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Ramblingrose ist inzwischen pensioniert und reist um die Welt, wenn sie nicht gerade mit ihrem VW-Bus unterwegs ist.

Rückreise und Fazit unserer Reise durch Madagaskar

Am 23.9.2026 fuhren wir zurück nach Tana. Letzte Gelegenheit, noch ausstehende Fotos zu schiessen. Auf dem Rückweg fuhren wir einen steilen Pass hoch, den wir aber, dank Andu’s (Ando, ausgesprochen Andu) Fahrkünsten, gut meistern konnten. Dann in der Hauptstadt wieder die gewohnten Staus. Im stillgelegten Hauptbahnhof haben wir dann in schönem Rahmen gegessen. Die Toilette war in einem alten Bahnwagon. Am 24.9.2026 haben uns Andu und seine Frau zum Flughafen gefahren. Sehr nett, dass wir sie auch noch kennenlernen konnten. Unterwegs haben wir noch ein Vanillegeschäft besichtigt.

Fazit

Wir haben unsere Reise mit #Priori Madagaskarhaus Basel gebucht und waren sehr zufrieden. Unterwegs haben wir immer wieder Reisebusse gesehen oder grössere Gruppen. Wir, also L. und ich, sind jedoch der Meinung, dass sich diese Reiseform gelohnt hat. Nur zu zweit reisen, und 4 Wochen zu investieren, war die richtige Entscheidung.. Umgerechnet war der Preis ähnlich wie eine Gruppenreise.

Wir hatten mit Andu (Ando) einen sehr netten und umsichtigen Fahrer, der bestens für uns gesorgt hat und uns eine Einsicht in das Leben auf Madagaskar gegeben hat. Besonders im Westen (zu den Tsingy) kommt man mit einem Reisebus kaum durch. Und Andu hat brav immer wieder angehalten, damit wir für euch fotografieren konnten. Was nützen einem verzerrte Fotos durch ein Busfenster? Auch konnten wir unsere Handys laden und kühlen. Toilettenstopps für alte Damen erwähne ich jetzt nicht extra, 🤣.

Ich denke, dass wir das Wichtigste gesehen haben und unserer Route klug ausgewählt wurde (Dank meiner Freundin und Priori).

Madagaskar

Madagaskar ist ein Land der angefangenen und nicht funktionierenden Projekte. Die Gondelbahn, die Grossmolkerei, Restaurants mit Toiletten im Nirgendwo, Gefängnisse, und vieles mehr. Dann das Land der kaputten Strassen. Das Land wo Wasser und Strom nicht selbstverständlich sind.

Aber auch das Land wo Leute mit wenig leben und doch glücklich sind. Sehr nette und freundliche Menschen.

Das Land mit viel Natur, jedenfalls jetzt noch und einer Natur, die es nur hier gibt.

Was natürlich auch heisst, dass man das auf dem Teller findet, was gerade reif ist. Bei uns waren das Karotten, Zucchini, Bohnen und Auberginen. Zebu ist wirklich lecker, auch die anderen Fleischarten und Meersachen können wir empfehlen.

Das Land, wo man endlich einmal Multimillionär sein kann, 😆

Analamazaotra Reservat mit Indri indri bei Andasibe

Wir wollten die berühmten Schreilemuren, die Indri Indri hören und sehen. Wenn die allerdings über dir loslegen, dann tönt das, als sei der ganze Baum voller Tiere. Dabei waren nur 2 da.

Ganz unten werdet ihr die Indri schreien hören. Viel Vergnügen 😉

Réserve Peyrieras Madagascar Exotic. Reptilienfarm

Auf dem Weg zum Regenwald besuchten wir noch diesen Ort. Das war so spannend und toll, dass ich euch einen eigenen Blogeintrag schreibe. Dieser Besuch war ungeheuer informativ. Hier wurden vor allem Chamäleons gezeigt. Aber auch Geckos, Schlangen, Frösche und der grösste Schmetterling. Für L. endlich auch ein Krokodil. Allerdings werde ich euch jetzt nicht alle Chamäleonnamen heraussuchen. Aber bei den anderen Tieren werde ich es versuchen. Denn ihr werdet euch noch wundern…. was es nicht alles gibt auf dieser Welt und auf Madagaskar.

Ganz unten gibt es neu noch den Link um die Videos zu sehen.

https://www.facebook.com/share/p/1VfhNwy5Br/

Fahrt zum Regenwald

Wir machen zum Schluss noch einen Abstecher in den Osten, ins Regenwaldgebiet. Aber es dauert, bis man sich aus der Hauptstadt herausgequält hat. Und da, eine Strassensperre, der Präsident von Madagaskar fährt vor uns in die Autobahn ein. Allerdings hat eine geteerte Strasse noch nicht die Bedeutung, dass man nun 80km/h fahren könnte, nein, denn dann ist sie so verstopft, dass man nur wieder mit 20 km/h vorwärts kommt. Ausser natürlich, man ist Präsident.

Unterwegs besuchen wir noch einen sehr interesssanten Park. Da gibt es endlich Chamäleons à discretion. Wir waren völlig überrascht, was es da alles gibt. Und dann noch sehr interessante Geckos. Aber das ist so interessant, dass ich für diesen Park eine extra Abteilung mache. Ihr müsst also bis morgen warten.

