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Weiter mit Aerger und… auf ins grosse Abenteuer

Heute morgen bin ich sehr früh aufgestanden für die Tour nach Key West. Die Tour sollte 12 Stunden dauern und mir somit 4 Stunden bleiben bis zu meinem Flug heute Abend. Aber in Key Largo hörte ich, dass die Tour über 15 Stunden dauern würde. Wie schon gesagt, eins zieht das andere nach *seufz. Ich also ausgestiegen. Aber ich war wenigstens auf einer der Keys.

Also mit öffentlichen Verkehrsmitteln wieder zurück und dann auf den Flughafen und am Abend nach Panama geflogen. Man kann nicht direkt nach Caracas fliegen, das ist gesperrt. Dann die halbe Nacht auf dem Flughafen verbracht und bin am Morgen dann nach Caracas geflogen. Dort wurde ich von einem Bekannten meiner Gastgeber vom Flughafen abgeholt und bin jetzt in Caracas. Warm, laut, dreckig, das pralle Leben auf der Strasse. Alles sehr verwohnt und verrostet. Die Leute sind nett, aber viele sind ausgewandert.

Meine Gastgeber sind sehr nett, man hat mir die Wäsche gewaschen (ich muss damit immer etwas aufpassen, da ich eine Waschmittelallergie habe.) Dann habe ich mit meinem Reiseleiter Kontakt aufgenommen und morgen nachmittag wird es schon losgehen, die mehrtägige Tour zum höchsten Wasserfall der Erde! Und diese Nacht darf ich dann wieder einmal schlafen. Ich weiss nicht wann der nächste Bericht hier kommt, es kann einige Tage dauern. Ich habe hier keine SIM-Card bekommen und werde unterwegs eher selten Internet haben. Drückt mir also die Daumen, dass ich das alles glücklich überstehe. Aber nach Regen kommt Sonnenschein und so hoffe ich auf das Beste.

Habe mich gerade entschlossen den Laptop nicht auf die Reise mitzunehmen. Muss das Reisegepäck reduzieren. Also nächster Bericht in einer Woche.

Fazit Florida und US

Wo Licht ist da ist auch Schatten. Und so wurde ich heute ausgesprochen nett in meinem „alten“ Hotel in Florida wieder begrüsst. Leider kostet es heute bedeutend mehr, da inzwischen die Touristensaison angefangen hat.

Zuerst die Zusammenfassung. Die USA ist erstaunlich homogen. Die Highways sind fast überall gleich, die beiden Spuren getrennt, daneben Wald. Man sieht also nie etwas vom Land. Die Leute fahren anstelle der erlaubten 70 Meilen 80-90 Meilen. Ausser es wird Nacht oder beginnt zu regnen. Dann fahren sie 65 Meilen in der Stunde *seufz.

Die Wohngebiete sind auch fast überall gleich. Hübsche kleine Holzghäuser entlang der Strassen, dazwischen einzelnen grosse Bäume, Gehwege. So wie man das halt aus den Filmen kennt. Die Shopping-Center sind sich auch überall ähnlich und was an Restaurants unterwegs geboten wird ist klar. Es sind die grossen Namen, die wir auch in Europa kennen. Also ausser Eisbergsalat kein gesundes Essen. Gesundes Essen, welches dann auch schmeckt, bekommt man beim Mexikaner oder Inder. Das Essen ist für einen Schweizer recht billig, für 10 $ bekommt man immer eine sättigende Mahlzeit.

Die Hotels entlang der Autobahn sind durchwegs teuer – aktuell (2019) hier ca. 80 $. Dafür ist der Benzinpreis günstig, eine Tankfüllung für mein Kleinauto war jeweils 20-25$.

Was ist denn nun der Sinn einer USA-Reise? Es sind die Parks. Wer mit einem Camper unterwegs ist bezahlt noch jeweils den Parkplatz für die Nacht, aber ich denke, es lohnt sich, man ist unabhängiger. Und die Parks sind wirklich absolut toll. Klar, meine Info ist teilweise 40 Jahre alt, aber ich denke, die Canons stehen alle noch und auch die Wasserfälle sind noch vorhanden. Hier/aktuell habe ich die Sümpfe von Florida und Louisiana besucht und war begeistert. Leider gab es keine zweite Kajakfahrt mehr, die war einfach nur ein Traum.

