Fähre nach Savai’i

Manchmal schreibt ihr, dass ich mich zwischendurch erholen soll. Ich weiss, dass ich etwas mehr Action vertrage als die meisten Menschen. Meistens reichen mir die Reisetage aus um mich zu erholen, oder wenn es mal nur den halben Tag interessant ist. Aber ich weiss schon weshalb ich gerne reise. Eine Woche am Strand würde mich umbringen vor Langeweile.

Heute morgen hat mich mein Host zum Busbahnhof gebracht und dann gibt es wie üblich die lange Warterei, bis der Bus endlich abfährt. Am besten kann ich dann mit einem Game auf dem Phone runterschalten. Ein Buch ist auch immer dabei. Ich habe, meiner Zählung nach, schon mind. 6 Bücher gelesen auf der Reise. Ich tausche die jeweils im nächsten Uebernachtungsort aus, so es dort eine Bücherecke hat. Hier hat es eine. Das letzte Buch war stinklangweilig. Endlos lange Beschreibungen wie es den Leuten schlecht ging – da habe ich etwas abgekürzt. Als der Bus endlich abfuhr – man wartet einfach bis er gerammelt voll ist – dauerte die Fahrt eine Stunde. Aber wir sind so spät abgefahren, dass wir die 10 Uhr Fähre gerade verpasst haben. *Fluch

Also wieder warten… wieder lesen… und dann auf der Fähre wieder knapp 2 Stunden lesen. Und wieder Bus. Diesmal war er nicht gerammelt voll, sondern jeder Kubikzentimeter war überfüllt. Die Damen wurden den Herren auf den Schoss gesetzt. Nur mir als alter Ausländerin wurde ein ganzer Platz abgegeben *lach.

Ihr habt ev. auf meinen Bildern erahnt, dass es den Leuten hier sehr gut geht. Man isst gerne. Und die Busse sind wohl für Chinesen gemacht, jedenfalls wird es schwierig zu zweit auf einer Holzbank zu sitzen. Kurz – wir kamen uns alle sehr nahe.

Der Bus fuhr direkt vor meinem gebuchten Resort vorbei. Ja, weil ich so spät gebucht habe musste ich mir einen Bungalow am Meer buchen. Aber ich bin nicht traurig. Das Dorf ist nahe, es gibt Läden und sogar ein Restaurant im Resort. Sogar 2 weitere Gäste! Die Chefin wird mich am Montag einmal um die ganze Insel fahren und mir alle Sehenswürdigkeiten zeigen. Am Mittwoch wird mein Gastgeber von Apia hierher kommen und mir ein Projekt der Regierung zeigen. Habe ich schon gesagt, dass er im Parlament von Samoa ist? Das wird sicher spannend.

Zwischendurch habe ich hier eine ganze geschützte Bucht für mich alleine und 2 Kajaks zur Verfügung! Das Resort ist auf einem alten Lavafeld gebaut. Auf dieser Insel ist der Vulkan noch aktiv.

Aber jetzt liege ich erst mal auf dem Bett und erhole mich von der Reise. Ich bin ja jetzt eurer Zeit voraus… Wenn ihr aufsteht, dann habe ich schon Abend. Leider ist das Internet hier nicht vorhanden, mal sehen wie ich euch diesen Bericht zukommen lassen kann. –>Habe das Phone als Hotspot benutzt. Ging langsam, aber es ging.