In Andasibe sind wir dann in einem netten Hotel untergekommen, allerdings ist das Wetter inzwischen so kalt, dass wir unter 5 Decken schlafen müssen. Und unser Hüttchen ist im 3. Stock, also 3 Treppen hoch, was zwar aussichtstechnisch sehr nett ist, aber meine Knie nicht begeistert. Am Abend gab es noch eine Nachtwanderung, wo wir einmal mehr den Mausmaki gesucht haben.

Shopping in Antsirabe und Vulkanseen

Ja! Endlich dürfen wir. Ich wollte Labradorit kaufen und L. wollte nach einheimischen Halbedelsteinen sehen. Also haben wir den berühmten Joseph aufgesucht und dort eine perfekte Show bekommen. Leider hatte er nicht so viel Auswahl wie erhofft. Aber meine kaputte Kette wurde repariert und mit weiteren Steinen ergänzt. Auch einen schönen Rohlabradorit habe ich bekommen. Leider war Samstag und so muss ich mit dem Schleifen bis zuhause warten. Dann haben wir nochmals eine Seidenwerkstatt besucht, eine Stickerei und eine Werkstatt, wo die Hörner der Zebus verwertet werden. Dort arbeitete auch einer, der aus alten Büchsen schnuckelige Dinge herstellte. Fahrräder und so.

Danach sind wir etwas ausserhalb die Kraterseen besuchen gegangen. Beim zweiten haben wir das neue Hotel besucht, das eine traumhafte Aussicht hat. Und danach waren wir wieder recht müde, haben uns erholt und ich habe Berichte geschrieben. Morgen geht es wieder nach Tana und dann noch in die andere Richtung, in die Regenwälder. Man will schliesslich das volle Programm. Tourist sein ist hart. Gestern bin ich 21 Uhr ins Bett gekippt… smile

Bei den Alugiessern

Fast hätte ich diesen Tag vergessen, so viel passiert immer. Wir haben heute die Alugiesser besucht. Irgendwie dachte ich immer, dass das sehr schwierig ist. Aber eigentlich ist es ganz einfach. Man sammelt Aluschrott ein. Erhitzt den und entfernt alles was vor 600 Grad flüssig wird. Dann bei 600 Grad kommt das Alu. Das erhitzt man noch einmal auf 800 Grad und giesst es in die vorbereitete Sandform.

Noch höher hinaus. Ambositra.

Wir klettern immer höher. Die Gipfel um uns rum kommen über 2000m. Am Abend frieren wir und in der Lodge haben wir Cheminée im Zimmer. Wir bewundern die madegassische Schweiz und fühlen uns fast wie zuhause. Langsam geht es ja auch heimwärts zu. Der Unterschied liegt hier darin, dass es kaum Felsen hat. Granit ja, aber sonst metertief rote Erde – tief verwitterter Boden, teilweise über dem alten Granit. . Geologen dürfen mir das näher erklären. Aber es ist schon sehr erstaunlich, die graben hier Erde ab und brennen sie zu Ziegeln. Dann genau dort bauen sie wieder Reis an und sind einfach 30 cm tiefer. Und das endlos weiter… so werden die Täler immer grösser und die Reisfelder klettern die Hänge rauf.

Weiter ins Hochland von Madegaskar. Anja Park.

Der Park liegt auf ca. 1000 m, die umliegenden Hügel auf 1400m.

Der Park ist eigens von der lokalen Bevölkerung ins Leben gerufen worden. Sie machen alles selber und kassieren auch die Einnahmen. Damit haben sie den Park inzwischen in der Grösse verdoppeln können. Ich meine mich erinnern zu können, dass sie 500 Kattas beherbergen und viele Chamäleons. Jedenfalls denkt L. dass sie 5 Katta-Mütter mit Kleinkindern gesehen hat. Egal, sie sind einfach so putzig und nett, wir haben auf die Tour verzichtet und einfach nur fotografiert.

Im Isalo Gebirge bei den Kattas

Ihr fragt euch sicher, ob L. und ich immer noch gut miteinander auskommen Ja, es geht erstaunlich gut. Aber man muss sich dazwischen auch mal Freiraum geben und so bin ich heute teilweise alleine losgezogen. Man muss in den Parks immer einen Führer, also Guide dabeihaben. Wir gingen noch zu zweit ins Tal hinein bis Nemeza. Unterwegs sahen wir viele interessante Tiere, die ich immer schon mal sehen wollte. Das hat sich somit sehr gelohnt. Am Talende bin ich dann umgekehrt und wieder zurück. Andu hat mich danach noch zu den kleinen Felsen gefahren, wo ich alleine herumstiefeln konnte. Schon seltsam, wenn vor dir einfach aus dem flachen Boden Fels aufsteigt. Vermutlich stand ich allerdings auf Sedimentsand.

Und ja, natürlich haben wir auch die frechen Kattas gesehen. Bei mir auf Facebook werde ich dann einige Videos aufspielen. Die muss man einfach gesehen haben. Frecher gehts nimmer!