Schlecht war, dass mir in einem Hotel mein Führerschein einbehalten wurde und am nächsten Morgen war der dann verloren. Das hat mich unendlich viel Zeit gekostet und auch viel Aerger. Als in der Nähe von Miami mein Auto zu husten begann, wollte ich es umtauschen. Aber ohne Führerschein hat man es gleich dabehalten und ich bin jetzt ohne Auto. Eins zieht also das nächste nach sich. Eigentlich wollte ich noch nach Key West fahren. So musste ich also in ein Hotel gehen. Die Autovermieter waren zwar so freundlich mich zu meinem Hotel zu fahren, aber das kostet inzwischen ein irrsinns Geld. Ich hätte lieber das Internet fragen sollen und dort buchen. *tiefseufz

Für morgen habe ich deshalb eine Bustour nach Key West gebucht und werde morgen Abend weiterfliegen nach Panama – und dann nach Venezuela. Mein armer Mann ist am Herumrennen um mir noch den Führerschein nach Hawaii zu organisieren, wo ich wieder ein Auto gebucht habe. Es lohnt sich sehr, jemanden zuhause zu haben der für einen die nötigen Papiere (heutzutage Karten) besorgen kann. Ich habe ihm alle erdenklichen Unterschriften hinterlassen.
Auch eine SIM-Card pro Land ist dringend nötig. So kann man anrufen, kann buchen und kann erreichbar sein. Ausserdem konnte ich dass Telefon auch als Navigation im Auto brauchen.

Blue Springs und Manatee

Am letzten Tag werde ich noch ein (böses) Fazit schreiben über Amerika.
Gestern gab es einen Temperatursturz und jetzt ist es hier bitter kalt. Muss das Jäckchen anziehen *seufz

Baden mit den Manatee ist nicht, aber ein Aussflugsboot fährt langsam über den Fluss. Wir bekommen noch einmal all die Vögel, viele Alligatoren und Schildkröten zu sehen.

Im Bayou – Atchafalaya River und Brücke

1973 wurde durch die Sümpfe in der Nähe von New Orleans eine Brücke gebaut. 1978 fuhr ich in einem Greyhoundbus darüber. Ich schlief. Als ich mal kurz ein Auge öffnete bin ich fast aus dem Häuschen geraten. Wir fuhren stundenlang auf einer Brücke, hoch über den Baumwipfeln und unter uns ein Kanal. Aussteigen konnte ich nicht. Aber jetzt hatte ich eine Wartezeit von einigen Tagen und so bin ich die 15 Stunden von Miami her hochgefahren um mir diese Sache genauer anzusehen.

Als ich im Center ankam war Thanksgiving-Wochenende und alles ausgebucht. Aber ein Käpt’n hat dann doch für mich den Königinnenssitz freigemacht und so durfte ich mitfahren!

Wir haben zu seinem Leidwesen nur 2-3 schwimmende Alligatoren gesehen, in dieser Jahreszeit auch fast keine Vögel. Aber es war wieder einmal ein Märchenland! Ein „versunkener“ Wald aus Zypressen hatte es uns allen sehr angetan. Und… jetzt lasse ich wieder Bilder sprechen…

Der schönste Morgen meines Lebens

Ich möchte nicht viel über Amerika selber erzählen. Lieber über einige Parks, die ich unterwegs besucht habe. Heute war das der Silver Springs Nature Park im Norden Floridas. Zuerst habe ich als einer der ersten im Park ein Kajak gemietet. Und bin in eine Wunderwelt eingetaucht. Vergesst jegliche Meditation oder irgendwelche Drogen – Nichts kann dieses Erlebnis vergleichen. Einfach eine wunderbare Erfahrung durch dieses kristallklare Wasser zu gleiten und über sich die moosbehangenen Bäume und überall irgendwelche Tiere – und dann kamen auch noch die Manatees! Im Glasbodenboot fuhren wir über den See und dann sahen wir sie – 3-4 davon. Riesige Kolosse, die sich da friedlich im Wasser tummelten! Einfach grossartig!