Die Insel Upolu (Samoa, Hauptstadt Apia) verschwindet langsam.. Der Vulkan ist zwar in den Wolken, sieht aber aus wie ein richtiger Vulkan.
Zufallsaufnahme auf der Fähre
Die gefürchteten, fast unsichtbaren Riffe
Das ist ein BLAU!
Mein neues Zuhause für eine Woche
Mein kleines Haus
Ein kleines einfaches Resort
Kaputtes wird nicht geflickt
Ich bin wieder einmal auf einem Lavafeld
Im Wasser sieht man noch wie die Lava erstarrt ist als sie das Wasser berührt hat

Küche und Kunst auf Samoa

Heute war ein ruhiger Tag. Bin gemütlich aufgestanden, habe mit dem Vater der Familie gefrühstückt und dann noch einmal mit der Familie, die heute zuhause geblieben ist. Dann etwas die weitere Reise geplant. Heute werden wir alles noch einmal kochen, was ich diese Woche gekocht habe. Also gehen Ronnie und ich einkaufen. Auch noch eine neue Nähnadel für die Nähmaschine. Ich habe die Maschine der Familie wieder in Schuss gekriegt und für mich einen Stoff gekauft. Bin also jetzt Köchin und Schneiderin für die Familie. *lach

Dann habe ich den lokalen Bus genommen, Holzklasse – was heisst, dass der ganze Bus innen aus Holz gemacht ist. Und damit zum Kunstmuseum gefahren. Da das Fotografieren dort so teuer war, bekommt ihr nun eine volle Ladung Kunst ab! Jawoll.

Dann wieder nach Hause gefahren und Ronnie hat gekocht. Ich habe alles überwacht. Er machte es super und wir haben wieder lecker Tarosalat gegessen und flambierte Bananen. Ich habe noch Satay Chicken dazugemacht, da die Familie von einem Gast noch Peanut-Butter übrig hatte. Auch das war lecker und hat ihnen gut gefallen.

Im chinesischen Warenhaus gibt es noch die gute alte Tretmaschine zu kaufen. Nicht jeder hat hier Elektrisch. Für 490 Talo (die Deutschen haben den Taler hier eingeführt) – das 185 US$ entspricht.

Abgelegene Dörfer und Tsunami

Gestern abend gab es Röschti/Hash Browns aus Taro. Ich weiss jetzt, dass die meisten Leute auf Samoa keinen Kochherd und keinen Backofen haben. Oft wird noch auf dem Feuer in heissen Blättern gekocht. Also kennen sie nicht einmal Kokosmakrönli *seufz.

Heute bin ich nochmals mit dem Team mitgefahren um die Präsentation in einem sehr abgelegenen Dorf zu machen. Während die anderen arbeiteten bin ich etwas rumspaziert. Dieses Dorf haben wir auf unserer Tour von ganz oben fotografiert, da war auch in der Ferne ein Wasserfall zu sehen. Aber die Samoaner haben so viele Wasserfälle, dass ein Tourguide damit gar nicht nachkommt. In diesem Dorf sind gleich 4 wunderschöne Wasserfälle zu sehen.

Die Leute sprechen hier in diesem Dorf kaum Englisch. Samoa ist schon sehr lange unabhängig und deshalb konnten sie ihre Sprache und ihre Werte sehr gut erhalten. Einzig die Missionare wurden, wegen einem für sie glücklichen Zufall, gut aufgenommen und so sind die Inseln komplett christianisiert. Ich habe ja schon gesagt, dass man die Toten im Vorgarten beerdigt. Früher hat man die in ein altes Kanu gelegt und mit etwas Mundvorrat auf ihre letzte Reise geschickt.

