicht, wenn die Klimaunterschiede nicht allzu gross sind.

An einem Tag wollte D. etwas privatisieren. Deshalb habe ich mir kurzerhand ein Steak gekauft und ging hinaus in die Natur. Dort gab es kleine wunderhübsche Seen und Hügelchen. Ich erstieg so ein Hügelchen zwischen 3-4 Seelein und machte ein Feuer und briet mir mein Steak. (Nach spätestens 2 Monaten beginnt ein Schweizer von Servelat zu träumen und Servelat brät man am besten am Lagerfeuer). Dieses Foto habe ich oben auf meinem Hügelchen gemacht.

SeenBariloche

In der Nähe besichtigten wir noch einen hübschen See mit einer kleinen Insel. Auf der Viktoria-Insel wuchsen endemische Bäume, also es gab diese Bäume nur dort. Im Licht der Sonne sahen die Stämme der Bäume rotglühend aus. Hier wurde der Bambi-Film gedreht, bzw. im Trickfilm sieht man diese Bäume gezeichnet. Ein schöner Ort.

Und wieder eine 40-stündige Bahnfahrt nach Buones Aires durch die Pampa. Diesmal hatten wir für Proviant gesorgt. Aber es gab im Zug exellente Bordküche, hätten wir denn Lust gehabt teuer einzukaufen. Die anderen Leute haben ununterbrochen Mate-Tee getrunken. Dazu gab es am Anfang des Zuges einen Metalltisch. Darauf machten die Leute auf einem Kocher Wasser und füllten das in ihre Kokosnuss-Becher. Das war eine ausgehöhlte Kokosnuss oder Kalebasse, also Kürbis, meist wunderhübsch mit Silber verziert. Darin haben sie Mate-, also Koka-Blätter hineingetan und dann immer wieder heisses Wasser dazugegossen. Keine Angst, das ist keine Droge, dazu müsste man noch etwas anderes hinzufügen.

Pampa

Der ausgesprochen nette Kellner wollte uns immer was Leckeres verkaufen. Er selber schlief übrigens in der Kofferablage. Die war wenigstens länger als die Bänke.

Von Buones Aires aus hatten wir wieder Flugtickets nach Hause, allerdings mit Zwischenstopp in Rio.

Nach Feuerland und Patagonien zu fahren wäre zwar unser Wunsch gewesen, aber es wäre teuer geworden und so haben wir das sein lassen. Ausserdem war uns nicht ganz klar, was wir da besichtigen sollten. Heute weiss ich was ich dort sehen möchte *lach. Ich würde Achat suchen gehen und fotografieren bis die Kamera glüht. Das Licht dort muss sagenhaft sein.

Wir machten noch eine Bahnfahrt an die Iguazu-Wasserfälle. Sehr interessant und wunderschön.

In Rio de Janeiro war dann Endstation. Wir kauften Kleider, gingen zum Coiffeur und machten uns hübsch. Die Fotos davon sind so hässlich, dass ich euch damit den Abschluss dieses Berichtes nicht versauen möchte.

Und so kamen wir schlussendlich fast ohne einen Rappen Geld wieder in der Schweiz an.

Ich selber habe mich an 4 Arbeitstellen (blind) beworben, konnte mir 3 davon ansehen, wurde bei mind. 2 positiv beurteilt und konnte am nächsten Tag bei der einen davon gleich anfangen. So geht das!

3 Gedanken zu „Süsses Argentinien 1979 und der Rest unserer Reise

    1. admin Artikelautor

      Das freut mich doch. Habe alles Relevante was noch verblieben ist gescannt und gebracht. Aber aktuell werde ich natürlich mehr fotografieren. Fertig mit Filmrollen und miesen Kameras!

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