Es ging dann aber nicht so toll weiter… ich sag mal nichts. Auf jeden Fall fuhr ich dann noch einige Stunden problemlos weiter und bin jetzt in New Orleans angekommen. Ich werde morgen das Bayou besuchen und muss dann wieder nach Miami zurückfahren. Aber jetzt… schaut euch diese Bilder an!!!

Mietauto und Everglades

Ich weiss, es ist jetzt das zweite Mal, dass ich in Miami ankomme. Und es wird ein drittes Mal geben. Alles wie erwartet. Lange Schlange am Zoll, noch längere Schlange am BudgetRentaCar – einen Gruss an den dortigen Mitarbeitenden. Super wie der das macht und Nerven hat der!!! Dann der Moment wo man in der Garage das Auto sieht und einsteigt. Meine 20 Jahre alte Karre hat aber auch gar nichts gemeinsam mit so einem modernen Autochen. OK, ich habs dann geschafft per Startknopf das Autochen zum laufen zu bringen. Leider das Licht vergessen. Mir gefällt ja das APP „Here“, mit dem man auch eine super Routenplanung hat. Damit dann aus dem Parkhaus rausgekommen und auf den Wirrwarr der Highways gefahren. Fazit: Es war ein grauenhafter Abend! Langsam beginne ich mich zu entspannen. Es ist schon 22 Uhr. Meine Gastgeber erwarten mich.

Als ich dann wirklich in der modernen Wohnsiedlung an den Wasserläufen in Weston angekommen bin suche ich noch eine halbe Stunde nach der völlig unlogisch nummerierten Wohnung. Dann doch gut geschlafen und nun geht es los in die Everglades!

Das Negative am Reisen ist die jeweilige Unsicherheit. Wenn man so Nachts um 11 auf der Strasse steht. Alles ungewohnt. Also Leute, darauf achten, dass Handy und Laptop immer gut geladen sind, dass ihr alle Adressen schön aufschreibt. Ev. ein Foto macht von der Landkarte und immer was zu Essen oder Trinken dabei habt.

Everglades: Die Sumpfboote müssen über Pflanzen und durch das hohe Gras fahren können und haben deshalb einen Flugzeugmotor hinten auf dem Boot. Der wird auch durch einen richtigen Propeller angetrieben. Leider ist genau dieses Foto nicht mehr gelungen. Wir sind also unter Riesengeheule gestartet und etwas durch den Sumpf gebraust. Es macht schon Spass! Die Tiere kennen das und eigentlich wird immer nur in einem ganz kleinen Gebiet gefahren. Wem es also nicht passt, der wandert halt eine Sumpfstrasse weiter. Wir haben Geier gesehen, wieder den Weisskopffischadler – der einmal einen vom Boot aufgescheuchten Fisch 1m vor mir aus dem Wasser gezogen hat!

Dann natürlich die Alligatoren. Allerdings hatten die weder Handtasche dabei noch Schuhe, und so muss ich halt weiter mit meiner einfachen Handtasche leben *tiefseufz
Sie waren aber wirklich riesig! Viel grösser und dunkler als der Kaiman im Caronisumpf.

Danach bin ich weiter durch die Everglades gefahren über den Highway, aber immer am Wasser entlang. Da gab es viel Roadkill. Also tote Vögel am Wegrand, später auch Waschbären und anderes. Schade.
Später kam ich dann in Naples an und wollte mir was zu essen kaufen. Aber das war extrem schwierig. Hunger, Hunger brüllte ich in meinem Autochen. Alle Restaurants hatten zu und bis man überhaupt an die herankam von der Autobahn her… ach ja. Wir hatten heute Thanksgiving. Deshalb. Und als ich dann endlich was offen sah, war es ein Subway, und eine Schlange, dass ich 2 Stunden auf mein Essen warten musste. Morgen ist Black Friday, das wird ja nochmal was geben… aber ich bin jetzt im Lake District und möchte dort kajaken gehen. Also werden mich die Einkaufswütigen nicht stören, ev. bin ich ja ganz alleine dort?