Nochmals der Blick in diese Bucht – rechts ist das Dorf, welches wir besucht haben
Die Strasse war entsprechend bescheiden, sie ist 10 Jahre alt und wurde nach dem grossen Tsunami gebaut. Den Tsunami habe ich damals (2009) zur Kenntnis genommen. Es wurden einige Stranddörfer weggeschwemmt und es war grosse Not hier. Wir sehen nun in den nächsten Bildern was das heisst. Also die viele Toten in den Vorgärten kommen nicht von ungefähr.
Entlang der Küste von Samoa hat man überall grosse Steine hingelegt und Schutzmauern gebaut. Teilweise haben die Strände darunter sehr gelitten.
Und so sieht es dann hinter der Strasse aus. Die Erde wurde weggespühlt – es bildete sich ein Kolk. Viele Häuser wurden nicht mehr aufgebaut. Wir sind im Dorf Lona.
Wo früher Häuser waren ist jetzt ein leerer Platz. Man sieht 2 Gräber auf dem Bild.
Links vom vorherigen Bild
Ueberall Befestigungen mit Steinen
Drei Leute mähen das Gras von Hand, einer mit einer Motorsense.
Der Junge sammelt Blätter – vermutlich für das Feuer
Und ich gebe nicht auf… sagte sich wohl dieser Landbesitzer. Da war wohl früher das Dorf, also soweit in das Meer hinaus.
Ein Reiher wartet am Meer, ihn stört das alles nicht besonders.
Auch dieser Vorgarten wurde wieder hübsch dekoriert
Flussmündung
So sehe ich in etwa mein Häuschen… *träum
Auf dem Rückweg sind wir noch den Cave Pool besuchen gegangen. Der Lavatunnel-Höhleneingang geht tief in den Berg. Darüber wurde eine Kirche gebaut. Die Höhle wurde zur Kühlhaltung von Nahrungsmitteln benutzt. Weil der Pool einer Schule gehört, dürfen heute hier (gegen Eintritt) alle baden. Sonst sind die Pools am Wegrand nur auf Einladung zu betreten.
Für das Eintrittsgeld gibt es aber auch Ruheplätzchen
Man beachte wieder die Schutzmauer
Unser Team hält hier Mittagspause – der in blau ist mein Host, er trägt einen LavaLava, also einen Sarong und ein traditionelles Hemd – aber ist ganz modern in sein Phone vertieft. Die hübsche Dame vorn ist schon vergeben – Mutter von 5! Kindern.

Apia und Stevenson

Gestern abend habe ich auf Wunsch meiner Gastgeber den Versuch gemacht aus der Taro-Knolle einen Kartoffelsalat zu machen. Alle waren begeistert. Ich verwende gerne viel Gemüse, aber man kann bis 80 % Kartoffeln oder Taro oder sogar Brotfrucht oder Jams verwenden.
Am Vortag den Taro kochen. Klein schneiden, 1/2 Tasse Bouillon/klare Brühe dazugeben und etwas aufsaugen lassen. Dann Senf, Essig, Mayo oder Oel dazugeben. Jetzt das kleingeschnittene Gemüse dazugeben (Tomate, Paprika, Zwiebel, Gurke, eingelegte Gurke, Jalapenjo, Selleriestangen und mehr). Dann etwas Wiener oder ähnliche Wurst, oder Schinkenwürfel. Ev. gekochte Eier. Alles mischen und 1/2 Stunde stehen lassen. Fertig.

Unser Tarosalat
Dazu gab es flambierte Bananen.
Reife und überreife Bananen sind am besten. Gemüsebanane hat uns nicht so geschmeckt. Die Birne geht auch, hätte aber reifer sein sollen. Etwas Butter in die Pfanne und Bananen dazu. Weisser Zucker schmilzt am besten, brauner geht auch. Ev. gesüsste Kondensmilch. Alles etwas anbraten, darauf achten, dass der Zucker nicht schwarz wird. Dann mit Rum oder Aehnlichem übergiessen und jetzt!!! anzünden! Achtung, dass die Küche nicht in Brand gerät, Vorhänge weg und mit der brennenden Pfanne weg von den Küchenschränken gehen. Wenn das Feuer ausgeht ist der Dessert fertig.
Meine Gastgeberin im Sekretariat des Minsisteriums Schule. Man ist hier sehr modern.