Fazit – Dominikanische Republik

Die dominikanische Republik ist völlig anders als Trinidad. Während sich in Trinidad eine englische Vergangenheit zeigt, ist hier die spanische Vergangenheit noch sehr präsent. Besonders die spanische Lebensart. Es wird gesungen und gelacht, das Radio plärrt auf 150 Dezibel und der Strassenverkehr ist noch um einiges rauher als in Trinidad. Vor allem die vielen Motorräder auf der Strasse sind sehr gefährlich. Ich bin ja selber mal so eine Maschine gefahren, allerdings nie gerne. Aber hier wurde ich gezwungen mit meinem Gepäck aufzusteigen und mitzufahren. Ohne Helm, ohne Sicherheiten und das bei dem Gewusel. Morgen hätte ich hinten auf einem Motorrad zum halben Preis in die Mine fahren können. Aber nein. Da zahle ich lieber drauf, denn der Weg ist lang und es geht hoch in die Berge. Und eine Strasse zu einer Mine ist immer in schlechtem Zustand. Ich gestehe also, dass ich zwar selten Angst habe, aber im Strassenverkehr ist es einfach nur fahrlässig hier.

Verkehr: Billig, je kleiner das Fahrzeug, desto billiger. Sucht euch einen Gastgeber mit Auto. Selber fahren? Nein. Ich habe immer wieder Unfälle gesehen. Und eine Versicherung kann sich hier kaum einer leisten. Wie man reist, Busse und so bitte nachlesen im Internet. Es gibt meines Wissens 2-3 Busgesellschaften, die ganz gut das Land abdecken. Das Problem ist nur, dass die Busbahnhöfe nicht gemeinsam sind. Also vorher bitte nachfragen. In Santo Domingo mit Uber überbrücken, an anderen Orten ein Taxi nehmen oder eben ein Motoconcha. Zum Laufen ist es jeweils zu weit. Im Internet gibt es Fahrpläne, Preise und Adressen. Caribe Tours und Bavaro Express nachschauen. Die Nuaguas fahren überall, vor allem regional, haben aber auch ihre gemeinsamen Stationen. Einer ist bei der Kirche nördlich des Colonial Viertels in Santo Domingo.

Zuhause habe ich das Gemurmel meines Ehemannes kaum noch hören können und schon an meinem Gehör gezweifelt. Aber nein. Hier verstehe ich jeden seeehr gut. Oder liegt es daran, dass man hier nicht spricht, sondern schreit? Auf jeden Fall höre ich gerade sämtliche Töne in den 5 umliegenden Häusern. Und den Strassenlärm auf mind. 100m. Also entweder am Morgen die Gockel, oder am Abend Musik und Verkehr. Es ist also sehr laut hier.

Ich habe mit meinen netten Gastgebern stundenlang diskutiert. Einerseits ist mein Spanisch etwas rudimentär, andererseits macht man es sich hier etwas einfach. Man lässt meist den letzten Buchstaben weg. Das j wird nur gehaucht und das r als l gesprochen. Deutsch: Die Frau im Internet – spanisch: La mujer en internt – gesprochen: La muel en intelne. Fazit: Ich kann mich zwar gut verständigen, aber ohne Spanisch zu sprechen darf man nicht alleine in die DomRep gehen.

Wir haben über die Vor- und Nachteile der DomRep und der Schweiz gesprochen. Kurz gesagt ist das Hauptproblem wieder, dass man hier für ein Auto mehrere Jahreslöhne hinlegen muss, in der Schweiz sind das nur Monatslöhne. Also alle Maschinen sind hier schlichtweg extrem teuer und in entsprechend schlechtem Zustand. Dafür sind die Badezimmer meist halbe Paläste. Aber auch die Leute hier sind sehr stolz auf ihr Land und lieben es. Sie freuen sich, wenn es mir gefällt. Können allerdings verstehen, dass ich lieber für 2 Wochen komme als für ein Leben. Genau das gleiche sagen sie von der Schweiz. Für Ferien gerne, für immer, hm… lieber nicht.

Strom, Wasser und Internet fallen oft aus oder sind sehr teuer und somit nicht immer erhältlich. An den Decken hängen jeweils halbhell glimmende moderne Leuchtstoffteile, eine Leselampe findet sich nicht. Wer liest denn schon? Die Steckdosen sind amerikanisch, also ausgesprochen gefährlich, immer aufpassen dass nichts auf den Stecker fällt. Die Stecker wackeln und hängen meist halb raus. Ich muss ja Ueberbrückunsstecker dazuhängen.

Ich habe jetzt verschiedene Häuser gesehen und besucht. Vom Superpalast bis zur einfachen Hütte. In der einfachsten Unterkunft hat man für mich ein Moskitonetz gekauft! Man lebt aber überall etwa ähnlich. Man sitzt auf einem Plastikstuhl oder einem Schaukelstuhl vor dem Haus und unterhält sich mit den Vorübergehenden. So man es vermag, gibt es ein Gitter um die Terasse. Wir sitzen also wie die Hühner im Käfig.

Tiere: Ueberall gibt es streunende Hunde, die sind aber nicht wirklich ein Problem. Dann Katzen. Die sieht man jedoch selten draussen. Und Fotos von den jungen Katzen habe ich ja schon gebracht. Dann habe ich einmal eine Schlange in einem Park gesehen (die hatte mehr Angst als ich) und öfters kleine Geckos an oder in Häusern. Käfer in der Toilette nur ganz selten, aber da einmal ein Riesentier, sicher 10 cm und einmal 5 cm gross. Die kriechen halt aus den Abwasserrohren. Am Abend bei Licht manchmal Käfer auf der Veranda. Und auf dem Land halt die Hähne die krähen.

Die Menschen sind hier sehr nett. Nicht ganz so entspannt wie auf Trinidad, aber immer noch viel entspannter als in der Schweiz. Man merkt den Druck der modernen Welt. Sie lernen nicht viele Touristen kennen, denn die wohnen meist in den Touristenhochburgen und sind in geschützen Bussen unterwegs. Also sind sie etwas unsicher mit mir. Aber es hilft sehr, dass ich mit meinen weissen Haaren den Status der Grossmutter habe *lach

Ich verlasse nun die Karibik und wende mich den Vereinigten Staaten zu. Die habe ich allerdings schon vor 40 Jahren besucht. Deshalb konzentriere ich mich auf erstens die Strecke von Miami nach New Orleans und später zweitens auf Hawaii. Also auf in die Everglades!

Larimar – die Mine

Heute früh dann Fahrt zur Mine. L. und A. aus Berlin sind auch dabei. Zuerst ist die Strasse ja noch gut, aber dann wird sie sehr ausgewaschen. Undenkbar für mich da mit dem Motorrad raufgefahren zu werden. Was genug ist ist genug. Oben angekommen besichtigen wir mehrere Stolleneingänge. Das ganze Gebiet ist nur ca. 100x100m gross. Dafür muss man recht tief graben. Wir trauen uns nicht allzu weit in die Eingänge.

Uns wird immer wieder unbearbeiteter Stein angeboten. Anscheinend soll man den nur mit einem Zertifikat über die Grenze bekommen. Wir warten mal zu. Später fahren wir zur Steinschleiferschule. Dort ist zwar gerade geschlossen, aber dafür kaufe ich im zugehörigen Laden einen schönen Stein für mich.

Dann fahren wir zum Fluss, der aus der Mine führt. Dort können wir am Strand im Geröll kleine Larimare auflesen. Wir sind ganz zappelig vor Freude und werden zu Schatzsuchern. Später fahren wir zurück nach Barahona und essen das übliche Reis zu Mittag.