Ich habe sie begleitet und bin danach in das Museum nebenan gegangen.
Original samoanisches Haus
Hausbau
Matten aus Palmwedeln als Windschutz
Samoanisches „Tuch“ aus flachgeschlagenen Bastffasern gefertigt. Traditionell bedruckt oder bemalt. The canvas of Siapo is the bark of the paper mulberry tree . Das wäre also das, was früher unter Baströckchen bekannt war bei uns.
Detail – wohl ähnlich wie Papyrus
Holzmodel zum Druck
Mitte: Bedrucktel Kleid, wird heute noch so getragen. Rechts ein Tanzrock aus geflochtenen Fasern und mit Federn verziert
Herstellung von Schnüren aus Kokosfasern
Danach fuhr ich zum nächsten Museum. Dem Robert Louis Stevenson Haus (Er hat „die Schatzinsel“ geschrieben und „Jekyill und Hyde“)
Die Tapete ist aus diesem Siapo Tapa, also den Bastfasern, hergestellt
Sein Schreibtisch und Originalbücher
Es gibt ein Foto, da liegt er schon sehr krank auf diesem Bett. Warum ist er nicht in die Schweizer Berge gefahren, er hätte vermutlich überlebt. Hier ist er mit 44 Jahren gestorben.
Der letzte Tempel auf der Insel (Adventisten)
Die Papapapaitai Wasserfälle haben wir gestern im Nebel nicht sehen können, deshalb bin ich heute mit dem Taxifahrer hierhergefahren
Die Mulivai Kathedrale
Sie ist innen sehr samoanisch eingerichtet
Der Uhrenturm

Tour durch Samoa

Heute habe ich mit dem samoanischen Häuptling Tai eine Tour durch den östlichen Teil der Insel gemacht. Da es heute fast den ganzen Tag geregnet hat, waren die Wasserfälle spektakulär. Trotzdem empfehle ich euch lieber in den Monaten Juni, Juli oder August hier zu reisen. Die Temperatur ist das ganze Jahr über gleichbleibend, aber dann nicht so schwül.

durch den östlichen Teil der Insel gemacht. Da es heute fast den ganzen Tag geregnet hat, waren die Wasserfälle spektakulär. Trotzdem empfehle ich euch lieber in den Monaten Juni, Juli oder August hier zu reisen. Die Temperatur ist das ganze Jahr über gleichbleibend, aber dann nicht so schwül.

Der Sapoaga Wasserfall
Das ist Ava oder Kava – kommt in jedem besseren Roman über die Südsee vor 😉
Eine Kokosnnuss wird über einem spitzen Stock aufgebrochen
Dann wird sie halbiert mit einem Schlag auf die richtige Stelle und die Hälfte wird über einem spitzzackigen Messer herausgerieben. Das Messer ist fest in diese Bank eingebaut
Man erhält nun eine weiche Masse, die wird dann in ein Netz aus Bananenfasern eingelegt. Die Hühner und die Katze warte schon sehnsüchtig auf die Reste
Mit der Hand wird nun das Netz ausgewrungen und man erhält die fertige Kokosmilch
Wir fuhren weiter zu einem speziellen Bad. Leider sind die Pools am Meer unten geschlossen, weil es letztes Jahr einen Todesfall gegeben hat.
Aber wir wollen im To-Sua Ocean Trench baden. Das ist eine Art Lagune – es sind zwei Löcher in der Lava, und das Meerwasser dringt da hinein.
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Der Durchgang zum nächsten Trench
Der nächste Trench
Weiter geht es zur Schildkröteninsel, Nu’utele
Dort gibt es ein leckeres Mittagessen – ohne Foto, da ich heute so viele Fotos zeige
Chief Tai zeigt uns wie man einen Korb flicht. Man bewundere seine Tattoes
Die Leute hier benutzen wirklich diese Körbe – weg mit dem Plastik – der Boden wird mit einem französischen Zopf geflochten
Am Schluss dan einen Knoten machen und reinstecken und fertig ist der Korb
Darin kann man viele Kokosnüsse transportieren, der hält
Ich bekomme noch eine Schale geschenkt für meinen Sohn, der Fussballfan ist. Da drin kann er dann seinen Fussball aufbewahren – Danke!
Wasserfälle überall
Weiter geht es zur geheimen Bucht

Auf Arbeit

Heute durfte ich den Gastgeber Ronnie zu einem speziellen Teil seiner Arbeit begleiten. Er arbeitet für die Regierung und im aktuellen Fall müssen sie den Samoanern die neue TV-Box schmackhaft machen. Also fuhren wir mit 2 Mitarbeiterinnen zu 2 Dörfern hinaus, tief im Süden und sie haben dort Vorträge gehalten und Fragen beantwortet. Die Vorträge fanden in luftigen Hallen statt, so liess sich die Schwüle aushalten. Ich wurde natürlich wieder sorgfältig eingekleidet.

Das Mittagessen nahmen wir in einem Resort ein. Ich habe ja schon einige davon gesehen, aber das hier war das Schnöste bis jetzt. Wer also ganz einfach wunderbare Strandferien buchen möchte, der kommt hier mit einem kleinen Beachbungalow voll auf seine Kosten. Etwas weiter im Wasser ist das Riff. Also kann man sicher schwimmen und schnorcheln.

Eine kleine Geschichte zum Tuli Vogel. Die Vögel sagen/zwitschern „Tuliii“. Und so nennt man jemandem, der immer von sich selber spricht einen Tuli Bird.

Auf dem Heimweg haben wir im Auto gesungen. Wunderbar… samoanisch und „zogä am Bogä“ und zusammen gejodelt.

Samoa, mein Liebling

Ja, ich bin gut auf Samoa angekommen und gut bei meiner Familie untergekommen. Ich bin begeistert! Gestern gingen wir noch schnell einkaufen. In den Driv-in Frucht- und Gemüsemarkt. Dann gab es eine gute Gemüsesuppe mit Truthahn als Abendessen und die grosse Diskussion was wir am Sonntag unternehmen. Resultat: Sie nehmen mich mit in die Kirche und dann zum Familienessen auf der anderen Seite der Insel. Dazu brauche ich jedoch anständige Kleidung. Kovi ist etwa gleich gebaut wie ich und so durfte ich ein Kleid von ihr anziehen. In der Kirche wird nämlich weiss (helle Stoffe) getragen.
Als ich heute morgen also „anständig“ angezogen war, sind wir zum protestantischen Gottesdienst gefahren. Der war genau gleich wie bei uns zuhause, sogar das Lied „grosser Gott wir loben dich“ wurde gesungen. Allerdings war alles auf samoanisch.
Danach fuhren wir über die Insel. Ich habe keine Fotos gemacht, da in den letzten Tagen das Wetter sehr übel ist. Zyklone sind über die Insel gebraust, es hat letzte Nacht gedonnert und das Wasser ist förmlich vom Himmel gefallen, inklusive Stromausfall. Jetzt war es überall dampfig und neblig.
Im Süden angekommen begrüsste ich die Familie mit „Talofa“ war Hallo heisst. Die Familie ist sehr nett. Eine Schwester von Kovi war aus Australien einige Zeit zu Besuch und wurde nun gebührend verabschiedet – mit einem grossen Essen. Alles war sehr lecker und nicht wirklich exotisch. Es gab zum Beispiel Kürbis mit Lamm, in Kokosmilch gekochte Bananen, Seeaal, Schrimps und einiges aus dem Familienrestaurant (ein Teil der Familie hat chinesische Wurzeln). Die Schwester hat Buchteln gebacken als Dessert. Ich wurde sehr gut aufgenommen. Interessant war, dass die Familie danach meinte, sie würden sich nun eher getrauen ins Ausland zu reisen, da es anscheinend nicht so schwierig sei, da ich solchen Spass daran hätte.

Unterwegs frage ich nach den Häusern am Strassenrand. Einige sind Bushaltestellen, andere für die Grabstelle der Angehörigen (man muss keine Angst vor dem Trinkwasser haben, da es nicht aus dem Boden kommt. Manchmal bestattet man die Angehörigen sogar im Haus oder auf der Veranda. So ehrt man sie und sie sind einem nah.) Andere sind schlicht kleine Veranden wo man im Schatten entspannen kann am Meer. Die weissen Matten auf dem Dach sind die Abfälle der hiesigen FlipFlop-Industrie und schützen das Dach vor dem wegfliegen im starken Wind.