Ich lasse nicht locker und möchte unbedingt eine Steinschleiferwerkstatt besichtigen. Das wird dann auch möglich und so bekomme ich auch noch diesen Wunsch erfüllt. Es wurde ein teuerer Tag, aber alles passte.

Jarabacoa – im Barrio

Barrio (Viertel, Stadtteil). Am Samstag dann hatten wir Glück. Die Strasse war freigeräumt und wir konnten noch das letzte Stück zum Wasserfall hinauffahren. Eigentlich wären es nur noch 100 m gewesen, aber das konnten wir nicht wissen. Auf jeden Fall sind wir gut angekommen und auf einem wunderschönen Weg ins Tal hineingewandert. Ca. 10 Minuten. Dann noch einige Stufen zum Becken des Wasserfalls hinunter und da stand er in seiner ganzen Pracht. Der Salto Baiguate.

Nach einem reichhaltigen Mittagessen hatte ich Kopfweh und mich dann etwas ausgeruht. Am nächsten Morgen früh ging es weiter, mit Caribetours nach Santo Domingo und von dort weiter nach Barahona. Und da bin ich nun angekommen. Eine ganze Wohnung, deren Zimmer einzeln an Touristen vermietet werden steht zu meiner Verfügung. Morgen früh wird es zu einer Privattour zur Larimar Mine gehen. Jetzt noch etwas am Computer arbeiten und dann noch einen Stadtbummel und an den Strand.

Noch mehr Abenteuer

Gestern hat es geregnet. Aber wir haben uns davon nicht einschüchtern lassen und so sind Mario und ich zum Nationalpark in Cararete, el Choco, gefahren. Dort gibt es 3 Höhlen, in denen sich die Tainos versteckt und gelebt hatten. Tief in den Höhlen gibt es jeweils Wasser. Sogenannte Cenotes. Kilometerlang erstreckt sich das Höhlensystem unter dem Berg. Touristen dürfen in dem Wasser baden. Was ich natürlich gemacht habe. In der dritten Höhle musste ich sogar aus 3m Höhe in die Höhle hinterspringen! Ich habe mir den 27ig fachen Wasserfall erspart, auch den Salto Limon. Aber hier musste ich einfach springen. Leider habe ich von dem Sprung keine Fotos, meine Kamera schafft das nicht und hier einen Film einzufügen mag ich nicht. Das Internet ist hier sowieso schon langsam genug.

Danach gab es noch einen Besuch im Elternhaus von Mario. Sein Vater hatte eine Baufirma und entsprechend ist das Haus zum Palazzo geworden. Seine Familie ist sehr nett, aber die Touristin hat mal wieder nur Augen für die kleine Katze, die zusätzlich noch den Schoppen bekommt.

Heute morgen wurde ich dann nach Nagua gebracht, wo ich das Guagua nach dem Süden bestiegen habe. In La Vega musste ich umsteigen. Hm… was genau heisst, dass ich ich hinten auf ein Motorrad aufsteigen musste, ein Motoconcho, und mein Koffer wurde vorne auf die Lenkstange gelegt. Leider war ich nicht mehr in der Lage ein Foto davon machen zu lassen, zu sehr hat es mir gegraut. Ich hasse ja Motorräder. Und so sind wir dann 3 km durch den dichten Verkehr gefahren. Eine Höllenfahrt. Dann wieder ein Kleinbus. Und dann in Jarabacoa angekommen musste ich noch einmal so ein Motoconcha besteigen. Endlich bin ich dann bei M. angekommen, meiner Freundin von der Busfahrt nach Higüey. In Jarabacoa gibt es 3 Wasserfälle und davon hat sie mir vorgeschwärmt.

Jetzt bin ich also bei ihr zuhause. Ein kleines Haus. Oben ist ihr Coiffeurladen und ein Gästezimmer. Dahinter die Küche und das Bad. Unten sind die Privaträume. Alles ist sehr einfach. Das echte dominikanische Leben! Licht gibt es oder gibt es nicht, aber es ist teuer. Dafür ist hier das Intgernet schneller. Käfighaltung ist auch nicht, die Tür geht direkt auf die Strasse hinaus.