Hawaii 2. Teil und das Zeiträtsel

Zuerst das Rätsel.

Abflug in Honolulu, Hawaii, Freitag 17.1. – 1:25 Uhr
Ankunft Samstag in Apia, Samoa 18.1. – 7:15 Uhr (+1day)
Flugdauer 5 Stunden und 50 Minuten
Wann muss ich am Flughafen sein, wenn ich 2 Stunden vor Abflug einchecken möchte?
Man beachte, dass Samoa etwas weiter im Westen liegt als Hawaii, wenn man es von Hawaii aus betrachtet.

Zuerst also noch etwas über meine zweite Reisezeit in Hawaii. Mir gefiel die Insel Kauai am besten. Allerdings ist sie klein und eine Woche reicht völlig aus. Auf jeden Fall sollte man nicht im Winter hingehen, sondern im Sommer, also ausserhalb der Regenzeit wegen den Wanderungen. Die Badebuchten sind ok. Die Abenteuer sind super und die bezahlbaren Unterkünfte spärlich. Man muss für ca. 2 Tage ein Auto mieten oder mit jemandem mitfahren. Ansonsten reichen lokale Busse und Uber aus. Ideal ist ein Aufenthalt in einem Hostel, wo man sich zu Gruppen zusammenschliessen kann.
Auf der Insel Oahu (Honolulu und Waikiki) macht nur das Shoppen in einer Horde Japaner Spass. Oder dann die Strände im Osten (und leider nicht mehr gesehen, im Norden). Der lokale Bus ist extrem langsam und die Schnellbahn noch im Bau. Es gibt 2 Busse, die die Insel umrunden, aber dazu würde ich dann eher den Mietwagen empfehlen.

Ich bin jetzt in Samoa angekommen und seit ich diese Insel gesehen habe – muss ich eiskalt sagen, lasst Hawaii links liegen und fliegt nach Samoa. Ich verspreche euch, für entsprechend gluschtige (schöne) Bilder zu sorgen.

Nun wieder zurück zum Zeiträtsel. Ich habe seit Wochen überlegt was das bedeutet, wenn ich 5 Stunden fliege und also am gleichen Tag ankomme und es sind zwei verschiedene Tage/Daten angegeben. Ich weiss, dass 0:30 Uhr also Freitag, 30 Minuten nach Mitternacht geschrieben wird. Aber 1:25 wäre dann schon Samstag? Ich liege also am Donnerstag 21:30 im Bett und will einschlafen. Aber ich studiere immer noch. Ich habe nämlich am Morgen schon den Boardingpass erhalten. Und den bekommt man jeweils 24 Stunden vorher. UND DANN!!!! fällt mir ein, dass irgendwelche Inseln im Pazifik die Zeitzone geändert haben vor einigen Jahren. Und völlig ausser ihrer Zeitzone sich einer anderen Zeitzone angeschlossen haben und somit Neujahr nicht mehr wie gewohnt als erste oder als letzte feiern. Also… hat Hawaii Freitag und Samoa Samstag! Gleichzeitig!

Ich springe aus dem Bett, packe meine Sachen, kleide mich an, rufe Uber und verabschiede mich von meinen beiden Mädels. Es passt, ich bin eine Stunde vor der Zeit am Flughafen. Und wirklich, mein Flug ist auf der Liste. Sobald ich jedoch im Netz vom Flughafen bin, erreicht mich eine Message von den Mädels, ich habe in der Aufregung meine Handtasche im Hostel vergessen. Also wieder rein in Uber und zurückgefahren und Handtasche geholt. Eine Stunde vor Abflug wieder am Flughafen… die Warteschlange am Checkin ist weg, ich kann also gleich durchdüsen. Ein Blick auf die Tafel zeigt mir, dass mein Flug eine Stunde Verspätung hat. Also alle System runterfahren, tief durchatmen und in Ruhe durch den schon gewohnten Flughafen pilgern. Bei Starbucks meinen Tee holen und gemütlich in den Flieger spazieren.

Habe dann versucht im Flieger etwas zu schlafen. Bei Anflug gab es dann böige Winde und wir mussten 3 mal zur Landung ansetzen, bis sie endlich gelang. Somit mein schlimmster Flug. Disneyland ist ein Dreck dagegen.

Im Flughafen habe ich dann meine neue Internetkarte bezogen, gefrühstückt und gemütlich den lokalen Bus bestiegen. Der war nun ein anderes Kaliber als die amerikanischen Busse. Für Kühlung sorgte das nicht Vorhandensein von Fenstern, für Spass dröhnend laute Musik und für Unterhaltung ein lustige Passagiermenge. Vor den Fenstern zogen wunderschöne Gärten vorbei mit sauberen kleinen Häusern und jedes mit eigenem Verandahaus. In Hawaii hiessen die Heiau, wie sie hier heissen muss ich noch herausfinden. Aber ich sehe keinen Müll, alles sauber und bestens gepflegt. Waren nicht die Deutschen mal hier?

Im Moment warte ich auf die Ankunft der Gastgeber. Umschwärmt von 3 kläffenden Hunden und Tausenden von Moskitos. Endlich ist meine mückensichere Kleidung mal nützlich!
Meine Gastgeber sind angekommen. Weiter dann morgen… freut euch, es wird sehr interessant!

Mein neuer Host

3 Mädels unterwegs…

Mädels = Mädchen. Heute wollte ich mit 2 Mädels vom Hostel zu einem Workshop fahren. Lindy aus Colorado, Atsuko aus Japan und ich aus der Schweiz. Ein bunte Mischung. Und genaus so bunt sollte unser Sarong/Pareo werden. Leider hat es gerade angefangen zu regnen und so mussten wir nach der ersten Einfärbung schon wieder aufgeben, die Tische waren für heute zu nass. Grundsätzlich legt man ein gewaschenes, nasses Tuch auf den Tisch und färbt es ein. Dann legt man die Blätter, die man vorher im Garten gesucht hat darauf, dann ein grobes Netz. Dann lässt man die Sonne arbeiten… so man hat. Und wir hatten eben nicht.

Nimmt man die Blätter wieder weg, siehe 2. Flimchen auf der Webseite von Bozo, dann sieht man den wunderschönen Effekt, dass es dort wo die Blätter lagen hell geblieben ist und der Rest vom Tuch ist dann farbig geworden, bzw. dort wo die Blätter liegen wäscht sich die Farbe wieder heraus, da sie nicht von der Sone fixiert worden ist. Nennt sich Heliographie.

Da wir nicht mehr weiterarbeiten konnten sind wir mit Bozo etwas den Strand entlang gefahren und er hat uns hawaiianische Geschichten erklärt. Anschliessend gingen wir essen und das wars dann auch schon für heute. Schade, uns hat es gut gefallen und wir hätten gerne einen eigenen Sarong mit nach Hause genommen.

Das unwahrscheinliche Blau von Hawaii

Gestern wollte ich wandern gehen. Auf den nächsten Hügel hinter unserem Haus. Das wurde jedoch nicht gern gesehen, ausserdem gab es nur einen Fahrweg bis zu den Wasserspeichern. Dafür gab es umso mehr Müll zu bewundern am Strassenrand, aber auch einige Blumen.

Heute durfte ich mit einer anderen Hausbewohnerin mitfahren. Zuerst zum Tempel und dann an den ersten wirklich schönen Strand, wo man sagen muss: Hier, das ist Hawaii! Das ist anders, speziell. Von diesem wunderschönen Strand aus ging es dann weiter zu einer Wanderung hoch zu einem Berg, der nicht verboten war, in der Nähe vom Leuchtturm. Danach noch zu einem weiteren Blowhole.